Zürich (awp) - An der Schweizer Aktienbörse dürften am Freitag zunächst wohl keine dickeren Stricke zerrissen werden. Die Vorgaben aus den USA seien zwar gut, heisst es am Markt. Denn an der Wall Street hatten die Investoren am Vortag wieder mehr Aktien gekauft. Vor allem bei Technologieaktien sorgte einmal mehr das Thema Künstliche Intelligenz (KI) für steigende Kurse. Doch vor dem am Nachmittag anstehenden US-Arbeitsmarktbericht dürften sich die Marktteilnehmer doch eher zurückhalten, heisst es weiter.

Denn die Job-Zahlen gelten als mitbestimmend bei der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed. Diese wird am kommenden Mittwochabend (MEZ) veröffentlicht. Sollten die Zahlen eine Abkühlung des Arbeitsmarktes bestätigen, erhielte die Hoffnung auf bald wieder sinkende Zinsen neue Nahrung. Dagegen könnte ein zu guter Bericht zur Gefahr für die Börse werden, meint ein Experte. Denn dies könnte das Fed dazu veranlassen, die erste Zinssenkung etwas weiter nach hinten zu verschieben. Zuletzt wurden die die Börsen dies- und jenseits des Atlantiks von der Aussicht auf bald wieder sinkende Leitzinsen angetrieben. Ansonsten fehlen die Impulse. Hierzulande ist die Agenda am heutigen Freitag komplett leer.

Der von der Bank Julius Bär berechnete vorbörsliche SMI notiert gegen 08.15 Uhr um 0,21 Prozent höher bei 10'990,94 Punkten. Sämtliche SMI-Werte werden höher gestellt. Die Aufschläge betragen 0,1 Prozent (bei Swisscom) bis 0,7 Prozent (bei Logitech).

Logitech (+0,7% auf 77,10 Fr.) erhalten Unterstützung von der Bank Vontobel, die ihre Kaufempfehlung mit einem auf 89 von 81 Franken erhöhten Kursziel bestätigt hat.

Auf den hinteren Rängen stechen Flughafen Zürich (-1,8%), Landis+Gyr (-1,8%) und Stadler Rail (-1,8%) negativ hervor. Grund dafür dürften Ratingabstufungen und Kurszieländerungen sein. So hat UBS das Rating für den Flughafen Zürich auf "Neutral" von "Buy" gesenkt und das Kursziel reduziert.

JPMorgan hat die Empfehlung für die Aktien von Stadler Rail auf "Underweight" von "Neutral" geändert und das Kursziel auf 30 von 35,50 Franken reduziert. Die Aufträge hätten ihren Höhepunkt erreicht.

Kepler Cheuvreux wiederum hat die Abdeckung für Landis+Gyr mit der Einstufung "Reduce" und einem Kursziel von 70 Franken aufgenommen.

Positiv fallen die Anteile von AMS Osram (+1,5%) auf. Die ZKB hat die Anlageempfehlung auf "Übergewichten" von "Marktgewichten" angehoben. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Refinanzierungsmassnahmen sollten die seit einiger Zeit im Kapitalmarkt vorherrschenden Sorgen bezüglich der Tragfähigkeit des Geschäftsmodells abnehmen, so die Bank.

pre/tv