US DOLLAR / RUSSIAN ROUBLE (USD/RUB)

Verzögert  -  24/05 20:26:56
56.3750 RUB   -3.76%
22:09WDH/Schröder verzichtet auf Nominierung für Gazprom-Aufsichtsrat
DP
21:19GESAMT-Ukraine fordert mehr Waffen - Schröder verzichtet auf Posten
DP
18:53ORBAN : Schnelle Einigung auf Öl-Embargo unwahrscheinlich
DP
ÜbersichtKurseChartsNewsDerivate 
ÜbersichtAlle NewsAndere SprachenMarketScreener Analysen

Westen warnt Russland vor Angriff auf Ukraine - Gespräche in Paris

26.01.2022 | 07:59

(neu: Reaktion von Biden eingefügt)

PARIS (dpa-AFX) - Angesichts der angespannten Lage im Ukraine-Konflikt haben Deutschland, Frankreich und die USA Moskau vor einem Angriff gewarnt. US-Präsident Joe Biden drohte erstmals damit, im Falle eines russischen Einmarsches in die Ukraine Sanktionen direkt gegen Präsident Wladimir Putin zu verhängen. "Das kann ich mir vorstellen", antwortete Biden am Dienstag (Ortszeit) auf die Frage einer Reporterin. Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron warnte für den Fall einer Aggression: "Der Preis wäre sehr hoch." Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sagte, man erwarte von Russland eindeutige Schritte, die zu einer Deeskalation beitrügen.

Schritte in Richtung Entspannung könnte ein Treffen zwischen Russland und der Ukraine am Mittwoch in Paris bringen. Erstmals seit Beginn der aktuellen Spannungen kommen dort offizielle Vertreter beider Konfliktländer zusammen. Auch Deutschland und Frankreich sollen an den Gesprächen auf Beraterebene im sogenannten Normandie-Format teilnehmen. Sie vermitteln in dem Konflikt.

In den Gesprächen in Paris soll es Élyséekreisen zufolge um humanitäre Maßnahmen und Zukunftsüberlegungen der Ukraine gehen. Außerdem wolle man ein Datum finden, an dem die Ukraine mit den kremltreuen Separatisten über einen Sonderstatus für die Region Donbass verhandelt. Die Ukraine lehnte dies bisher offiziell ab. Sie sieht Moskau und nicht die Separatisten als Verhandlungspartner.

Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte nach Angaben der Staatsagentur Tass, der Vizechef der Präsidialverwaltung, Dmitri Kosak, werde bei dem Gespräch in Paris Russlands Sorge zur Situation an der Frontlinie in der Ostukraine zur Sprache bringen. Moskau wirft der Regierung im Nachbarland Ukraine vor, den 2015 unter Vermittlung Deutschlands und Frankreichs ausgehandelten Friedensplan nicht umzusetzen.

Der ukrainische Unterhändler Andrij Jermak machte aber bereits deutlich: "Wir werden die Minsker Vereinbarungen ausschließlich im ukrainischen Interesse umsetzen." Der Chef des Präsidentenbüros zeigte sich aber im ukrainischen Fernsehen grundsätzlich erfreut, dass es wieder zu einem Treffen in diesem Format kommt.

Nach Einschätzung des ukrainischen Außenministers Dmytro Kuleba ist im Konflikt mit Russland nun alles möglich. "Wir befinden uns buchstäblich in einer Situation, in der alles passieren kann", sagte Kuleba am Dienstag im Interview mit dem Sender CNN. Er könne nicht die Gedanken des russischen Präsidenten Wladimir Putin lesen. "Wenn Russland bereit ist, ohne Hintergedanken zu handeln, besteht die Möglichkeit, den Verhandlungsraum zu verlassen und zu sagen, dass wir eine Vereinbarung getroffen haben." Kuleba betonte zugleich, dass sein Land in dem Konflikt nicht einfach den Anweisungen einer Großmacht folgen werde.

Der Konflikt im Osten der Ukraine schwelt schon seit 2014. Der im belarussischen Minsk ausgehandelte Friedensplan liegt auf Eis. Nach UN-Schätzungen sind bei Kämpfen zwischen ukrainischen Regierungstruppen und kremltreuen Separatisten in der ukrainischen Region Donbass mehr als 14 000 Menschen getötet worden. Das letzte Treffen im Normandie-Format auf Spitzenebene gab es Ende 2019. Auf Beraterebene gab es zuletzt Anfang Januar zwei Treffen, allerdings getrennt mit der Ukraine und mit Russland.

Obwohl die Ergebnisse des Formats bisher hinter den Erwartungen zurückblieben, verteidigte Macron die Ebene als einziges politisches Format, und sagte, es sei wichtig, in diesem Rahmen weiterzumachen. Am Freitag will Macron, der auf einen kontinuierlichen Dialog mit Russland setzt, seinem Kollegen Wladimir Putin in einem Telefonat einen Weg der Deeskalation vorschlagen.

Angesichts eines massiven russischen Truppenaufmarsches in der Nähe der Ukraine wird im Westen befürchtet, dass der Kreml einen Einmarsch in das Nachbarland planen könnte, was Moskau dementiert. Für möglich wird allerdings auch gehalten, dass nur Ängste geschürt werden sollen, um die Nato-Staaten zu Zugeständnissen bei Forderungen nach neuen Sicherheitsgarantien zu bewegen.

Als Reaktion auf die sich weiter verschärfenden Spannungen hatten mehrere Nato-Mitgliedsländer Schiffe und Militärflugzeuge zu Wochenbeginn in Richtung Osten geschickt. Das hat der Kreml scharf kritisiert. Russlands Armee hat zugleich mehrere Manöver gemeldet. Die Nordflotte kündigte in der Nacht zum Mittwoch nach Angaben der Agentur Interfax Manöver in der Arktis an mit bis zu 1200 Soldaten. Daran beteiligen sich U-Boote, 20 Flugzeuge und bis zu 30 Schiffe./rbo/DP/eas


© dpa-AFX 2022
Alle Nachrichten zu US DOLLAR / RUSSIAN ROUBLE (USD/RUB)
22:09WDH/Schröder verzichtet auf Nominierung für Gazprom-Aufsichtsrat
DP
21:19GESAMT-Ukraine fordert mehr Waffen - Schröder verzichtet auf Posten
DP
18:53ORBAN : Schnelle Einigung auf Öl-Embargo unwahrscheinlich
DP
15:51Chanel könnte die Käufe im Rahmen der Exklusivitätsoffensive stärker einschränken
MR
14:53Qatar Investment Authority kann den russischen Markt nicht verlassen
MR
13:32Russischer Rubel zum ersten Mal seit vier Jahren über 57 zum Dollar
MR
13:30Deutsche Möbelexporte wuchsen im 1. Quartal deutlich
DP
12:37Globale Elektroauto-Verkäufe verdoppeln sich 2021 und bleiben 2022 stark, berichtet die..
MT
12:26Ölpreise sinken leicht
AW
12:17DEUTSCHER CHEMIEVERBAND : Perspektiven zunehmend düster - weiter keine Prognose
AW
Mehr Nachrichten, Analysen und Empfehlungen
News auf Englisch zu US DOLLAR / RUSSIAN ROUBLE (USD/RUB)
19:17Russia to complete May oil loading plan from Baltic ports in full -traders, Reuters cal..
RE
19:01Italy's Autogrill to sell its operations in Russia
RE
18:58Factbox-Global banks pay price of Russia retreat
RE
17:32Potash Prices May Suffer from Potential Deal to Allow Shipments From Russian and Belaru..
MT
16:10UK Energy Price Cap Could Soar 42% to GBP2,800, Regulator Says
DJ
16:05Indian April crude processing rises as cheap Russia oil boosts returns
RE
15:51Chanel may limit purchases more in exclusivity drive
RE
15:50North America lumber supply strain to flare up on Russia timber ban
RE
15:50Senior Russian lawmaker questions need to service foreign debt
RE
14:53Qatar Investment Authority cannot exit Russian market
RE
Mehr Nachrichten, Analysen und Empfehlungen auf Englisch
Chart US DOLLAR / RUSSIAN ROUBLE (USD/RUB)
Dauer : Zeitraum :
US Dollar / Russian Rouble (USD/RUB) : Chartanalyse US Dollar / Russian Rouble (USD/RUB) | MarketScreener
Vollbild-Chart
Chartanalyse-Trends US DOLLAR / RUSSIAN ROUBLE (USD/RUB)
KurzfristigMittelfristigLangfristig
TrendsFallendFallendFallend