Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.


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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

MITTWOCH: In Finnland bleiben die Börsen wegen des Unabhängigkeitstags geschlossen.

+++++ TAGESTHEMA I +++++

Merck KGaA hat in klinischen Studien einen Rückschlag mit seinem Hoffnungsträger Evobrutinib zur Behandlung von Multipler Sklerose erlitten. Zwei zulassungsrelevante klinische Phase-III-Studien, in denen Merck den Wirkstoff als potenzielle Behandlung für schubförmige Multiple Sklerose (RMS) erforschte, haben ihren primären Endpunkt nicht erreicht.

+++++ TAGESTHEMA II +++++

Fresenius zahlt aufgrund der für die Kliniktochter Helios in Anspruch genommenen staatlichen Energiehilfen für 2023 voraussichtlich keine Dividende. Die im Rahmen des so genannten Entlastungspakets Energiehilfen erhaltenen staatlichen Ausgleichs- und Erstattungszahlungen bleiben im Unternehmen. Durch die Annahme der Zahlungen von nach derzeitigem Stand bis zu 300 Millionen Euro würden die durch den Energiepreisanstieg verursachten Mehrkosten von Helios Deutschland im Jahr 2023 weitgehend ausgeglichen, hieß es. Konzernchef Michael Sen wies in einem Brief an die Mitarbeiter darauf hin, dass sich die Aussetzung der Dividende und die Ausgleichs- und Erstattungszahlungen gleichwohl positiv auf die Verschuldung und damit auch auf die Zinskosten auswirken werden.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

08:00 DE/Tui AG, Jahresergebnis (09:00 BI-PK)

12:30 US/Exxon Mobil Corp, Aktualisierung Unternehmensplan

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++


- DE 
  08:00 Auftragseingang Oktober 
        saisonbereinigt 
        PROGNOSE: -0,5% gg Vm 
        zuvor:    +0,2% gg Vm 
- EU 
  11:00 Einzelhandelsumsatz Oktober 
        Eurozone 
        PROGNOSE: +0,2% gg Vm 
        zuvor:    -0,3% gg Vm 
- US 
  14:15 ADP-Arbeitsmarktbericht November 
        Beschäftigung privater Sektor 
        PROGNOSE: +128.000 Stellen 
        zuvor:    +113.000 Stellen 
 
  14:30 Handelsbilanz Oktober 
        PROGNOSE: -64,10 Mrd USD 
        zuvor:    -61,54 Mrd USD 
 
        Produktivität ex Agrar (2. Veröffentlichung) 3Q 
        annualisiert 
        PROGNOSE:     +4,9% gg Vq 
        1. Veröff.:   +4,7% gg Vq 
        2. Quartal:   +3,6% gg Vq 
        Lohnstückkosten 
        PROGNOSE:     -0,9% gg Vq 
        1. Veröff.:   -0,8% gg Vq 
        2. Quartal:   +3,2% gg Vq 
 

+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++


Aktuell: 
INDEX                        Stand    +/- 
DAX-Future               16.590,00  +0,2% 
E-Mini-Future S&P-500     4.587,00  +0,3% 
E-Mini-Future Nsdq-100   15.972,75  +0,4% 
Nikkei-225               33.445,90  +2,0% 
Schanghai-Composite       2.974,08  +0,1% 
Hang-Seng-Index          16.511,14  +1,1% 
                               +/-  Ticks 
Bund -Future                134,34    -13 
 
 
Dienstag: 
INDEX            Schluss        +/- 
DAX            16.533,11      +0,8% 
DAX-Future     16.555,00      +0,6% 
XDAX           16.531,98      +0,6% 
MDAX           26.491,45      +0,5% 
TecDAX          3.199,16      +0,4% 
EuroStoxx50     4.452,77      +0,9% 
Stoxx50         4.034,49      +0,4% 
Dow-Jones      36.124,56      -0,2% 
S&P-500-Index   4.567,18      -0,1% 
Nasdaq-Comp.   14.229,91      +0,3% 
EUREX            zuletzt  +/- Ticks 
Bund-Future       134,47       +102 
 

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Weiter freundlich gestimmt erwarten Händler die internationalen Börsen. Kurstreiber ist weiter die Mischung aus Zinssenkungshoffnung und guten Konjunkturdaten. Die deutlich geringer ausgefallene Zahl offener Stellen im sogenannten Jolts-Bericht in den USA hatte am Vortag für Zuversicht gesorgt, dass der US-Arbeitsmarkt die erhoffte Abkühlung zeigt. Nun steht am frühen Nachmittag der ADP-Arbeitsmarktbericht über die neuen Stellen in der US-Privatwirtschaft im Fokus. Der Markt könnte sich dann in Richtung des monatlichen US-Arbeitsmarktberichts am Freitag weiter in Rallylaune zeigen. Das Zinshoch wird derweil längst als überschritten angesehen. "Als zweiter Kurstreiber überrascht jetzt auch noch die bessere Konjunktur", sagt ein Händler. So gebe es seit Tagen bessere Daten aus China, das Land scheine in den Expansionsmodus zurückgekehrt zu sein. Aus Europa waren am Vortag nach oben revidierte Einkaufsmanagerindizes berichtet worden und in der Nacht wurde ein besserer Wirtschaftsbericht (Tankan) aus Japan vermeldet. Die Kombination aus sinkenden Zinsen und einer weichen Landung der Konjunktur sei gut für noch viele Allzeithochs, heißt es.

Rückblick: Fester - Der DAX stieg auf ein neues Allzeithoch von 16.551 Punkten. Mailand, Madrid und Portugal markierten schon zuvor neue Jahreshochs. Die gesunkenen und weiter fallenden Zinsen waren erneut der Haupttreiber. Hinzu kamen Aufwärtsrevisionen der Einkaufsmanagerindizes für den Servicesektor in Europa. Während die Inflation zurückkomme, finde die Konjunktur anscheinend einen Boden, hieß es. Weiter unter Druck standen Nokia (-5,9%), während es für Ericsson 6,1 Prozent nach oben ging. Spekulationen vom Vortag, die bereits da die Kurse entsprechend bewegten, hatten sich bestätigt. AT&T wird über fünf Jahre Telekomausrüstung von Ericsson beziehen. Nokia hat darauf mit einer Verschiebung des Margenziels reagiert. Für Barclays ging es nach einer Platzierung um 2,5 Prozent nach unten. Der Staatsfonds von Katar hat sich von rund 2,4 Prozent des aktuellen Aktienkapitals getrennt.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Fester - Brenntag (+0,6%) reagierten nur moderat darauf, dass der Chemikalienhändler die operative und rechtliche Entflechtung seiner beiden Geschäftsbereiche Essentials und Specialties im Rahmen seiner strategischen Umstrukturierung fortführt. "Ein Spin-Off oder ähnliches ist aber nicht geplant", zeigte sich ein Marktteilnehmer enttäuscht. Weiter im Höhenflug waren Morphosys. Der Kurs legte um 11,3 Prozent zu auf 27,55 Euro. Im Handel wurde auf eine Studie von JP Morgan verwiesen. Dort soll die Aktie als "Smallcap-Favorit" für 2024 genannt worden sein. Das Kursziel haben die Analysten laut Händlern auf 31 Euro zurückgenommen. Positiv für Kontron (+3,4%) wirkte eine erneute Auftragsmeldung über 30 Millionen Euro. Carl Zeiss Meditec verloren 1,7 Prozent - laut Händlern startete JP Morgan die Aktie mit "Underweight".

XETRA-NACHBÖRSE

Merck KGaA verloren rund 6 Prozent, nachdem das Unternehmen einen Rückschlag in klinischen Studien für das Präparat Evobrutinib zur Behandlung von Multipler Sklerose mitgeteilt hatte. Fresenius gaben um 1,5 Prozent nach. Der Gesundheitskonzern zahlt aufgrund der für die Kliniktochter Helios in Anspruch genommenen staatlichen Energiehilfen für 2023 voraussichtlich keine Dividende. Mit einem Minus von 2 Prozent zeigten sich Hensoldt nach der Mitteilung eines Zukaufs, der möglicherweise über eine Kapitalerhöhung finanziert werden soll.

USA - AKTIEN

Uneinheitlich - Teilnehmer sprachen von einer Atempause nach den jüngsten Gewinnen. Leicht stützend wirkten US-Konjunkturdaten, vor allem aber auch weiter sinkende Zinsen. Auslöser war, dass der Arbeitsmarkt Anzeichen einer Abkühlung zeigte. Die Zahl der offenen Stellen fiel im Oktober deutlich niedriger als erwartet aus. Gleichzeitig fiel der ISM-Index für den Dienstleistungssektor im November knapp über der Erwartung aus. Damit verstärkte sich das Bild, einer weichen Landung der US-Konjunktur bei zugleich sinkenden Zinsen. Für Procter & Gamble ging es um 3,5 Prozent nach unten. Der Konsumgüterkonzern hatte mitgeteilt, dass er im Zusammenhang mit der Gillette-Übernahme im Jahr 2005 mit Belastungen von mehr als 2 Milliarden Dollar rechnet. Dazu kommen weitere 1 bis 1,5 Milliarden Dollar an Restrukturierungskosten nach Steuern.

USA - ANLEIHEN


Laufzeit              Rendite     Bp zu VT  Rendite VT  +/-Bp YTD 
2 Jahre                  4,58         -6,7        4,65       15,9 
5 Jahre                  4,15         -6,3        4,22       15,2 
7 Jahre                  4,20         -7,3        4,28       23,4 
10 Jahre                 4,19         -7,0        4,26       30,7 
30 Jahre                 4,30        -10,6        4,41       33,4 
 

Am Anleihemarkt ging es wieder aufwärts. Teilnehmer erklärten die sinkenden Marktzinsen mit der Zahl der offenen Stellen Ende Oktober, die geringer als erwartet ausgefallen sei. Dies sei ein Signal, dass sich der Arbeitsmarkt abkühle und verstärke die Aussicht auf baldige Zinssenkungen.

+++++ DEVISENMARKT +++++


                 zuletzt        +/- %       0:00  Di, 17:06    % YTD 
EUR/USD           1,0789        -0,1%     1,0798     1,0811    +0,8% 
EUR/JPY           158,83        -0,0%     158,89     158,99   +13,2% 
EUR/CHF           0,9441        -0,0%     0,9445     0,9450    -4,6% 
EUR/GBP           0,8562        -0,2%     0,8581     0,8570    -3,3% 
USD/JPY           147,22        +0,1%     147,14     147,07   +12,3% 
GBP/USD           1,2602        +0,1%     1,2592     1,2614    +4,2% 
USD/CNH           7,1659        -0,1%     7,1712     7,1611    +3,4% 
Bitcoin 
BTC/USD        43.577,64        -1,6%  44.268,47  42.205,66  +162,5% 
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags 
 

Der Dollar setzte seine Erholungsbewegung zum Euro fort. Der Dollarindex erhöhte sich um 0,3 Prozent. Der Euro rutschte dagegen unter die Marke von 1,08 Dollar. Er litt darunter, dass die EZB laut Direktorin Isabel Schnabel keine weiteren Zinserhöhungen mehr in Aussicht stellen muss. Die jüngsten Inflationszahlen hätten einen weiteren Zinsanstieg eher unwahrscheinlich gemacht. Schnabel hatte kürzlich noch argumentiert, dass "die letzte Meile" auf dem Weg zu 2 Prozent Inflation schwer werden könnte. Angesprochen darauf, sagte sie: "Wenn sich die Fakten ändern, ändere ich meine Meinung."

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December 06, 2023 01:33 ET (06:33 GMT)