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CORONA-BLOG/Schwedische Regierungschefin positiv auf Corona getestet

14.01.2022 | 18:48

Die aktuellen Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie in kompakter Form:

Schwedische Regierungschefin positiv auf Corona getestet 

Die schwedische Regierungschefin Magdalena Andersson ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte ihr Sprecher Johan Ekström am Freitag mit. Andersson befolge die medizinischen Ratschläge und setze ihre Arbeit von zu Hause aus fort. Andersson gehe es "den Umständen entsprechend" gut, sagte Ekström. Die Corona-Infektion sei durch einen Schnelltest festgestellt worden. Am Mittwoch hatte eine Versammlung der schwedischen Parteichefs stattgefunden. Danach waren auch der Ko-Vorsitzende der Grünen, Per Bolund, und die Vorsitzende der Zentrumspartei, Annie Lööf, positiv auf das Coronavirus getestet worden und begaben sich in Isolation. In Schweden mit seinen 10,3 Millionen Einwohnern wurde am Donnerstag mit 25.567 Neuinfektionen ein neuer Höchststand registriert.

Fast alle Corona-Regierungsberater in Polen treten aus Protest zurück 

Weil ihre Empfehlungen in der Corona-Krise von der polnischen Regierung nicht ausreichend berücksichtigt worden seien, ist ein Großteil der Regierungsberater für die Pandemie zurückgetreten. 13 der insgesamt 17 Mitglieder des Corona-Beratungsausschusses erklärten am Freitag aufgrund des "mangelnden Einflusses" ihrer Empfehlungen auf die Regierung ihren Rücktritt. Die Ankündigung wurde von der polnischen Nachrichtenagentur PAP veröffentlicht.

Krankenhäuser bekommen neue Milliardenhilfen vom Bund 

Die Krankenhäuser bekommen wegen der Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie weitere milliardenschwere Unterstützung vom Bund. Für den Zeitraum von Mitte November 2021 bis Ende Januar 2022 stellt der Bund 2,5 Milliarden Euro zur Verfügung, wie das Portal ThePioneer am Freitag berichtete. Es berief sich auf eine Mitteilung des Bundesfinanzministeriums an den Haushaltsausschuss. Mit dem Geld sollen demnach Einnahmeausfälle der Krankenhäuser kompensiert werden, die planbare Aufnahmen, Operationen und andere Eingriffe verschieben oder aussetzen mussten, um Kapazitäten für die Behandlung von Corona-Patienten zu schaffen.

Soloselbstständige können ab sofort Coronahilfe für Januar bis März beantragen 

Von den aktuellen Corona-Einschränkungen stark betroffene Soloselbstständige, Künstlerinnen und Künstler können ab sofort Coronahilfe für die Monate Januar bis März beantragen. Sie können bis zu 1.500 Euro pro Monat vom Staat bekommen, insgesamt also 4.500 Euro, wie das Wirtschaftsministerium am Freitag mitteilte. Die Hilfe wird als Vorschuss ausgezahlt und nicht auf die Grundsicherung angerechnet.

Deutschland stuft Österreich als Hochrisikogebiet ein 

Deutschland hat das Nachbarland Österreich als Corona-Hochrisikogebiet eingestuft. Die Einstufung tritt ab Sonntag in Kraft, wie das Robert-Koch-Institut auf seiner Website mitteilte. Vor nicht notwendigen touristischen Reisen nach Österreich wird gewarnt. Bei der Einreise aus Hochrisikogebieten gelten insbesondere für Ungeimpfte strenge Bestimmungen. Sie müssen ein negatives Testergebnis vorlegen und nach der Einreise unverzüglich auf eigene Kosten für einen Zeitraum von mindestens zehn Tage in Quarantäne. Zahlreiche Staaten, darunter auch viele EU-Staaten, waren bereits zuvor als Hochrisikogebiet eingestuft worden - darunter die Nachbarländer Frankreich, Belgien, Niederlande, Dänemark, Polen, Tschechien und die Schweiz.

Lauterbach: Keinen politischen Druck auf EMA wegen Omikron-Impfstoff 

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach will auf die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) keinen politischen Druck ausüben, um möglichst schnell die Zulassung des von Biontech angepassten Impfstoffs gegen die Omikron-Variante zu erwirken. Deutschland habe ein Interesse an einer schnellen Nutzung des Impfstoffs, den Biontech zur Lieferung ab März angekündigt hat. Die EMA hat noch nicht mitgeteilt, ob sie einen angepassten Impfstoff für nötig hält. Lauterbach erklärte, die Bundesregierung wünsche, "dass die EMA relativ schnell entscheidet, gründlich und schnell, aber es wird kein politischer Druck ausgeübt". Man werde über das Paul Ehrlich Institut das deutsche Interesse an einer möglichst schnellen Zulassung artikulieren.

Ärzteverband befürchtet Scheitern der allgemeinen Impfpflicht 

Der Ärzteverband zweifelt an der praktischen Umsetzbarkeit einer allgemeinen Impfpflicht. "Die Impfpflicht hat das Potenzial, krachend zu scheitern", sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, dem Spiegel. Die Einführung eines Impfregisters würde lange dauern. Am Ende käme es möglicherweise wieder auf den öffentlichen Gesundheitsdienst an, der das Register pflegen, Ungeimpfte anschreiben und einladen müsse, dazu Impftermine organisieren - und nachfragen, wenn keine Rückmeldung erfolge, sagte er laut Spiegel. "Die Gesundheitsämter sind jetzt schon überfordert damit, verlässlich die aktuellen Infektionszahlen zu melden", so Gassen. Hohe Impfquoten halte er zwar für nötig, eine Impfpflicht aber für überflüssig. Bei den besonders gefährdeten Älteren sei die Impfquote ohnehin vergleichsweise hoch, bei den über 60-Jährigen liegt sie bei rund 88 Prozent, so Gassen.

Bundesrat stimmt neuen Quarantäne-Regeln zu 

Der Bundesrat hat Verordnungen zu neuen Quarantäne-Regelungen zugestimmt. Damit werden die zwischen Bund und Ländern vereinbarten Erleichterungen umgesetzt. Dazu gehört die generelle Verkürzung der Quarantänezeiten für Kontaktpersonen und Isolationszeiten für Infizierte, damit das öffentliche Leben aufgrund der hoch infektiösen Virusvariant Omikron nicht zum Erliegen kommt. Die Länderkammer Bundesrat beschloss auf der Sitzung, dass künftig Menschen, die mit Infizierten Kontakt haben aber selbst eine Auffrischungsimpfung bekommen haben, nicht mehr in Quarantäne gehen müssen. Für solche ohne eine Booster-Impfung endet die Isolation wegen einer Infektion und die Quarantäne für Kontaktpersonen in der Regel nach zehn Tagen statt bisher 14 Tagen. Freitestungen sind bei Infektionen oder bei Kontakten sieben Tagen durch einen PCR- oder zertifizierten Antigen-Schnelltest möglich.

Flughafen Hongkong untersagt Transit für Reisende aus 153 Ländern 

Wegen der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus verbietet Hongkong Menschen aus mehr als 150 Ländern Zwischenlandungen in der chinesischen Sonderverwaltungszone. Die Maßnahme trete am Sonntag in Kraft und gelte für einen Monat, teilte der Internationale Flughafen von Hongkong mit. Ähnlich wie in Festland-China gelten auch in Hongkong strenge Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie wie etwa lange Quarantäne, gezielte Lockdowns und Massentests. Hongkong stuft derzeit 153 Länder wegen hoher Corona-Inzidenzen in der Gruppe A ein. Reisende aus dieser Gruppe müssen nach der Einreise 21 Tage in Quarantäne. Der Internationale Flughafen erklärte, Reisende, die in den vergangenen drei Wochen in einem der 153 Länder gewesen seien, dürften ab Sonntag keinen Zwischenstopp mehr in Hongkong einlegen.

Günther will schnellen Beschluss zu Impfpflicht 

Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat die Bundesregierung aufgefordert, schnell einen Vorschlag für eine allgemeine Impfpflicht vorzulegen. "Ich finde schon, dass geliefert werden muss", sagte Günther im ZDF-Morgenmagazin. Im November habe die Ministerpräsidentenkonferenz beschlossen, dass die Impfpflicht komme - dies vorzubereiten, sei Verantwortung der Bundesregierung. "Der Deutsche Bundestag sollte das möglichst zügig beschließen, denn wir brauchen natürlich eine Impfpflicht dauerhaft auch bei uns in Deutschland", erklärte Günther. Er wundere sich, wie gern Menschen, die jetzt ein Problem mit der Impfpflicht hätten, bereit seien, über Lockdowns und andere harte Maßnahmen zu sprechen. Da sei "die Impfpflicht das mildere Mittel, aber ein sehr, sehr wirksames".

China verbietet einige Flüge aus den USA 

China verschärft seine Corona-Maßnahmen und ordnete an, dass mehrere Flüge zwischen den USA und China für die kommenden Wochen gestrichen werden, ebenso wie andere Strecken aus Ländern wie Frankreich, Indonesien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. In den letzten Tagen hat die chinesische Zivilluftfahrtbehörde mehrere Flugverbote für in- und ausländische Fluggesellschaften angeordnet. Die Routen variierten - in den jüngsten Ankündigungen waren dies Flüge von Los Angeles nach Guangzhou, von Paris nach Schanghai, Jakarta nach Wuhan und Abu Dhabi nach Schanghai. Peking beruft sich dabei auf die Weisung, dass Flüge mit mehr als fünf Covid-19-positiven Patienten auf dieser Strecke für zwei Wochen gestrichen werden müssen. Flüge mit 10 oder mehr Fällen würden für vier Wochen ausgesetzt.


Kontakt zu den Autoren: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/sha

(END) Dow Jones Newswires

January 14, 2022 12:47 ET (17:47 GMT)

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