NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro ist am Donnerstag im US-Handel über 1,03 Dollar geblieben. Zuletzt notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,0317 US-Dollar. Im europäischen Vormittagsgeschäft war der Euro noch unter 1,03 Dollar gefallen, anschließend aber bis auf 1,0364 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,0338 (Mittwoch: 1,0252) Dollar festgesetzt, der Dollar damit 0,9673 (0,9754) Euro gekostet.

Bereits am Vortag hatte ein unerwartet starker Rückgang der Inflation in den USA den Dollar belastet. Die US-Inflationsrate war im Juli von zuvor 9,1 Prozent auf 8,5 Prozent gesunken. "Die gestrigen Daten machten Hoffnung, dass der Inflationshöhepunkt erreicht ist, und die Fed weniger scharf die Zinsen anheben muss, um die Inflation unter Kontrolle zu halten", kommentierten die Experten der Commerzbank. "Das belastet den Dollar."

Die am Donnerstag veröffentlichten Daten zu den Erzeugerpreisen bestätigten das Bild eines nachlassenden Preisdrucks in den USA. Der Anstieg der Jahresrate der Erzeugerpreise schwächte sich im Juli stärker als erwartet ab. Im Vergleich zum Vormonat fielen die Preise, die Hersteller für ihre Waren erhalten, sogar um 0,5 Prozent. Dies ist der erste Rückgang seit April 2020 - also zu Beginn der Corona-Pandemie. Die Erzeugerpreise beeinflussen die Verbraucherpreise, an denen die US-Notenbank Fed ihre Geldpolitik ausrichtet./jsl/he/ajx/he