Log-in
E-Mail
Passwort
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Anmelden
Anmelden
Mitglied werden
Kostenlose Anmeldung
Neukunde
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON

MarketScreener Homepage  >  Aktien  >  Xetra  >  Wirecard AG    WDI   DE0007472060

WIRECARD AG

(WDI)
  Report
verzögerte Kurse. Verzögert Xetra - 03.12. 17:36:26
0.5315 EUR   +0.66%
02.12.PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
DJ
02.12.PRESSESPIEGEL/Unternehmen
DJ
01.12.EY-Prüfer wollen im Wirecard-Skandal nicht länger schweigen
DP
ÜbersichtKurseChartsNewsTermineUnternehmenFinanzenAnalystenschätzungenRevisionenDerivate 
ÜbersichtAlle NachrichtenPressemitteilungenOffizielle PublikationenBranchennachrichtenMarketScreener AnalysenAnalystenempfehlungen

Wirecard-Skandal: Opposition will Druck auf Regierung hoch halten

30.07.2020 | 12:37

(neu: Linksfraktion zu weiterer Sondersitzung im 8. Absatz)

BERLIN (dpa-AFX) - Im Betrugsskandal um den Dax-Konzern Wirecard versucht die Opposition den Druck auf die Bundesregierung hoch zu halten. Der FDP-Obmann im Finanzausschuss, Florian Toncar, sagte am Donnerstag, Finanzminister Olaf Scholz (SPD) habe in der Sondersitzung am Mittwoch die entscheidende politische Frage nicht beantworten können - warum die Finanzaufsicht Bafin nicht hinter die Unregelmäßigkeiten bei Wirecard gekommen sei. Die Grünen-Finanzpolitikerin Lisa Paus sagte, die Sitzung sei für Scholz sowie Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) ganz sicher nicht der "große Befreiungsschlag" gewesen: "Wir stehen immer noch am Anfang der Aufklärung."

Auf die Frage, wer die politische Verantwortung für das Desaster trage, habe es nur großes Schweigen gegeben, sagte Paus. Eine weitere Sondersitzung des Finanzausschusses noch vor dem Ende der parlamentarischen Sommerpause Anfang September gilt als wahrscheinlich. Auch Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble sprach sich für eine umfassende Aufarbeitung des Skandals aus.

Ob ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss eingesetzt werden soll, ist noch unklar. Linke und FDP sind dafür, auch weil das Gremium Akteneinsicht hätte. Toncar sagte, es bestehe ansonsten die Gefahr, dass das Finanzministerium bei der Weitergabe von Informationen "Richter in eigener Sache" sei. Das Ministerium hat die Aufsicht über die Bafin.

Die Grünen wollen zunächst weitere Informationen der Regierung abwarten und dann bewerten, ob ein Untersuchungsausschuss geboten ist. Für die Einsetzung muss im Bundestag ein Viertel der Abgeordneten stimmen. FDP, Grüne und Linke würden zusammen das Quorum erreichen. Für einen U-Ausschuss sprach sich auch die AfD aus. Der Zeitplan wäre allerdings eng. Das Gremium könnte die Arbeit möglicherweise erst im November aufnehmen - und das Ende der Legislaturperiode im Herbst 2021 naht.

Der inzwischen insolvente Zahlungsdienstleister Wirecard hatte im Juni Luftbuchungen von 1,9 Milliarden Euro eingeräumt. Zentrale Fragen sind, wann genau die Regierung von Unregelmäßigkeiten wusste und ob sie zu wenig dagegen unternommen hat.

Scholz hatte in seiner Befragung im Finanzausschuss laut Teilnehmern die Schuld vor allem auf Wirtschaftsprüfer geschoben, die Jahresabschlüsse von Wirecard jahrelang nicht beanstandet hätten. Vorwürfe, die Bafin habe zu wenig unternommen, wies er zurück. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) machte deutlich, er sehe keine Fehler bei der Aufsicht über die Wirtschaftsprüfer.

Scholz hatte erneut seinen Reformwillen betont. Ein von ihm vorgelegter Aktionsplan sieht mehr Befugnisse für die Bafin vor sowie Reformen bei der Wirtschaftsprüfung. Der Plan ist aber innerhalb der Bundesregierung noch nicht abgestimmt.

Die Grünen-Finanzpolitikerin Paus sagte, in einer weiteren Sondersitzung des Finanzausschusses sollten auch Vertreter des Bundeskanzleramts befragt werden. Ein Untersuchungsausschuss werde dann unvermeidlich, wenn sich die Regierung weiter nur häppchenweise oder ausweichend an der Aufklärung beteilige. Die Linksfraktion setzt sich dafür ein, dass eine Sondersitzung mit Kanzleramtsvertretern noch in der Sommerpause stattfindet. Dafür warb der finanzpolitischer Sprecher Fabio De Masi in einer E-Mail an die Obleute des Ausschusses.

FDP-Fraktionsvize Christian Dürr sagte der dpa: "An einem Untersuchungsausschuss zum Wirecard-Skandal führt eigentlich kein Weg mehr vorbei. Ich erwarte, dass nicht nur die Minister Scholz und Altmaier als Zeugen geladen werden, sondern auch die Bundeskanzlerin." Angela Merkel (CDU) dürfe sich nicht aus der Affäre ziehen. "Sie muss erklären, wieso sie auf ihrer China-Reise im vergangenen Herbst noch Werbung für Wirecard gemacht hat, während ihr Finanzminister schon seit Anfang 2019 von den Ermittlungen wusste."

Bundestagspräsident Schäuble sagte der "Wirtschaftswoche": "Es ist eine Aufgabe des Parlaments, neben den Strafverfolgungsbehörden und der Bafin den Fall aufzuklären. Das größte Interesse daran muss übrigens die Regierung selbst haben." Zur Einsetzung eines Untersuchungsausschusses erklärte Schäuble, darüber entscheide nicht er, sondern der Bundestag. Allerdings zeige die Erfahrung, dass Untersuchungsausschüsse "immer wieder Dinge ans Licht befördern, die sonst nicht bekannt geworden wären"./hoe/DP/he


© dpa-AFX 2020
Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
DAX -0.45%13252.86 verzögerte Kurse.0.48%
STOXX MOROCCO TMI (EUR) -0.10%92.7 verzögerte Kurse.-11.66%
WIRECARD AG 0.66%0.5315 verzögerte Kurse.-99.51%
Alle Nachrichten auf WIRECARD AG
02.12.PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
DJ
02.12.PRESSESPIEGEL/Unternehmen
DJ
01.12.EY-Prüfer wollen im Wirecard-Skandal nicht länger schweigen
DP
30.11.GRENKE IM FOKUS : Die Schlammschlacht ist noch nicht beendet
DP
30.11.PRESSESPIEGEL/Unternehmen
DJ
27.11.DPA-AFX-ÜBERBLICK : UNTERNEHMEN vom 27.11.2020 - 15.15 Uhr
DP
27.11.WIRECARD : Untersuchungsausschuss verhängt Ordnungsgelder
DJ
27.11.BAFIN : Keine Hinweise auf Wirecard-Insiderhandel von Mitarbeitern
AW
27.11.WIRECARD : Bafin-Chef Hufeld will mehr Kompetenzen bei der Bankenaufsicht
DJ
27.11.PRESSESPIEGEL/Unternehmen
DJ
Weitere Nachrichten
News auf Englisch zu WIRECARD AG
01.12.GLOBAL MARKETS LIVE: Bank of America, Pfizer, Tesla…
27.11.NEWS HIGHLIGHTS : Top Company News of the Day
DJ
27.11.NEWS HIGHLIGHTS : Top Financial Services News of the Day
DJ
27.11.NEWS HIGHLIGHTS : Top Company News of the Day
DJ
27.11.NEWS HIGHLIGHTS : Top Company News of the Day
DJ
27.11.NEWS HIGHLIGHTS : Top Company News of the Day
DJ
27.11.NEWS HIGHLIGHTS : Top Company News of the Day
DJ
27.11.NEWS HIGHLIGHTS : Top Financial Services News of the Day
DJ
27.11.NEWS HIGHLIGHTS : Top Company News of the Day
DJ
27.11.NEWS HIGHLIGHTS : Top Company News of the Day
DJ
Weitere Nachrichten auf Englisch
Finanzkennziffern
Umsatz 2019 2 769 Mio 3 364 Mio 2 996 Mio
Nettoergebnis 2019 524 Mio 636 Mio 567 Mio
Nettoliquidität 2019 1 135 Mio 1 380 Mio 1 229 Mio
KGV 2019 0,13x
Dividendenrendite 2019 46,4%
Marktkapitalisierung 65,0 Mio 79,0 Mio 70,3 Mio
Marktkap. / Umsatz 2019 -0,39x
Marktkap. / Umsatz 2020 -0,89x
Mitarbeiterzahl 5 685
Streubesitz 97,4%
Chart WIRECARD AG
Dauer : Zeitraum :
Wirecard AG : Chartanalyse Wirecard AG | MarketScreener
Vollbild-Chart
Trends aus der Chartanalyse WIRECARD AG
KurzfristigMittelfristigLangfristig
TrendsFallendFallendFallend
Ergebnisentwicklung
Analystenschätzung
Verkauf
Kaufen
Durchschnittl. Empfehlung VERKAUFEN
Anzahl Analysten 5
Mittleres Kursziel 0,23 €
Letzter Schlusskurs 0,53 €
Abstand / Höchstes Kursziel -56,1%
Abstand / Durchschnittliches Kursziel -56,1%
Abstand / Niedrigstes Ziel -56,1%
Revisionen zum Gewinn/Aktie
Unternehmensführung
NameTitel
Thomas Eichelmann Chairman-Supervisory Board
Wulf Matthias Member-Supervisory Board
Stefan Klestil Member-Supervisory Board
Vuyiswa V. M’Cwabeni Member-Supervisory Board
Anastassia Lauterbach Non-Executive Director
Branche und Wettbewerber
01.01.Marktkapitalisierung (M$)
WIRECARD AG-99.51%78
SQUARE, INC.222.89%91 089
FISERV, INC.0.36%77 449
GLOBAL PAYMENTS INC.7.35%58 485
FLEETCOR TECHNOLOGIES, INC.-8.31%22 002
AFTERPAY LIMITED228.55%20 725