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Europawahl 2019 – Die französische Investmentalternative

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20.04.2019 | 08:29

Der französische Präsident Emmanuel Macron ist der Darling der Pro-Europäer. Rund um seine Person und die von ihm ins Leben gerufene Bewegung „La République en Marche“ ist im Vorfeld der französischen Parlamentswahlen 2017 ein riesiger Hype entstanden. Einen solchen wird er vor der Europawahl 2019 nicht noch einmal entfachen können, allerdings scheint er dafür prädestiniert zu sein, in das Machtvakuum zu stoßen, das Angela Merkel in der europäischen Politik hinterlassen wird. Vorausgesetzt natürlich, er übersteht die noch immer anhaltenden Gelbwesten-Proteste. Auch deshalb sollten Anleger nach Frankreich-Investments Ausschau halten.

Der neue starke Mann Europas

In den vergangenen Jahren sind europaweit einige populistische Parteien an die Macht gekommen, die eine weitere europäische Integration ablehnen und diese in vielen Fällen zurückdrehen wollen. Solche Parteien stellen verstärkt nationale Interessen in den Vordergrund und gefährden letztlich die über die Jahre gefestigten Strukturen innerhalb der Europäischen Union (EU) und dem gemeinsamen europäischen Währungsraum. Umso mehr dürften sich diejenigen, die sich einen noch stärkeren Zusammenschluss der europäischen Völker unter dem Dach der EU wünschen gejubelt haben, als sich Emmanuel Jean-Michel Frédéric Macron bei den im Frühjahr 2017 in Frankreich abgehaltenen Präsidentschaftswahlen durchsetzen konnte.

Macron ist seit dem 14. Mai 2017 Staatspräsident von Frankreich. Nachdem sich Bundeskanzlerin Angela Merkel von der CDU-Spitze zurückgezogen und zudem angekündigt hatte, sich nach 2021 sogar ganz aus der Politik zu verabschieden, ist zu erwarten, dass Macron die neue bestimmende Figur in der europäischen Politik sein wird. Nach überstandenen Gelbwesten-Protesten natürlich. Noch mehr, als er es jetzt schon ist. Schon zu Beginn seiner Amtszeit wartete er mit einer Initiative für Europa auf. Mit deren Hilfe soll die EU noch handlungsfähiger werden, um die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen besser angehen zu können. Derzeit gehören die Immigration, der internationale Handel und die Verteidigung dazu. Auch wenn Macron selbst und seine Partei im Vergleich zu den Präsidentschaftswahlen unter anderem aufgrund einer Arbeitsmarktreform in der Gunst der Bevölkerung Frankreichs gefallen sind, war es der von Macron ins Leben gerufenen Bewegung „La République en Marche“ lange Zeit gelungen, für Aufbruchstimmung zu sorgen. Davon sollte noch etwas übrig sein.

Bildquelle: Pixabay / Free-Photos

Schmerzhafte Reformen

Die französische Politik hat unter anderem wegen dieser Aufbruchstimmung erkannt, dass wichtige Reformen notwendig sind und jetzt die Chance da sein sollte, diese umzusetzen. Die Wirtschaft soll wieder in Schwung gebracht werden, nachdem man viele Jahre etwas neidisch auf das dynamischere Wachstum in Deutschland blicken musste. Aufgrund der Spannungen im weltweiten Handel musste die EU-Kommission zuletzt die Wachstumsaussichten senken. Während die Pariser Regierung auf sich allein gestellt in den internationalen Handelskonflikten relativ wenig erreichen kann, kann sie die heimische Wirtschaft mit Reformen in Schwung bringen. Allerdings ist es nicht einfach diese zu verabschieden, wenn die Parteien im Vorfeld der Europawahl 2019 auf Stimmenfang bei den Wählern gehen.

Zwischen dem 23. und 26. Mai 2019 finden die Wahlen statt. In Deutschland und in Frankreich wird am 26. Mai gewählt. Aus Deutschland ziehen erneut 96 Europaabgeordnete ins Europäische Parlament ein, während Frankreich 79 Abgeordnete und damit fünf Parlamentarier mehr als noch im alten Europäischen Parlament stellen wird. Besonders interessant: Im Anschluss an die Europawahl 2014 wurde erstmalig der Präsident der Europäischen Kommission vom Europäischen Parlament gewählt, was eine Aufwertung bedeutete. Neben dem Brexit ist die Europawahl das Großereignis in der europäischen Politik schlechthin in diesem Jahr. 2018 konnten wir aufgrund des chinesisch-amerikanischen Handelsstreits, der Unstimmigkeiten zwischen Brüssel und Rom über die italienische Schuldenpolitik oder der Brexit-Verhandlungen sehen, wie sehr die Politik die Börsen beeinflussen kann. Obwohl es heißt, dass politische Börsen kurze Beine haben und die Politik nur einen kurzfristigen Einfluss auf die Kursbewegungen hat, kann dieser Einfluss manchmal sehr intensiv sein. Wie intensiv dieser im Fall der Europawahl 2019 sein wird, erfahren Anleger in wenigen Wochen.

Bildquelle: Pixabay / hpgruesen

In Frankreich tut sich einiges

Ob Emmanuel Macron und seine Bewegung „La République en Marche“ eine ähnliche Euphorie wie rund um die 2017er-Präsidentschaftswahlen erzeugen können, darf bezweifelt werden. Europawahlen zeichnen sich häufig dadurch aus, dass die Wahlbeteiligung relativ gering ist. 2014 lag diese bei 42,6 Prozent, in Deutschland immerhin noch bei 48,1 Prozent. Zudem wird die Gelegenheit von unzufriedenen Wählern gerne genutzt, um der Regierung einen Denkzettel zu verpassen. Auch wenn ein solcher erfolgen sollte, sind die von Macron angestoßenen Reformen wichtig. Zum Beispiel versucht er die starren Strukturen am französischen Arbeitsmarkt aufzubrechen und liefert sich einen erbitterten Kampf gegen die in dem Land traditionell sehr starken Gewerkschaften. Zuletzt kamen die Gelbwesten-Proteste hinzu. Mittel- bis langfristig könnte Frankreich von den Reformen profitieren, auch wenn sie Macron politisch schaden sollten. Auch an den Finanzmärkten hat man längst vernommen, dass sich in Frankreich einiges bewegt. Entsprechend dürften auch französische Unternehmen als Investment interessanter geworden sein. Allerdings ist es für einzelne Privatanleger nicht immer einfach, sich ein passendes Portfolio zusammenzustellen. Die Einzeltitelauswahl sollte man Experten überlassen.

Die Solactive AG hat dazu den entsprechenden Index zusammengestellt. Der Solactive French Election Basket Index wurde bereits Anfang April 2017 aufgelegt. Er enthält acht Aktien aus Frankreich. Der Zertifikateanbieter Morgan Stanley hat ihn mithilfe verschiedener Hebelprodukte wie Mini Futures und Faktorzertifikate investierbar gemacht. Zu diesen Produkten gehört beispielsweise der Schein mit der Wertpapierkennnummer WKN: MF160D. Mit seiner Hilfe hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an steigenden Kursen des zugrundeliegenden Index zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an fallenden Kursen des zugrundeliegenden Index teil. Erreicht oder unterschreitet der Index-Stand bei fortlaufender Beobachtung während des Beobachtungszeitraums die Stop Loss Barriere, wird das Produkt automatisch beendet und der Rückzahlungsbetrag ermittelt. Der zugrundeliegende Korb aus Aktien besteht aus acht Werten. Neben dem Telekommunikationsanbieter Orange (WKN: 906849 / ISIN: FR0000133308), Europas größter Baukonzern Vinci (WKN: 867475 / ISIN: FR0000125486) und den Banken Natixis (WKN: 853760 / ISIN: FR0000120685), BNP Paribas (WKN: 722734 / ISIN: US05565A2024) sowie Crédit Agricole (WKN: 982285 / ISIN: FR0000045072) sind auch die drei größten Immobilienkonzerne des Landes Bestandteil des Index. Unter diesen Werten dürfte es im Vorfeld der Europawahl 2019 besonders spannend zugehen.

Bildquelle: Pixabay / hpgruesen

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