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Furcht vor Lockdown schlägt Anleger in die Flucht

28.10.2020 | 11:59
FILE PHOTO: Bull and bear statues are pictured outside Frankfurt's stock exchange

Frankfurt (Reuters) - Die Angst vor einem Abwürgen der Wirtschaft durch harte Einschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie lässt Anleger an Europas Börsen Reißaus nehmen.

"Die Investoren haben derzeit keinen Strohhalm, an den sie sich klammern können", sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. Weder stünden weitere kräftige Konjunkturspritzen, noch ein Impf- oder Wirkstoff derzeit in Aussicht. Der Dax rauschte am Mittwoch 2,8 Prozent nach unten auf 11.731 Punkte und fiel damit auf den niedrigsten Stand seit viereinhalb Monaten. Der EuroStoxx50 gab 2,5 Prozent auf 2995 Zähler nach.

"Dass ein zweiter Lockdown in Deutschland kommen wird, steht so gut wie fest", sagte Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets. Wegen der ungebremst steigenden Infektionszahlen plant die Bundesregierung drastische Einschränkungen für den gesamten kommenden Monat. Ab 4. November sollen Gastronomie sowie alle Freizeit- und Sporteinrichtungen schließen, wie aus einer Reuters vorliegenden Vorlage des Bundes für den Krisen-Gipfel von Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten im Tagesverlauf hervorgeht. Zudem sollen Kontakte massiv beschränkt werden.

"Was da diskutiert wird, sieht nicht besonders light aus, sondern ist schon ziemlich heavy", sagte der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeber-Spitzenverbandes BDA, Steffen Kampeter, im Deutschlandfunk. Die Wirtschaft warnt bereits vor den Folgen neuer Einschnitte. Die zweite Corona-Welle droht dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) zufolge die Erholung der Konjunktur abzuwürgen. Ökonomen schließen selbst einen Rückfall der deutschen Wirtschaft in die Rezession nicht mehr aus. In Frankreich erwägt die Regierung einem Medienbericht zufolge einen einmonatigen Lockdown, der bereits ab Donnerstag greifen könnte.

ANLEIHEN UND BITCOINS GEFRAGT

Angesichts der grassierenden Unsicherheit geriet der Euro unter Druck. Die Gemeinschaftswährung gab gegenüber dem Dollar um 0,4 Prozent auf 1,1746 Dollar nach. Gefragt waren dagegen "sichere Häfen" wie Bundesanleihen. Dies drückte die Rendite der zehnjährigen Titel auf minus 0,641 Prozent und damit den niedrigsten Stand seit Mitte März. Auch Bitcoins setzten ihren Höhenflug fort. Der Kurs zog knapp ein Prozent auf 13.696,50 Dollar an. Damit hat sich der Wert allein im Oktober um rund ein Viertel erhöht. "Die jungen Generationen, die auch durch die Pandemie weltweit millionenfach an die Börse strömten, scheinen den Bitcoin gegenüber dem Gold zu bevorzugen", erläuterte Analyst Stanzl.

Selbst überraschend ermutigende Firmenbilanzen konnten dem Verkaufsdruck lange nichts entgegensetzen. So fielen die Aktien der Deutschen Bank trotz eines unterwarteten Quartalsgewinns in der Spitze 5,1 Prozent auf ein Zwei-Wochen-Tief von 7,51 Euro. Erst im Handelsverlauf berappelte sich die Aktie und zog zwei Prozent an. Zu den wenigen Kursgewinnern gehörte Delivery Hero. Aktien des Essenslieferdienstes legten nach einem Umsatzsprung mehr als vier Prozent zu.

Dagegen kam der Autosektor angesichts der Angst vor neuen Einschränkungen unter die Räder. Der europäische Branchenindex fiel um bis zu 4,7 Prozent auf den tiefsten Stand seit knapp fünf Wochen. Zu den stärksten Verlierern zählten französische Hersteller und Zulieferer: Valeo, Renault und Faurecia fielen um bis zu sieben Prozent. Im Dax gaben Daimler, BMW und VW zwischen vier und knapp fünf Prozent ab.

Der drohende Nachfrage-Rückgang infolge der Pandemie setzte auch dem Ölpreis zu. Die Nordseesorte Brent verbilligte sich um drei Prozent auf 39,94 Dollar je Barrel (159 Liter).


© Reuters 2020
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