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MÄRKTE USA/Steigende Anleiherenditen bremsen Wall Street

24.02.2021 | 15:54

NEW YORK (Dow Jones)--Zur Wochenmitte geht es an den US-Börsen zunächst wieder abwärts. Erneut gestiegene Anleiherenditen verhindern die erhoffte Erholung der Aktienkurse. Technologiewerte, die schon in den vergangenen Tagen kräftig abverkauft wurden, verzeichnen erneut die höchsten Verluste. Kurz nach Handelsbeginn fällt der Dow-Jones-Index um 0,3 Prozent auf 31.435 Punkte. Der S&P-500 sinkt um 0,5 Prozent. Für den Nasdaq-Composite geht es um 0,9 Prozent abwärts.

Steigende Renditen gelten als negativ für Aktien, weil sie relativ betrachtet an Attraktivität verlieren gegenüber den zudem weniger riskanten Anleihen. Daneben verteuern steigende Zinsen die Kredite der Unternehmen und können im größeren Rahmen die Stabilität der überschuldeten Staatshaushalte gefährden. Vor diesem Hintergrund dürfte ein Auftritt des US-Notenbankpräsidenten Jerome Powell besonders aufmerksam verfolgt werden.

Nachdem Powell am Dienstag vor dem Bankenausschuss des US-Senats gesprochen hat, wird er am Mittwoch dem Finanzdienstleistungsausschuss des Repräsentantenhauses Rede und Antwort stehen. Es wird erwartet, dass Powell im wesentlichen seine Aussagen vom Vortag wiederholen und die Fortsetzung der lockeren Geldpolitik bestätigen wird. In Reaktion auf diese Äußerungen hatten sich die Aktienkurse am Dienstag von ihren Tagestiefs deutlich erholt.

   Zinserhöhungen könnten schon Mitte des Jahres Thema werden 

Das Thema Zinserhöhungen könnte allerdings früher als bislang erwartet wieder akut werden, meint Paul O'Connor, Leiter Multi-Asset-Management bei Janus Henderson Investors. Die steigenden Zinsen seien Ausdruck höherer Inflationserwartungen und verbesserter Aussichten auf eine Erholung der Wirtschaft. Am Markt werde diese Erholung bislang für 2022 eingepreist. Allerdings würden die Wachstumsprognosen für die US-Wirtschaft deutlich erhöht, daher könnte schon Mitte des Jahres die Diskussion über ein Zurückfahren der Anleihekäufe durch die US-Notenbank aufkommen.

An Konjunkturdaten werden kurz nach Handelsbeginn die Neubauverkäufe aus dem Januar veröffentlicht. Geschäftszahlen hat vorbörslich unter anderem Lowe's (-0,5%) vorgelegt. Die Baumarktkette profitierte im vierten Quartal vom Lockdown, der viele Menschen zur Renovierung der eigenen vier Wände veranlasste und dem Unternehmen ein Rekordumsatzwachstum bescherte. Sehr gut kommen die Viertquartalszahlen des Cybersecurity-Unternehmens McAfee (+6,6%) an. Nachbörslich folgen Zahlen von Nvidia, Booking Holdings und L Brands.

Johnson & Johnson (J&J) rücken um 0,8 Prozent vor in Reaktion auf die Nachricht, dass die US-Gesundheitsbehörde den Covid-19-Impfstoff des Pharmaherstellers für sicher hält, weshalb die Zulassung bald erfolgen dürfte. Pluspunkt des Vakzins ist, dass nur eine Impfdosis verabreicht werden muss.

Daneben steht eine Übernahme im Blick: Der Pharmadienstleister Icon kauft für 12 Milliarden Dollar die PRA Health Sciences Inc. Der Kaufpreis je Aktie setzt sich zusammen aus 80 Dollar in bar plus 0,415 eigene Aktie und entspricht einer Prämie von rund 30 Prozent auf den Schlusskurs von PRA am Dienstag. Im vorbörslichen Handel steigen PRA um 20,5 Prozent auf 153,97 Dollar. Icon geben um 5,5 Prozent nach auf 197,11 Dollar.

   Zehnjahresrendite knackt 1,4-Prozent-Marke 

Staatsanleihen werden verkauft, wobei die Zehnjahresrendite erstmals seit gut einem Jahr die Marke von 1,4 Prozent überwindet. Marktteilnehmer vermuten einen Zusammenhang mit der Nachricht zum J&J-Impfstoff, dessen Einsatz eine Öffnung und Erholung der Wirtschaft beschleunigen könnte. Zehnjährige Titel rentieren 7,2 Basispunkte höher mit 1,42 Prozent. Die Rendite 30-jähriger US-Anleihen steigt um 11 Basispunkte auf 2,29 Prozent, auch dies der höchste Stand seit etwas über einem Jahr.

Der Dollarindex klettert um 0,1 Prozent, doch könnte der Greenback nach dem Auftritt des US-Notenbankchefs Jerome Powell etwas nachgeben, vermutet die ING. Die Analysten der niederländischen Bank nehmen an, dass inzwischen mehr Wetten gegen den Dollar abgeschlossen wurden. Powells Bekräftigung der lockeren Geldpolitik vom Dienstag und fehlende Hinweise auf ein Zurückfahren der Anleihekäufe durch die US-Notenbank trotz der Aussichten auf eine Erholung der Wirtschaft sprächen für einen schwächeren Dollar. Powell habe zwar Bedenken wegen des Inflationsdrucks zerstreut, das geplante Konjunkturpaket von US-Präsident Biden werde jedoch die Inflationserwartungen untermauern. In Verbindung mit wenig veränderten Erwartungen an das kurze Ende der Zinskurve dürfte sich für den Dollar ein ungünstiges Realzinsprofil ergeben, meint ING.

Die Ölpreise legen zu und zeigen sich damit unbeeindruckt vom Anstieg der US-Rohölvorräte, den der Branchenverband API am späten Dienstag gemeldet hat. Die Akteure warteten nun auf die offiziellen Daten des US-Energieministeriums am Mittwoch heißt es. Im Vordergrund stünden am Ölmarkt derzeit ohnehin die Erholung der Wirtschaft und der damit voraussichtlich verbundene höhere Ölbedarf.

Der Goldpreis fällt zurück. Das zinslos gehaltene Edelmetall verliert mit den steigenden Anleiherenditen an Attraktivität.

=== 
INDEX                 zuletzt      +/- %     absolut      +/- % YTD 
DJIA                31.435,32      -0,32     -102,03           2,71 
S&P-500              3.861,88      -0,50      -19,49           2,82 
Nasdaq-Comp.        13.339,46      -0,93     -125,74           3,50 
Nasdaq-100          13.021,15      -1,32     -173,56           1,03 
 
US-Anleihen 
Laufzeit              Rendite   Bp zu VT  Rendite VT      +/-Bp YTD 
2 Jahre                  0,13        1,6        0,11            1,2 
5 Jahre                  0,62        5,7        0,57           26,2 
7 Jahre                  1,04        7,3        0,97           39,4 
10 Jahre                 1,42        7,2        1,35           50,2 
30 Jahre                 2,29       11,0        2,18           64,5 
 
DEVISEN               zuletzt      +/- %    Di, 8:39  Di, 17:20 Uhr   % YTD 
EUR/USD                1,2130     -0,16%      1,2155         1,2156   -0,7% 
EUR/JPY                128,64     +0,61%      128,22         127,81   +2,0% 
EUR/CHF                1,1020     +0,22%      1,1013         1,0961   +2,0% 
EUR/GBP                0,8595     -0,15%      0,8574         0,8619   -3,8% 
USD/JPY                106,05     +0,76%      105,49         105,14   +2,7% 
GBP/USD                1,4113     -0,01%      1,4178         1,4104   +3,3% 
USD/CNH (Offshore)     6,4588     -0,01%      6,4613         6,4637   -0,7% 
Bitcoin 
BTC/USD             49.268,25     +1,18%   49.916,75      47.814,25  +69,6% 
 
ROHOEL                zuletzt  VT-Settl.       +/- %        +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex               62,33      61,67       +1,1%           0,66  +28,0% 
Brent/ICE               66,21      65,37       +1,3%           0,84  +28,0% 
 
METALLE               zuletzt     Vortag       +/- %        +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)          1.785,19   1.805,79       -1,1%         -20,61   -5,9% 
Silber (Spot)           27,35      27,73       -1,3%          -0,37   +3,6% 
Platin (Spot)        1.239,90   1.241,98       -0,2%          -2,08  +15,8% 
Kupfer-Future            4,19       4,18       +0,4%          +0,02  +19,2% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/err

(END) Dow Jones Newswires

February 24, 2021 09:53 ET (14:53 GMT)

Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
BOOKING HOLDINGS INC. 0.37%2202.57 verzögerte Kurse.-1.11%
EURO / BRITISH POUND (EUR/GBP) 0.05%0.85605 verzögerte Kurse.-4.32%
EURO / JAPANESE YEN (EUR/JPY) -0.02%130.12 verzögerte Kurse.2.93%
ICON PUBLIC LIMITED COMPANY 4.06%218 verzögerte Kurse.11.81%
JOHNSON & JOHNSON 1.06%171.79 verzögerte Kurse.9.16%
L BRANDS, INC. 1.96%77.85 verzögerte Kurse.109.33%
LOWE'S COMPANIES, INC. 2.07%200.84 verzögerte Kurse.25.13%
MCAFEE CORP. 0.98%26.8 verzögerte Kurse.60.58%
NASDAQ 100 1.15%15111.790895 verzögerte Kurse.15.92%
NVIDIA CORPORATION -0.18%195.58 verzögerte Kurse.49.81%
PRA HEALTH SCIENCES, INC. -1.67%165.21 Schlusskurs.0.00%
S&P GSCI CRUDE OIL INDEX 0.25%395.9222 verzögerte Kurse.48.54%
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