An der Piazza Affari herrscht Unsicherheit: Nach einem moderaten Handelsauftakt im Plus bewegt sich der Mailänder Aktienmarkt wieder auf das Ausgangsniveau zurück. Die Anleger warten gespannt auf neue Entwicklungen in der jüngsten Phase des Handelskriegs, den US-Präsident Donald Trump entfacht hat.
Die Ankündigung, dass das Weiße Haus erste Schreiben verschickt hat, um ab dem 1. August Zölle von 25% auf Importe aus zwei wichtigen Handelspartnern - Japan und Suuml;dkorea - zu verhängen, hatte gestern die Spannungen an der Wall Street geschürt. Die US-Börsen schlossen daraufhin mit Kursverlusten.
Das Gesamtbild im internationalen Handel bleibt jedoch im Wandel: Japan und die USA werden ihre Gespräche fortsetzen, während die EU - bislang von Trumps neuen Zollschreiben verschont - anstrebt, bis morgen eine Einigung zu erzielen.
Die Stimmung bleibt fragil. Marktteilnehmer verfolgen aufmerksam die nächsten Schritte Washingtons und mögliche Auswirkungen auf die globalen Handelsbeziehungen.
Um 9.30 Uhr notiert der FTSE MIB-Index mit einem leichten Plus von 0,02%, nachdem er zum Handelsstart rund 0,2% zugelegt hatte.
Die Kursbewegungen verlaufen uneinheitlich. Campari sticht mit einem Anstieg von 2,4% hervor, während auf der Gegenseite Diasorin und Cucinelli jeweils etwa ein Prozent verlieren.
Ölwerte sind gefragt: Saipem und Eni legen um 1,2% beziehungsweise 0,6% zu, während die Versorger schwächeln. Die Banken zeigen sich insgesamt wenig bewegt. Einige Industriewerte wie Pirelli, Interpump und Leonardo verzeichnen leichte Gewinne.
(Andrea Mandalà, Redaktion: Francesca Piscioneri)

















