Zürich (awp) - Für den Schweizer Aktienmarkt zeichnet sich am Montagmorgen ein vorsichtiger Start in die letzte November-Handelswoche ab. Für den zuletzt steten Aufwärtstrend bedeute dies eine kurze Verschnaufpause, meinen Marktteilnehmer. Immerhin ist der Leitindex SMI im November mittlerweile um rund 4,5 Prozent gestiegen. Die Vorgaben aus Übersee werten Händler als eher zurückhaltend. Die Wall Street hat den verkürzten Handel am Freitag leicht tiefer beendet und in Asien geben die Kurse zum Wochenstart überwiegend nach.

Während die chinesischen Märkte einmal mehr durch Immobilienaktien belastet werden, ist die japanische Dienstleistungsinflation auf ein 45-Monats-Hoch gestiegen. In den kommenden Tagen dürften vor allem Konjunkturdaten die Märkte bewegen, da die Berichtssaison bis auf wenige Nachzügler abgeschlossen ist. So dürften Investoren etwa genau auf den von der US-Notenbank Fed favorisierten Inflationsindex schauen. Zuletzt war der Markt vor allem durch die Hoffnung auf Zinssenkungen im kommenden Jahr getragen worden. Daher dürften Investoren bei den erwarteten Wortmeldungen zahlreicher Fed-Redner im Wochenverlauf sehr genau auf Anzeichen hierfür schauen.

Der von der Bank Julius Bär berechnete vorbörsliche SMI notiert gegen 08.15 Uhr um 0,09 Prozent leichter bei 10'870,18 Punkten. Die Vorwoche hatte der Leitindex mit einem Plus von etwas mehr als einem Prozent beendet. Von den 20 Blue Chips werden aktuell alle bis auf Logitech (+0,5%) um 0,1 Prozent tiefer gestellt.

Zu den spannendsten Themen am Morgen gehört Julius Bär (-0,1%). Die Privatbank versucht, die Wogen zu glätten, die rund um ihr Kreditengagement bei der schlingernden Signa-Holding entstanden sind. Man habe Massnahmen ergriffen, um die Interessen der Bank zu schützen und den Wert der gestellten Sicherheiten zu erhalten.

Dass Roche mit einem neuen Test sein Hepatitis-Portfolio in der Diagnostik ausbaut, hat vorbörslich ebenso wenig Auswirkung wie der Abschluss des Options-Treueprogramms beim Luxusgüter-Konzern Richemont.

Als einer der Nachzügler hat in der zweiten Reihe Aryzta (keine vorbörsliche Indikation) Zahlen vorgelegt. Der Bäckereikonzern ist in den Monaten August bis Oktober weiter gewachsen. Dafür waren erneut Preiserhöhungen hauptverantwortlich.

hr/rw