Die Zahl der Kunden, die Arm-basierte Chips in Rechenzentren einsetzen, ist auf 70.000 gestiegen - ein 14-facher Anstieg seit 2021, wie das Unternehmen gegenüber Reuters mitteilte.
Unter der Leitung von CEO Rene Haas arbeitet der Chiphersteller Arm daran, sein Geschäft auf den PC-Markt auszuweiten und konnte auch erhebliche Erfolge beim Verkauf seiner Architektur für Rechenzentrumsprozessoren erzielen.
Wie andere Chiphersteller profitiert auch Arm vom derzeitigen Hype um generative künstliche Intelligenz. Ein erheblicher Teil des Wachstums im Rechenzentrumsbereich sei auf KI zurückzuführen, erklärte das Unternehmen. Zudem habe sich die Zahl der Start-ups, die Arm-Chips nutzen, seit 2021 um das Zwölffache erhöht.
Arms positive Prognose kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Chipbranche kurzfristig vor Herausforderungen steht. Während Chips für den Aufbau von KI-Rechenzentren boomen, bleiben andere große Bereiche des Halbleitermarktes wie PC- und Mobilfunkverkäufe weiterhin schwach.
Bei der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse im Mai verzichtete das Unternehmen aufgrund von Handelsunsicherheiten auf eine jährliche Finanzprognose.
Chips auf Basis der Arm-Architektur sind für ihre hohe Leistung bei geringem Energieverbrauch bekannt - ein Grund, warum nahezu jedes Mobiltelefon weltweit damit betrieben wird. Diese Leistungsmerkmale wurden auf Chipdesigns für Rechenzentrumsprozessoren übertragen, die normalerweise deutlich mehr Energie verbrauchen.
Der Rechenzentrumsmarkt erwies sich zunächst als schwierig für Arm, doch in jüngerer Zeit wurde das Unternehmen durch Cloud-Giganten wie Amazon, Googles Mutterkonzern Alphabet und Microsoft unterstützt, die eigene Arm-Chips für ihre weitreichende Infrastruktur entwickeln.
Kunden mieten Arm-basierte Chips häufig über Cloud-Anbieter wie Amazons AWS.
Amazon hat seit 2018 mehrere Generationen seiner Rechenzentrumsprozessoren (CPU) auf den Markt gebracht, darunter auch KI-optimierte Versionen, und Millionen von Arm-basierten Chips in seine Cloud-Plattform integriert.
Doch das zu SoftBank gehörende Unternehmen Arm verzeichnet auch in anderen Bereichen große Fortschritte, da es versucht, die Vorherrschaft von Designs von Advanced Micro Devices und Intel auf Basis der x86-Architektur zu durchbrechen.
Die weltweite Entwickler-Community, die Anwendungen für die Arm-Technologie entwickelt, ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg eines Chipherstellers.
Nach Unternehmensangaben hat sich die Zahl der Anwendungen, die seit 2021 auf Arm-basierten Maschinen laufen, auf 9 Millionen verdoppelt. Die Entwicklerbasis, die mit der Arm-Architektur arbeitet, ist seit 2021 um das 1,5-Fache auf 22 Millionen gestiegen.

















