Südafrikas rohstoffgestützte Währung sowie die Aktienmärkte zeigten sich am Mittwoch schwächer. Im Mittelpunkt des Anlegerinteresses standen die Preise für Edelmetalle, die nach den jüngsten Zollandrohungen von US-Präsident Donald Trump unter Druck geraten waren.

Am Dienstag hatte Trump angekündigt, einen 50-prozentigen Zoll auf Kupferimporte zu erheben. Damit will er die US-Produktion eines Metalls ankurbeln, das für Elektrofahrzeuge, militärische Ausrüstung, Stromnetze und zahlreiche Konsumgüter von zentraler Bedeutung ist.

Um 12:18 Uhr GMT notierte der Rand bei 17,8250 zum US-Dollar und lag damit rund 0,2 % unter dem Schlusskurs vom Dienstag.

Südafrika ist ein bedeutender Produzent von Mineralien und Edelmetallen. Investoren, die auf den Rand setzen, werden - wie auch Anleger anderer rohstoffabhängiger Währungen - die Entwicklungen in Washington aufmerksam verfolgen.

Die Preise für Spot-Gold, Platin, Palladium und Kupfer außerhalb der USA fielen am Mittwoch deutlich.

„Obwohl Südafrika relativ wenig Kupfer produziert und daher nur minimal direkt betroffen ist, würde ein möglicher US-Kupferzoll die rohstoffexportierenden Schwellenländer insgesamt belasten“, sagte Roy Topol, Portfoliomanager bei Cratos Asset Management.

Der Top-40-Index der Börse Johannesburg lag zuletzt 0,2 % im Minus, was zum Teil auf Kursverluste bei Bergbauunternehmen zurückzuführen ist.

Die Aktien der Schwergewichte Anglo American und Glencore verloren jeweils 2 %, was Topol auf deren erhebliche Kupfer-Exponierung zurückführte.

Die Papiere der Goldförderer Harmony Gold und Gold Fields fielen um 1 %.

Zusätzlichen Druck auf den ohnehin risikosensiblen Rand übt Südafrikas Versuch aus, vor Ablauf einer verlängerten Frist am 1. August ein Handelsabkommen mit den USA auszuhandeln. Andernfalls droht dem Land ein 30-prozentiger Zoll auf seine Exporte in die Vereinigten Staaten.

Trump bekräftigte am Dienstag zudem seine Drohung, einen 10-prozentigen Zoll auf die BRICS-Staaten zu erheben, zu denen auch Südafrika gehört.

Südafrikas richtungsweisende Staatsanleihe mit Laufzeit bis 2035 blieb unverändert, die Rendite stieg um einen halben Basispunkt auf 9,9 %.