NEW YORK (awp international) - Die US-Aktienmärkte dürften am "Cyber Monday" schwerfällig in den Handel starten. Marktbeobachter verwiesen auf negative Konjunkturdaten aus China und die dortigen Probleme des Immobiliensektors als Belastungsfaktoren. Zudem wären die Börsen in den vergangenen Wochen schon stark gelaufen und Anleger halten sich vor wichtigen Inflationssignalen der kommenden Tage erst einmal zurück.

Der Broker IG taxierte den Leitindex Dow Jones Industrial am Freitag eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn rund 0,1 Prozent tiefer auf 35 341 Punkte. Den technologielastigen Nasdaq 100 sieht IG ebenfalls rund 0,1 Prozent im Minus.

Nach dem wichtigsten Shopping-Tag des Jahres, dem "Black Friday", dürften auch an dem gemeinhin umsatzstarken "Cyber Monday" die Aktien von Einzelhändlern wie Amazon , Walmart , Target , Best Buy oder Macy's im Anlegerfokus stehen. Traditionell wird mit der sogenannten "Cyber Week" das für die Branche so wichtige Weihnachtsgeschäft eingeläutet.

Laut Analyst Christian Salis von Hauck Aufhäuser Investment Banking gaben die US-Käufer am Thanksgiving-Tag mehr als 5,5 Milliarden US-Dollar aus. Die Online-Verkäufe am "Black Friday" seien zum Vorjahr um 7,5 Prozent gestiegen und hätten die Erwartungen übertroffen. Zudem seien Online-Umsätze in den ersten 23 November-Tagen um 7 Prozent gestiegen. Dabei seien die Offline-Erlöse stark geblieben, hiess es.

Die Shopify-Aktien gewannen im vorbörslichen Handel 3,4 Prozent. Der Anbieter von Software für Online-Shops hatte mitgeteilt, dass seine Kunden am "Black Friday" einen Rekordumsatz von 4,1 Milliarden Dollar verzeichnet hätten.

Die Anteilsscheine von Crown Castle stiegen vorbörslich um 6,1 Prozent. Börsianer verwiesen auf einen Medienbericht, wonach der aktivistische Investor Elliott Investment Management auf Veränderungen bei dem Betreiber von Funktürmen drängt.

Die Aktien von Foot Locker fielen vorbörslich um 4,7 Prozent, nachdem die Citigroup für die Papiere des Sportbekleidungshändlers auf "Verkaufen" abgestuft hatte. Das Unternehmen dürfte die allgemeinen Gewinnerwartungen im Quartal verfehlen, hiess es.

Die Titel von GE Healthcare verbilligten sich vorbörslich um 2,7 Prozent. Zuvor hatte die UBS die Aktien des Medizintechnik-Unternehmens von "Neutral" auf "Verkaufen" herabgestuft und begründete dies mit einer nachlassenden Auftragsdynamik, schwierigen Vergleichszahlen und fehlendem Rückenwind bei der Preisgestaltung./edh/mis