Zürich (awp) - An der Schweizer Börse geht es am Donnerstag zunächst leicht abwärts. Händler verweisen auf die Vorgaben, die tendenziell etwas belasten. Allerdings seien keine stärkeren Rücksetzer zu erwarten, sind sich Marktteilnehmer einig. Vielmehr dürften fallende Kurse schnell zum Einstieg genutzt werden. "Der zu Grunde liegende Investitionsbedarf ist nach wie vor recht hoch und sollte die Kurse zumindest bis zum Verfall am Freitag in der kommenden Woche stützen", heisst es in einem Kommentar. Zudem seien aktuell immer noch viele Investoren unterinvestiert, was ebenfalls eher für Druck nach oben sorge.

Im Fokus stehen im Handelsverlauf die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in den USA - der letzte Indikator vor dem grossen November-Arbeitsmarktbericht am Freitagnachmittag. Investoren hoffen darauf, dass sich der bisherige Faden dieser Woche mit den bereits veröffentlichten Daten vom Arbeitsmarkt fortsetzt und die lange erwartete Abkühlung Realität wird. Sie hat für das Fed eine hohe Priorität. Auch das kombinierte Rally von Aktien und Anleihen in den letzten Wochen wurde durch Anzeichen einer bevorstehenden sanften Landung unterstützt. Sie würde es der US-Notenbank ermöglichen, im Jahr 2024 mit Zinssenkungen zu beginnen, während das Wachstum positiv bleibt, heisst es etwa bei der UBS.

Der Leitindex SMI verliert gegen 09.15 Uhr 0,22 Prozent auf 10'977,74 Punkte. Der 30 Titel umfassende SLI gibt um 0,33 Prozent nach auf 1729,08 und der breite SPI um 0,24 Prozent auf 14'339,06 Zähler. Im SLI stehen 24 Verlieren sechs Gewinner gegenüber.

Die Kursverluste von 1,4 Prozent bei Swatch und 0,5 Prozent bei Richemont sind einer Branchenstudie der Deutschen Bank geschuldet. 2023 sei ein durchwachsenes Jahr für den Luxussektor, in dem die meisten Titel ihre anfänglichen Gewinne aus dem ersten Quartal wieder abgaben und das Jahr nun leicht rückläufig beenden dürften.

Dagegen sind Sika (+0,2%) nach einer Hochstufung durch JPMorgan im Gewinnerfeld zu finden. Die Gewinnerwartungen für die Bauchemiespezialistin hätten sich auf einem besser erreichbaren Niveau eingependelt.

In den hinteren Reihen geht es für AMS Osram (+1,2%) aufwärts. Dem Sensoren- und Leuchtenherstellers dürfte aus der Kapitalerhöhung ein Bruttoemissionserlös von rund 781 Millionen Franken (808 Mio Euro) zufliessen.

hr/tv