Zürich (awp) - Für den Schweizer Aktienmarkt zeichnet sich am Donnerstag eine leicht freundliche Eröffnung ab. Damit ist der Leitindex SMI auf dem Weg zu einem Kursplus von rund 4 Prozent oder gar etwas mehr im November, nachdem er die drei Monate davor jeweils Verluste eingefahren hatte. Die Vorgaben aus Übersee werden derweil als wenig inspirierend eingestuft: Die US-Börsen haben nur wenig verändert geschlossen und in Asien zeichnet sich keine klare Tendenz ab.

In China ist die Stimmung in den Industriebetrieben weiterhin schlecht, wie der gesunkene Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe zeigt. Im Tagesverlauf stehen in Europa und den USA Inflationsdaten auf der Agenda. Nachdem zuletzt vor allem Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen die Kurse getrieben hatten, dürften die neuen Daten genau beäugt werden. Als tendenziell stützend werden auch die Nachrichten aus Nahost gewertet: Die Feuerpause im Gaza-Krieg zwischen Israel und der islamistischen Hamas wird verlängert.

Der von der Bank Julius Bär berechnete vorbörsliche SMI notiert gegen 08.15 Uhr um 0,17 Prozent höher bei 10'822,40 Punkten. Alle 20 SMI-Titel werden mit Gewinnen erwartet.

Das grösste Plus weisen dabei die ABB-Papiere (+1,4%) vorbörslich auf. Der Technologiekonzern will künftig schneller wachsen als bisher. Sowohl mit Blick auf das Umsatzwachstum als auch hinsichtlich der operativen Gewinnmarge hat sich ABB ehrgeizigere Ziele gesetzt als bisher und liegt damit laut ersten Analystenkommentaren etwas über dem Konsens.

Von den SMI-Unternehmen wird zudem noch Sonova (+0,9%) überdurchschnittlich hoch erwartet. Eine Hochstufung durch die Experten von Jefferies auf neu "Buy" sorgt für den nötigen Rückenwind.

Das mit Abstand grösste vorbörsliche Kursplus weisen allerdings die VAT-Aktien aus, die um 2,1 Prozent auf 397,25 Franken höher gestellt werden. Der Vakuumventil-Hersteller beendet wegen einer verbesserten Auftragslage die Kurzarbeit in der Schweiz. Zudem bereitet sich das Unternehmen auf den wieder erwarteten Aufschwung vor. Darüber hinaus haben die Experten von JPMorgan die Aktien auf "Overweight" hochgestuft und als erste ein Kursziel von 500 Franken ausgegeben.

Derweil werden Julius Bär (-0,4%) erneut schwächer erwartet.

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