Der Markt-Überblick am Abend, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:


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+++++ AKTIENMÄRKTE (18:36 Uhr) +++++


INDEX             Stand      +-%  +-% YTD* 
EuroStoxx50    4.523,31    +1,1%    +19,2% 
Stoxx50        4.064,68    +0,9%    +11,3% 
DAX           16.759,22    +0,8%    +20,4% 
FTSE           7.554,47    +0,5%     +0,8% 
CAC            7.526,55    +1,3%    +16,3% 
DJIA          36.155,13    +0,1%     +9,1% 
S&P-500        4.589,26    +0,1%    +19,5% 
Nasdaq-Comp.  14.352,28    +0,1%    +37,1% 
Nasdaq-100    16.031,08    +0,1%    +46,5% 
Nikkei-225    32.307,86    -1,7%    +23,8% 
EUREX             Stand  +-Ticks 
Bund-Future      134,63      -81 
*bezogen auf Schlusskurs des Vortages 
 

+++++ ROHSTOFFMÄRKTE +++++


ROHÖL                 zuletzt  VT-Settlem.      +/- %    +/- USD    % YTD 
WTI/Nymex               70,72        69,34      +2,0%      +1,38    -7,9% 
Brent/ICE               75,60        74,05      +2,1%      +1,55    +1,5% 
GAS                            VT-Settlem.               +/- EUR 
Dutch TTF               38,84        40,33      -3,7%      -1,49   -52,2% 
 
METALLE               zuletzt       Vortag      +/- %    +/- USD    % YTD 
Gold (Spot)          1.997,34     2.028,63      -1,5%     -31,29    +9,5% 
Silber (Spot)           22,99        23,81      -3,4%      -0,81    -4,1% 
Platin (Spot)          916,45       911,00      +0,6%      +5,45   -14,2% 
Kupfer-Future            3,83         3,78      +1,1%      +0,04    +0,9% 
 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
 

Mit den Ölpreisen geht es deutlich nach oben. Saudi-Arabien und Russland haben dazu aufgerufen, in den kommenden Monaten weitere Förderbegrenzungen vorzunehmen. Allerdings können die Gewinne vom Freitag nicht den kräftigen Wochenverlust von rund 5 Prozent wettmachen. Belastet wurden die Preise von anhaltenden Nachfragesorgen. Der Goldpreis fällt nach dem US-Arbeitsmarktbericht und rutscht wieder unter die Marke von 2.000 Dollar. Teilnehmer verweisen vor allem auf den deutlichen Dollar-Anstieg nach den US-Arbeitsmarktdaten.

+++++ FINANZMARKT USA +++++

Knapp behauptet - Für November wurde ein leicht höherer Stellenaufbau ausgewiesen als erwartet. Damit gibt es verhaltene Sorgen bei den Anlegern, ob ihre hochgespannten Zinssenkungserwartungen weiter zutreffen. Denn im Wochenverlauf hatten die Zahl der offenen Stellen und der ADP-Bericht über den Stellenzuwachs in der US-Privatwirtschaft eine Abkühlung auf dem Jobmarkt gezeigt. Zuletzt hatte die Einschätzung für gute Stimmung an den Finanzmärkten gesorgt, dass die US-Konjunktur eine weiche Landung erfahren dürfte, also keine Rezession droht, und zugleich die Zeichen auf Zinssenkungen stehen. Als Folge ging es mit den Renditen am Anleihemarkt rasant abwärts, was zugleich den Aktienmarkt beflügelte. Die Rückkehr der Streikenden in der Automobilbranche lasse den Anstieg im November um 199.000 weniger stark aussehen. "Wenn man diesen einmaligen Anstieg herausrechnet, war der Zuwachs von 152.000 ungefähr genauso hoch wie der gedämpfte Anstieg im Oktober", so Paul Ashworth von Capital Economics. Bei den Einzelwerten geht es für die Broadcom-Aktie nach anfänglichen Gewinnen um 0,4 Prozent nach unten. Der Konzern will seinen Umsatz im neuen Geschäftsjahr auch dank der Übernahme von VMware kräftig steigern. Der Chipkonzern stellte für 2023/24 einen Umsatz von rund 50 Milliarden US-Dollar in Aussicht nach 35,8 Milliarden im abgeschlossenen Jahr. Im vierten Geschäftsquartal fuhr das US-Unternehmen einen höheren Gewinn ein als erwartet. Lululemon Athletica gewinnen 5,5 Prozent, obwohl die Prognose des Sportbekleidungshändlers für das vierte Quartal die Wall Street enttäuschte. Dagegen lieferte das Unternehmen gute Ergebnisse für das dritte Quartal, in dem das Umsatzwachstum 20 Prozent betrug und die Gewinne über den Schätzungen lagen. Die Chevron-Aktie steigt mit den anziehenden Ölpreisen um 1,1 Prozent, obwohl die US-Handelsbehörde FTC die geplante 53 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Konkurrenten Hess Corp. genauer untersucht.


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+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR ++++++

Es stehen keine wichtigen Daten zur Veröffentlichung an.

+++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++

Fester - Beim US-Arbeitsmarktbericht lag die Zahl der neugeschaffenen Stellen grob im erwarteten Rahmen. Die US-Wirtschaft habe im November 199.000 neue Stellen geschaffen und damit mehr als im Oktober bei 150.000, der große Sprung liege aber daran, dass mehrere Streiks bei US-Autoherstellern endeten, hieß es von der Commerzbank. Der DAX markierte nach den Daten bei 16.783 Punkten sogar ein neues Allzeithoch. Hier bestätigte sich die Aussicht auf eine Sanfte Landung der Konjunktur, welche die Gewinne der Aktienunternehmen nach unten absichern. In Europa standen Reisewerte mit 1,6 Prozent Plus bei den Gewinner-Sektoren vorne. Gefolgt von den Bereichen Autos, Haushaltsgütern und Öl. Diese Mischung zeige einen Markt, der auf ganzer Breite nach oben wolle, hieß es. Der Rohstoff-Index verlor dagegen 2,3 Prozent, dies aber nur wegen eines Kurseinbruchs bei Anglo American. Bei den Einzelwerten stiegen Hensoldt um 2,2 Prozent nach Abschluss der Kapitalerhöhung zur Finanzierung der Übernahme der ESG GmbH. DAX-Gewinner waren Sartorius mit einem Aufschlag von 3,6 Prozent. Der Sprung über die 300-Euro-Marke sorgte für frische Käufe, hieß es. Vivendi (+2,4%) kehrt zum 18. Dezember in den französischen Leitindex CAC-40 zurück, wie die Euronext mitteilte. Platz machen müssen Worldline (-1,3%). Anglo American knickten um 19 Prozent ein. Hier enttäuschten Kostensenkungspläne, da sie gleichzeitig eine Produktionskürzung mit sich bringen. Anleger hatten ihre Position in der Aktie erst vor über einer Woche aufgebaut, nachdem überraschend starke Wachstumsdaten aus China gekommen waren. Leicht belastet zeigten sich Vodafone mit einem Abschlag von 0,8 Prozent. In Großbritannien fordert eine Anwaltskanzlei von den Mobilfunkanbietern Vodafone, EE, O2 und Three insgesamt 3 Milliarden Pfund an überhöhten Vertragskosten zurück.

+++++ DEVISEN +++++


DEVISEN               zuletzt        +/- %   Fr, 8:16  Do, 17:02    % YTD 
EUR/USD                1,0751        -0,4%     1,0781     1,0787    +0,4% 
EUR/JPY                155,73        +0,0%     155,37     155,35   +11,0% 
EUR/CHF                0,9467        +0,2%     0,9438     0,9455    -4,4% 
EUR/GBP                0,8572        +0,0%     0,8570     0,8578    -3,1% 
USD/JPY                144,84        +0,4%     144,12     144,02   +10,5% 
GBP/USD                1,2540        -0,4%     1,2579     1,2575    +3,7% 
USD/CNH (Offshore)     7,1886        +0,4%     7,1682     7,1589    +3,8% 
Bitcoin 
BTC/USD             43.735,63        +1,3%  43.388,36  43.598,41  +163,5% 
 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
 

+++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++

Uneinheitlich - Der Tokioter Aktienmarkt setzte die am Vortag begonnene Talfahrt fortgesetzt. Auf die Stimmung drückte weiter der massive Anstieg des Yen. Durch ihn verteuern sich zum einen die Exporte japanischer Unternehmen, zum anderen schmelzen die aus dem Ausland nach Japan transferierten Gewinne der Unternehmen. Auslöser des Yen-Anstiegs waren Aussagen des Notenbankchefs und seines Stellvertreters. Beide schürten damit die Spekulation, dass die japanische Notenbank die Marktteilnehmer darauf vorbereitet, ihren ultraexpansiven geldpolitischen Kurs zu straffen. Neben dem Yen trübte die Revision des japanischen BIP die Stimmung. Demnach schrumpfte die japanische Wirtschaft von Juli bis September annualisiert um 2,9 Prozent und nicht nur um 2,1 Prozent, wie die vorläufigen Daten ergeben hatten. In Seoul ging es stärker nach oben, in Sydney leicht. Dort folgte man der freundlichen Vorgabe der Wall Street. In Sydney gingen Woodside Energy 0,5 Prozent niedriger aus dem Tag, Santos 6,1 Prozent höher, angetrieben von Fusionssplanungen. Die beiden Unternehmen sprechen nach eigenen Angaben über einen Zusammenschluss.

+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 13.30 UHR +++++

DEUTSCHE BANK

S&P Global Ratings hat ihre langfristige Bonitätsnote auf A von A- angehoben. Das Kurzfristrating wurde auf A-1 von A-2 erhöht. Der Ausblick ist stabil, wie S&P mitteilte. Die Deutsche Bank verringere den Abstand zu ihren Wettbewerbern weiter, indem sie ihr Geschäft ausbaue, ihre Erträge steigere und ein solides Kapital- und Liquiditätsprofil beibehalte, begründeten die Ratinganalysten die bessere Bonitätseinstufung.

DEUTSCHE BAHN

Der Streik der Lokführergewerkschaft GDL hat am Freitag bundesweit zu massiven Beeinträchtigungen im Zugverkehr geführt. Im Fern-, Regional- und S-Bahn-Verkehr gab es zahlreiche Verspätungen und Zugausfälle - der Notfahrplan der Deutschen Bahn sicherte nur ein "sehr begrenztes Zugangebot", wie das Unternehmen mitteilte. Die Bahn warnte zudem, dass es nach Streikende am Samstag voraussichtlich zu sehr hohen Auslastungen kommen werde.

DEUTSCHE BAHN/FLIXTRAIN

Die Deutsche Bahn soll dem Konkurrenzunternehmen Flixtrain Schadenersatz wegen Wettbewerbsverstößen zahlen. Das Landgericht Hamburg verurteilte den Konzern laut Mitteilung vom Freitag wegen der Benachteiligung von Flixtrain-Verbindungen in der Buchungs-App DB Navigator. Die Höhe der Zahlungen muss demnach noch ermittelt werden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

FRESENIUS

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December 08, 2023 12:41 ET (17:41 GMT)