New York (awp) - Ein US-Bundesgericht hat einen ehemaligen Öl- und Gashändler des Energiehandelsunternehmens Vitol wegen Bestechung und Geldwäscherei verurteilt. Der Mann habe Regierungsbeamte in Ecuador und Mexiko geschmiert, um Verträge im Wert von Hunderten von Millionen Dollar für seinen damaligen Arbeitgeber Vitol Inc. zu sichern, teilte das US-Justizministerium DOJ in der Nacht auf Samstag mit.

Der Mann aus dem texanischen Houston habe mehr als 1 Million Dollar an Bestechungsgelder an Beamte von Petroecuador, der staatlichen ecuadorianischen Öl- und Gasgesellschaft, sowie Angestellte einer Tochter des mexikanischen Öl- und Gaskonzerns Pemex gezahlt. Dafür habe er Strohfirmen und Scheinrechnungen benutzt, schrieb das DOJ.

Dem Mann drohe nun eine Höchststrafe von fünf Jahren Gefängnis in jedem der Korruptionsanklagepunkte und 20 Jahren Gefängnis in Anklagpunkt der Geldwäscherei. Ein Bundesrichter werde das Strafmass festlegen, schrieb das US-Justizministerium.

Zudem haben sich sieben Mitverschwörer für ihre Rolle in dem Komplott schuldig bekannt und warten nun auf ihre Verurteilung. Diese Personen haben sich bereit erklärt, mehr als 63 Millionen Dollar Entschädigung zu bezahlen, wie das DOJ weiter schrieb.

Der Ölhandelskonzern Vitol selber hatte im Dezember 2020 zugegeben, Beamte in Ecuador, Mexiko und Brasilien bestochen zu haben. Dafür musste das Unternehmen eine Busse von 135 Millionen US-Dollar bezahlen.

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