FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Bundesanleihen haben sich am Montag kaum verändert. Der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future sank bis zum späten Nachmittag um 0,03 Prozent auf 133,34 Punkte. Die Rendite der zehnjähriger Bundesanleihen erreichte bei 2,33 Prozent den tiefsten Stand seit Juli.

Bis zuletzt hatten Spekulationen auf perspektivisch fallende Leitzinsen für Zinsdruck an den Anleihemärkten gesorgt. Sowohl seitens der US-Notenbank Fed als auch von der Europäischen Zentralbank (EZB) werden im Laufe des nächsten Jahres erste Zinssenkungen erwartet. US-Notenbankchef Jerome Powell hatte am Freitag allerdings Spekulationen auf eine baldige Lockerung der Geldpolitik zurückgewiesen.

Die am Vormittag veröffentlichten Konjunkturdaten aus der Eurozone bewegten die Anleihen kaum. So hat sich die Wirtschaftsstimmung im Euroraum im Dezember von niedrigem Niveau aus zwar verbessert. Der vom Analyseinstitut Sentix erhobene Konjunkturindikator erholte sich jedoch weniger als erwartet. Von einer Trendwende hin zum Besseren geht Sentix nicht aus. Besonders düster wird die Lage in Deutschland bewertet. Zudem sind in Deutschland die Exporte im Oktober sowohl zum Vormonat als auch zum Vorjahr gesunken. Für etwas Verunsicherung sorgte am Nachmittag laut Händlern die Nachricht, dass EZB-Präsidentin Christine Lagarde positiv auf das Corona-Virus getestet wurde./jsl/jha/