Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt findet zum Wochenstart keine klare Richtung. Laut Händlern sind Investoren wieder vorsichtiger geworden. Dies liege unter anderem daran, dass die Märkte bislang einen starken Lauf im November hatten. Zudem kämen wieder vermehrt Fragen in Bezug auf den möglichen Zeitpunkt und die Geschwindigkeit von Zinssenkungen in den USA und der Eurozone auf. "Die jüngsten Bewegungen bei den Zinserwartungen spiegeln teilweise die aggressiveren Äusserungen von Zentralbankern wider", sagte ein Marktteilnehmer.

Im weiteren Wochenverlauf dürften die hiesigen Märkte vor allem von der Wachstumsdynamik der USA beeinflusst werden. So stehen verschiedene US-Daten diese Woche im Mittelpunkt. "Die Konjunkturentwicklung der grössten Volkswirtschaft wird wohl ein zentraler Faktor sein, der auf die Fed-Zinssitzung Mitte Dezember bedeutenden Einfluss haben wird", so ein Händler. Als leichte Stimmungsbremse werte Händler die weiter strauchelnde Immobilienbranche in China.

Der Leitindex SMI gibt gegen 09.10 Uhr um 0,08 Prozent nach auf 10'870,78 Punkte. Der 30 Titel umfassende SLI verliert 0,09 Prozent auf 1717,98 und der breite SPI 0,12 Prozent auf 14'249,71 Zähler. Im SLI halten sich Gewinner (16) und Verlierer (14) in etwa die Waage.

Grösster Verlierer unter den Blus Chips sind einmal mehr die Aktien von Julius Bär (-1,4%). Die Privatbank versucht, die Wogen zu glätten, die rund um ihr Kreditengagement bei der schlingernden Signa-Holding entstanden sind. Man habe Massnahmen ergriffen, um die Interessen der Bank zu schützen und den Wert der gestellten Sicherheiten zu erhalten. Die Offenlegung sei zwar zu begrüssen, das Risiko aber weiter beträchtlich, heisst es in einen Kommentar der RBC.

Mit einem Plus von 0,8 Prozent sind Logitech-Aktien im frühen Handel der grösste Gewinner, gefolgt von Kühne+Nagel (+0,4%).

Als einer der Nachzügler hat in der zweiten Reihe Aryzta (-6,4%) Zahlen vorgelegt.

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