Zürich (awp) - Die am Vortag eingeläutete Konsolidierung setzt sich an der Schweizer Börse zur Wochenmitte fort. Der Leitindex SMI notiert derzeit mehr als 200 Punkte unter seinem erst vor wenigen Tagen erreichten Jahreshoch jenseits der 12'000er Marke. Händler hatten bereits zu Wochenbeginn gewarnt, dass das bevorstehende Monats-Ende zu einer gewissen Volatilität und angesichts der starken Monatsperformance zu Gewinnmitnahmen führen könnte. Zudem sind Unternehmensnews derzeit Mangelware.

Der Markt befindet sich zwischen dem Ende der Berichtssaison zum ersten Quartal und vor den Zahlen zum Halbjahr. Entsprechend rücken Konjunkturdaten wieder verstärkt in den Vordergrund, vor allem mit der anstehenden Zinsentscheidung der EZB kommende Woche. Während von den europäischen Währungshütern eine erste Senkung erwartet wird, verschieben Marktteilnehmer ihre Prognosen für die US-Notenbank Fed immer weiter nach hinten. Allerdings werden auch die Zinssenkungserwartungen für die EZB in den nächsten Tagen auf eine harte Probe gestellt, heisst es in einem Kommentar. So stehen in Deutschland, Italien und Frankreich sowie der EU bis zum Wochenschluss Konsumentenpreise auf der Agenda. Auch die zum Wochenschluss erwarteten US-Inflationsdaten werfen bereits ihre Schatten voraus.

Der Leitindex SMI verliert um 09.20 Uhr 0,26 Prozent auf 11'824,08 Punkte. Der 30 Titel umfassende SLI fällt um 0,31 Prozent auf 1938,00 und der breit gefasste SPI um 0,29 Prozent auf 15'798,22 Zähler. Im SLI geben 26 Titel nach und nur vier legen zu.

Mit Abgaben zwischen 1,1 und 0,8 Prozent führen Lonza, UBS und Alcon das Verliererfeld an. Alle drei dürften mit ihren bisherigen Avancen in diesem Jahr vereinzelte Investoren zu Gewinnmitnahmen verleiten.

Die übersichtliche Gewinnerliste führen die Aktien der Swiss Re (+0,5%) an. Beim Rückversicherer sorgen eine Hochstufung durch die Experten der HSBC auf "Buy" sowie ein erhöhten Kursziel durch Oddo BHF für einen gewissen Rückenwind.

Roche (GS +0,1%) wiederum gewinnen etwas hinzu, nachdem die US-Zulassungsbehörde FDA mitgeteilt hat, den Zulassungsantrag für ein Brustkrebsmittel beschleunigt zu bearbeiten.

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