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CORONA-BLOG/Britische Behörde: mildere Krankheitsverläufe bei Omikron

23.12.2021 | 19:52

Die aktuellen Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie in kompakter Form:

Auch britische Gesundheitsbehörde sieht mildere Krankheitsverläufe bei Omikron 

Nach ersten Studien haben nun auch Erhebungen der britischen Gesundheitsbehörde UKHSA ergeben, dass Omikron offenbar deutlich milderere Krankheitsverläufe auslöst als bisherige Varianten des Coronavirus. Das Risiko, nach einer Infektion ins Krankenhaus eingeliefert werden zu müssen, sei bei Omikron 50 bis 70 Prozent geringer als bei der zuvor im Königreich dominierenden Delta-Variante. Sie UKHSA warnte zugleich vor voreiligen Schlussfolgerungen, weil bisher erst wenige Daten vorlägen. Das Risiko auf der Intensivstation zu landen, ist den Zahlen zufolge bei Omikron zwischen 31 und 45 Prozent geringer als bei einer Delta-Infektion. Die vorläufigen Studienergebnisse bestätigten frühere Erkenntnisse aus Südafrika. Experten warnen allerdings wegen der hohen Ansteckungsrate bei Omikron vor zu großem Optimismus.

Großbritannien registriert neuen Höchstwert von fast 120.000 Corona-Fällen 

Großbritannien hat einen neuen Höchstwert von fast 120.000 Corona-Ansteckungen binnen 24 Stunden registriert. Nachdem am Mittwoch zum ersten Mal seit Pandemiebeginn die Schwelle von 100.000 Fällen überschritten worden war, meldeten die britischen Gesundheitsbehörden am Donnerstag 119.789 Neuinfektionen. Binnen einer Woche stieg die Zahl der Fälle um mehr als 50 Prozent. Insbesondere in London zeichnete sich ein starker Anstieg der Krankenhauseinweisungen ab. Die Regionalregierungen von Wales, Nordirland und Schottland haben angesichts der deutlich ansteckenderen Omikron-Variante des Coronavirus bereits eine Verschärfung der Maßnahmen angekündigt. England hält sich damit bislang zurück. Gesundheitsminister Sajid Javid erklärte in einem TV-Interview, dass die Regierung keine weiteren Einschränkungen vor Weihnachten plane.

Dänemark verschärft Einreiseregeln wegen Omikron-Variante 

Angesichts der rasanten Verbreitung der Omikron-Variante hat Dänemark seine Einreiseregeln verschärft. Ab dem 27. Dezember müssen selbst Geimpfte bei der Einreise einen negativen Corona-Test vorlegen, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Dänische Staatsbürger und Menschen mit einem festen Wohnsitz in dem Land können den Test bis zu 24 Stunden nach ihrer Einreise nachholen. Für Kinder und Genesene gilt die neue Maßnahme nicht. Alle anderen Reisenden müssen bei der Einreise entweder einen negativen PCR-Test vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden ist, oder einen negativen Antigen-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist. Diese Maßnahme bleibe mindestens bis zum 17. Januar in Kraft.

Erste Unternehmen berichten von Engpässen bei Corona-Selbsttests 

Erste Unternehmen in Deutschland berichten davon, dass sich die Beschaffung von Corona-Selbsttests zunehmend schwieriger gestaltet. Das zeigt eine Handelsblatt-Umfrage unter ausgewählten Konzernen. "Wir beobachten, dass sich die Verfügbarkeit von Selbsttests am Markt verschlechtert hat", sagte Eon in einer Handelsblatt-Umfrage unter ausgewählten Konzern. Auch Beiersdorf teilte mit, die Beschaffung sei schwieriger geworden, der Vorrat reiche aber auf absehbare Zeit aus. Ähnlich habe sich Puma geäußert. Die meisten der befragten Firmen hätten sich hingegen weniger besorgt gezeigt: Henkel, Symrise, Jungheinrich, RWE und die Deutsche Börse ließen wissen, sie seien aktuell nicht von einer Knappheit an Tests betroffen. Der Bedarf nach Coronatestkits ist in den Unternehmen groß. Betriebe dürfen nur Geimpfte, Genesene oder Negativ-Getestete (3G) aufs Gelände lassen.

RKI stuft beliebte Reiseländer als Hochrisikogebiete ein 

Kurz vor Weihnachten hat das Robert-Koch-Institut (RKI) mehrere Länder neu als Corona-Hochrisikogebiete eingestuft - darunter auch beliebte Ferienziele. Auf der am Donnerstag veröffentlichten Liste stehen nun auch Spanien inklusive der Balearen und Portugal einschließlich Madeira und der Azoren. Ebenfalls als Hochrisikogebet eingestuft sind nun die USA, Zypern, Finnland und Monaco. Die Einstufung hat vor allem für ungeimpfte Reisende Auswirkungen: Sie müssen bei der Einreise aus einem Hochrisikoland nach Deutschland zehn Tage in Quarantäne. Nach fünf Tagen können sie sich allerdings durch ein negatives Testergebnis "freitesten". Für geimpfte und genesene Reisende entfällt die Quarantänepflicht.

Mutmaßlich erster Todesfall im Zusammenhang mit Omikron-Infektion in Deutschland 

In Deutschland ist erstmal ein Todesfall nach einer mutmaßlichen Infektion mit der Omikron-Variante des Coronavirus gemeldet worden. Das geht aus dem am Donnerstag vom Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlichten Tagesbericht hervor. Demnach starb ein Patient oder eine Patientin im Alter zwischen 60 und 79 Jahren, bei dem oder der eine Ansteckung mit Omikron nachgewiesen oder aufgrund eines variantenspezifischen PCR-Tests vermutet wurde. Weitere Einzelheiten gingen aus der Übersicht, die den Datenstand bis Mittwoch wiedergibt, nicht hervor. Die Zahl der bekannten Omikron-Fälle lag demnach bei 3.198, 25 Prozent oder 810 mehr gegenüber dem Vortag. Davon wurden 48 in Krankenhäusern behandelt. Der erste Omikron-Fall in Deutschland wurde vor knapp einem Monat am 26. November bei einem Südafrika-Rückreisenden in Hessen nachgewiesen. Der Tagesbericht basiert auf den übermittelten Meldefällen. Dabei handelt es sich um Omikron-Infektionen, die durch Genomsequenzierung sicher bestätigt wurden, oder Verdachtsfälle, bei denen eine positive Laboranalyse mit einem variantenspezifischen PCR-Test vorlag.

Patientenschützer Brysch warnt vor Mangel und Mängeln bei Schnelltests 

Angesichts der sich ausbreitenden Omikron-Variante und der anstehenden Feiertage werden Warnungen vor einer knappen Verfügbarkeit von verlässlichen Schnelltests laut. "Mangel und Mängel herrschen bei den Antigen-Schnelltests. Bei Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit gibt es keine Sicherheit für den Verbraucher", sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, dem Handelsblatt. "In der sich jetzt auftürmenden Omikron-Welle ist das fatal." Aktuell seien rund 600 Schnelltests am Markt, davon seien allerdings nicht einmal die Hälfte durch das Paul-Ehrlich-Institut geprüft. "Die Mehrzahl ist entweder nicht getestet oder nicht zuverlässig", sagte Brysch. Es sei deswegen längst überfällig, dass Schnelltests in die höchste Klassifizierung der Medizinprodukte eingeordnet werden. "Herstellerangaben reichen da nicht aus." Auch die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen warnt vor einem Mangel. "Dass Corona-Tests zur Eigenanwendung aktuell vielerorts nicht vorrätig sind oder mitunter ein Vielfaches der bislang üblichen Preise kosten, ist für Verbraucherinnen und Verbraucher gerade jetzt besonders ärgerlich", sagte der Gesundheitsexperte Arne Weinberg dem Handelsblatt.

Katalonien führt als erste Region Spaniens wieder nächtliche Ausgangssperre ein 

Angesichts der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante führt Katalonien als erste spanische Region kurz vor Weihnachten wieder eine nächtliche Ausgangssperre ein. Diese gilt bereits ab Freitagnacht zwischen 01.00 Uhr und 06.00 Uhr in allen Städten mit über 10.000 Einwohnern, in denen die Siebentages-Inzidenz bei über 250 Infektionsfällen pro 100.000 Einwohner liegt. Kataloniens Oberstes Gericht hatte die Maßnahme zuvor ausdrücklich genehmigt. Sie trifft auf fast alle Städte zu. Darüberhinaus müssen Kataloniens Diskotheken wieder schließen, Restaurants dürfen nur die Hälfte der Gäste bewirten, die Auslastung von Fitnessstudios und Theatern wird auf 70 Prozent begrenzt. Die neuen Schutzmaßnahmen gelten zunächst für eine Frist von 15 Tagen.

Supreme Court prüft Anfang Januar Impfvorgaben für US-Angestellte 

Der Oberste Gerichtshof der USA wird sich Anfang kommenden Jahres mit den Corona-Impfvorgaben der Regierung von Präsident Joe Biden für Millionen Beschäftigte befassen. Der Supreme Court setzte für den 7. Januar eine Sonderanhörung an. Konkret wird es dabei um zwei Regierungsvorgaben gehen: Eine Impf- oder Testpflicht für Mitarbeiter von Unternehmen mit mehr als 100 Angestellten und eine Impfpflicht für Mitarbeiter von Pflegeheimen und Krankenhäusern, die über die staatlichen Krankenkassen Medicare und Medicaid versicherte Patienten behandeln. Beide Maßnahmen sollen am 4. Januar in Kraft treten, haben aber zu Klagen unter anderem von konservativ regierten Bundesstaaten geführt. Die Kläger argumentieren, die Bundesbehörden überschritten damit ihre Befugnisse.

Kontakt zu den Autoren: konjunktur.de@dowjones.com

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December 23, 2021 13:51 ET (18:51 GMT)

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