Energie: Die OPEC+ setzt ihre Strategie einer schrittweisen Produktionsausweitung fort und plant für September eine weitere Anhebung. Dieses Vorgehen könnte im vierten Quartal zu einem Überangebot führen und damit den Preisdruck verstärken. Parallel dazu haben die Internationale Energieagentur (IEA) und die US-Energieinformationsbehörde (EIA) ihre Prognosen angepasst. Die IEA hat ihre globale Nachfrageprognose leicht nach unten korrigiert, während die EIA mit einer geringeren Zunahme der US-Ölförderung rechnet – bedingt durch eine rückläufige Bohrtätigkeit.
Im Hintergrund bleibt die internationale Handelspolitik ein Unsicherheitsfaktor. Donald Trumps erratische Zollpolitik sorgt für anhaltende Nervosität auf dem Ölmarkt. Die Unsicherheit über das globale Wachstum wirkt dämpfend auf die Nachfrageerwartungen – entsprechend schwer tut sich der Ölpreis mit einer nachhaltigen Erholung. Brent notiert aktuell bei 68 US-Dollar je Barrel, das US-Pendant WTI bei etwa 67 US-Dollar.
Metalle: Besonders stark betroffen ist der Kupfermarkt: Die Ankündigung Donald Trumps, Einfuhrzölle von 50 % auf Kupfer zu erheben, sorgte für eine scharfe Reaktion. In den USA schnellten die Futures um rekordverdächtige 17 % nach oben. Im Gegensatz dazu gaben die Preise in London nach – der Spotpreis für die Tonne Kupfer fiel dort auf 9.660 US-Dollar.
Der Goldpreis zeigt sich dagegen stabil oberhalb von 3.300 US-Dollar je Unze. Das Edelmetall profitiert weiterhin von den zunehmenden internationalen Spannungen und dient vielen Investoren als sicherer Hafen.
Agrarrohstoffe: Die Marktteilnehmer blicken gespannt auf die neuen Prognosen des US-Landwirtschaftsministeriums. Erwartet werden sehr gute Ernten, begünstigt durch günstige Wetterbedingungen im Mittleren Westen. Hinzu kommt ein hohes Produktionsniveau in Brasilien – ein Szenario, das die Befürchtung einer Überversorgung auf den Getreidemärkten bestätigt. Die Auswirkungen zeigen sich bei den Preisen: Der Maiskontrakt mit Fälligkeit im September 2025 verliert in Chicago auf 398 Cent je Scheffel, während Weizen sich bei 550 Cent stabilisiert.


















