Die europäischen Aktien haben am Freitag gedämpft eröffnet, einen Tag nachdem die Europäische Zentralbank wie allgemein erwartet die Kreditkosten gesenkt hat. Der Fokus liegt nun auf den US-Arbeitsmarktdaten, um den Zinspfad der Federal Reserve abzuschätzen.

Der kontinentweite STOXX 600 lag um 0723 GMT unverändert bei 524,62 Punkten, konnte aber den ersten Wochengewinn seit drei Jahren verzeichnen.

Die EZB hatte am Donnerstag den Leitzins um 25 Basispunkte gesenkt, die erste Zinssenkung seit 2019, und sich damit ihren Kollegen in Kanada, Schweden und der Schweiz angeschlossen, die ihre Geldpolitik gelockert haben.

Die Zentralbank gab jedoch kaum Hinweise auf den künftigen Zinspfad, was Händler dazu veranlasste, ihre Wetten auf weitere Zinssenkungen zu reduzieren.

Die Aufmerksamkeit der Märkte richtet sich nun auf die wichtigen US-Arbeitsmarktdaten, die im Laufe des Tages veröffentlicht werden und Anzeichen für einen nachlassenden Druck auf dem Arbeitsmarkt zeigen könnten, was die Wetten auf eine Zinssenkung der Fed im September festigen könnte.

Technologiewerte legten den dritten Tag in Folge zu und stiegen um 0,2%. Immobilien führten die sektoralen Verluste an, die durch einen 3,2%igen Rückgang des deutschen Immobilienkonzerns Vonovia aufgrund einer Herabstufung des Ratings durch Morgan Stanley verursacht wurden.

Temenos legten um 1,7% zu, nachdem der Schweizer Bankensoftwarehersteller ein neues Aktienrückkaufprogramm in Höhe von bis zu 200 Millionen Schweizer Franken ($224,92 Millionen) angekündigt hatte. (Berichterstattung von Shristi Achar A in Bengaluru; Bearbeitung durch Janane Venkatraman )