Zürich (awp) - An der Schweizer Aktienbörse dürften am Dienstag zunächst keine dickeren Stricke zerrissen werden. Erste vorbörsliche Indikationen deuten auf leicht tiefere Kurse hin. Bis zur Veröffentlichung der US-Inflationsdaten um 14.30 Uhr dürften sich die Anleger zurückhalten, heisst es am Markt. Von den Preisdaten erhoffen sich die Marktteilnehmer Aufschluss über die zukünftige Geldpolitik der US-Notenbank Fed. Auch an der Wall Street hatten die Investoren nach dem beeindruckenden Kursrally der vergangenen Monate am Vortag einen Gang zurückgeschaltet. Daher konnten neue Rekordwerte auch nicht ganz gehalten werden.

Experten erwarten einen Rückgang der Inflationsrate im Januar unter die Marke von 3,0 Prozent. Allerdings liegt die Teuerung weiter über der vom Fed anvisierten Zielmarke von zwei Prozent. Die Zahlen dürften "untermauern, was die Fed in den letzten beiden Wochen vehement betont hat: Nämlich, dass noch ein paar weitere Monate guter Daten erforderlich sein könnten, bevor endgültig Entwarnung gegeben werden kann", sagte Devisenexperte Michael Pfister von der Commerzbank. Eine Leitzinssenkung in den USA bereits im März sei daher eher unwahrscheinlich. "Disinflation ist ein Marathon und kein Sprint." Auch hierzulande sorgen heute vor allem die Januar-Inflationszahlen für Interesse. Nachdem die Teuerung im Dezember auf 1,7 von 1,4 Prozent gestiegen war, ist ein weiterer Anstieg zu Beginn des neuen Jahres nicht auszuschliessen.

Der von der Bank Julius Bär vorbörslich berechnete SMI notiert gegen 08.15 Uhr 0,24 Prozent tiefer bei 11'152,76 Punkten. Die Mehrheit der 20 SMI-Werte wird bis zu 0,3 Prozent tiefer indiziert.

Einzig Logitech (-7%) werden noch tiefer gestellt. Auch die im SMIM und im breiten Markt kotierten Technologiewerte AMS Osram (-0,8%), Comet, Inficon (je -0,7%) und U-Blox (-0,6%) werden niedriger erwartet, was wohl auf die am Vortag schwächere US-Börse Nasdaq zurückgehen dürfte.

Gegen den Trend fester gestellt werden Basilea (+1,3%). Das Biopharmaunternehmen hat das Geschäftsjahr 2023 mit einem besseren Ergebnis als erwartet abgeschlossen. Für das bereits laufende Geschäftsjahr stellt die Gesellschaft weiteres Wachstum in Aussicht.

Höher gestellt sind zudem die Aktien des Flughafens Zürich (+0,6%). Nach dem starken Wachstum im letzten Jahr sind die Passagierzahlen am Flughafen Zürich auch zu Beginn des neuen Jahres 2024 in die Höhe geklettert. Die Erholung halte an, heisst es bei Vontobel, die den Titel mit Kursziel 220 Franken zum Kauf empfiehlt.

pre/tv