Die wichtigsten Londoner Börsenindizes zeigten sich am Dienstag kaum verändert, während Anleger die neuesten Entwicklungen bei Zöllen sowie eine gemischte Nachrichtenlage aus den Unternehmen bewerteten.
Sowohl der Blue-Chip-Index FTSE 100 als auch der auf den Binnenmarkt ausgerichtete Mid-Cap-Index notierten um 10:00 Uhr GMT nahezu unverändert. US-Präsident Donald Trump teilte am Montag 14 Ländern, darunter Japan und Südkorea, mit, dass sie ab dem neuen Stichtag 1. August mit 25%-Zöllen rechnen müssen. Gleichzeitig deutete er jedoch auch auf weitere Verhandlungsmöglichkeiten hin.
Großbritannien und Vietnam bleiben die einzigen Länder, die eine Vereinbarung erzielen konnten und somit von den neuen Abgaben verschont bleiben. Diese Zölle sind von den bestehenden Abgaben auf Autos, Stahl und Aluminium getrennt zu betrachten.
Die stärksten Zugewinne verzeichneten Aktien aus dem Bereich der Edelmetallförderung, die um 2,3% zulegten, da sich die Goldpreise stabil zeigten. Hochschild kletterte um 4,1%, während Fresnillo und Endeavour Mining um 2,5% beziehungsweise 1,6% zulegten.
Auch Industriemetalle legten zu, da die Kupferpreise leicht stiegen. Glencore gewann 2,9%, während Anglo American und Antofagasta leicht im Plus lagen.
Auf der Gegenseite gab der Index für Konsumgüter um 1,5% nach, belastet durch einen über 2%igen Kursrückgang der Luxusmarke Burberry.
Unter den Einzelwerten war Victrex der schwächste Wert im Midcap-Index. Die Aktien des Polymerherstellers verloren 8,7%, nachdem das Unternehmen einen neuen CEO benannt und einen verhaltenen Ausblick für das zweite Halbjahr gegeben hatte.
Unterdessen sollte der noch nicht benannte neue CEO des Bergbaukonzerns Rio Tinto laut Reuters-Quellen offen für Fusionen und Übernahmen sein sowie Produktivität und Kostensenkungen vorantreiben. Die Meldung verlieh Minenaktien einen leichten Auftrieb.
Fast-Fashion-Händler Shein hat laut einem Bericht der Financial Times am Dienstag einen Antrag auf einen Börsengang in Hongkong gestellt, um den Prozess zu beschleunigen und Druck auf die britischen Aufsichtsbehörden auszuüben, damit diese dem geplanten Börsenstart in London zustimmen.
Der britische Aktienmarkt hat in den vergangenen Monaten bedeutende Börsengänge verloren, da Unternehmen ihre Pläne angesichts von Anlegerprotesten gegen die Marktbewertungen geändert haben.
Im Laufe dieser Woche werden zudem neue Daten zum britischen Bruttoinlandsprodukt erwartet.

















