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Weinernte von guter Qualität - Coronavirus hinterlässt Spuren

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26.09.2020 | 14:40

Bern (awp/sda) - Die Weinernte verspricht dieses Jahr in der Westschweiz Trauben von guter Qualität, allerdings sind die Mengen geringer als in anderen Jahren. Die Coronavirus-Krise traf die Winzer hart, aber es gab auch eine positive Entwicklung - die Zahl der Privatkunden hat zugenommen.

"Die Trauben sind sehr zuckerhaltig, und wir erwarten dieses Jahr eine ausgezeichnete Weinqualität", sagte Jocelyn Vouga, Besitzerin des Weingutes Vouga im neuenburgischen Cortaillod, gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Der heisse und relativ trockene Sommer habe dazu beigetragen, dass die Früchte sehr gesund und reif geworden seien. Die Winzerin rechnet jedoch mit etwas geringeren Mengen als im Durchschnitt der vergangenen Jahre.

Auch die wirtschaftlichen Auswirkungen von Covid-19 seien zu spüren. Die Absage regionaler Veranstaltungen wie der Fête des vendanges in Neuenburg bedeute einen Einkommensverlust. Immerhin hätten mehr Privatkunden Wein gekauft.

Als grösste Weinregion der Schweiz rechnet auch der Kanton Wallis mit einem Spitzenjahr. "Dies ist eine ausgezeichneter Jahrgang", sagte Yvan Aymon, Präsident des Branchenverbandes der Walliser Weine.

Doch auch im Wallis sind die diesjährigen Mengen unterdurchschnittlich, insbesondere beim Pinot Noir. "Dies ist auf den heissen Sommer und die geringen Niederschläge zurückzuführen", so Aymon. Das Coronavirus hat auch die Walliser Weinbauern nicht verschont. Der Verkauf von Wein in Restaurants und Hotels sei stark zurückgegangen. Umgekehrt kauften Privatkunden mehr Wein, diese würden die lokalen Produkte vermehrt schätzen.

In der Waadtländer Region wird zehn bis fünfzehn Tage früher geerntet als in den Vorjahren, auch dort geht man von einer sehr guten Qualität des Weins aus. Ebenfalls rechnen Winzer im Kanton Genf mit einem guten Jahrgang "Wir werden dieses Jahr einen sehr guten Wein produzieren, die Zuckermenge in den Trauben ist sehr hoch", sagt Florian Barthassat, Önologe an der Cave de Genève. "Aber die Mengen sind bescheiden", sagte auch er.

mk


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