Huawei Technologies unternimmt derzeit Versuche, kleinere Mengen von KI-Chips in den Nahen Osten und nach Südostasien zu exportieren, um sich in Märkten zu etablieren, die bislang vom US-Chipdesigner Nvidia dominiert werden. Das berichtete Bloomberg News am Donnerstag.
Dem Bericht zufolge hat der chinesische Telekommunikationsriese potenzielle Kunden in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien und Thailand angesprochen, um ihnen seine älteren Ascend 910B KI-Chips anzubieten. Dies geht aus Informationen von mit der Angelegenheit vertrauten Personen hervor.
Chinas stärkster Konkurrent zu den führenden US-Chipherstellern bietet diese Chips in niedrigen Tausender-Stückzahlen an, wobei die genaue Menge laut Bericht unklar bleibt.
Bisher wurden noch keine Verträge abgeschlossen, so der Bericht weiter. Parteien in den Vereinigten Arabischen Emiraten hätten bislang kein Interesse gezeigt, während der Stand der Gespräche in Thailand unklar sei.
Vertreter der thailändischen Regierung sowie des Medienbüros der saudischen Regierung reagierten zunächst nicht auf Anfragen von Reuters. Auch Huawei äußerte sich bislang nicht gegenüber Reuters.
Das Unternehmen versucht zudem, Kunden mit Fernzugriff auf CloudMatrix 384 zu gewinnen - ein in China betriebenes KI-System, das auf fortschrittlicheren Huawei-Chips basiert. Diese Chips sind jedoch derzeit aufgrund begrenzter Verfügbarkeit nicht für den Export vorgesehen, heißt es in dem Bericht.
Der Nahe Osten hat sich zu einem boomenden Markt für KI-Chips entwickelt, wobei mehrere US-Technologiekonzerne wie Nvidia bereits Verträge bekannt gegeben haben.
Präsident Donald Trump hatte im Rahmen einer Reise in die Region im Mai Zusagen in Höhe von 600 Milliarden US-Dollar von Saudi-Arabien für US-Unternehmen gesichert.
Huawei konzentriert sich laut Bericht zudem darauf, die fortschrittlicheren 910C-KI-Chips an chinesische Unternehmen zu verkaufen, die keinen Zugang zu den besten amerikanischen Chips haben.
Aufeinanderfolgende US-Regierungen haben versucht, Chinas Zugang zu fortschrittlicher amerikanischer Chiptechnologie einzuschränken, da befürchtet wird, dass diese zur Stärkung des chinesischen Militärs genutzt werden könnte.
,,Mit den aktuellen Exportkontrollen sind wir faktisch aus dem chinesischen Rechenzentrumsmarkt ausgeschlossen, der jetzt ausschließlich von Wettbewerbern wie Huawei bedient wird", sagte ein Nvidia-Sprecher.




















