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R. STAHLs Geschäftsentwicklung im 3. Quartal 2020 von schwacher Weltwirtschaft geprägt - präzisierte Ertragsprognose dennoch leicht über Markterwartungen

12.11.2020 | 07:01

    R. STAHLs Geschäftsentwicklung im 3. Quartal 2020 von schwacher Weltwirtschaft geprägt
- präzisierte Ertragsprognose dennoch leicht über Markterwartungen

^
DGAP-News: R. Stahl AG / Schlagwort(e):
Quartals-/Zwischenmitteilung/9-Monatszahlen
R. STAHLs Geschäftsentwicklung im 3. Quartal 2020 von schwacher
Weltwirtschaft geprägt - präzisierte Ertragsprognose dennoch leicht über
Markterwartungen

12.11.2020 / 07:00
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

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R. STAHLs Geschäftsentwicklung im 3. Quartal 2020 von schwacher
Weltwirtschaft geprägt - präzisierte Ertragsprognose dennoch leicht über
Markterwartungen

- Umsatz im 3. Quartal 2020 mit 59,6 Mio. EUR um 16,4 % unter dem starken
Vorjahr (Q3 2019: 71,3 Mio. EUR), aber stabil auf Höhe des Vorquartals -
schwache Weltwirtschaft lastet weiter auf Tages- und Projektgeschäft

- EBITDA vor Sondereinflüssen geht auf 5,0 Mio. EUR zurück (Q3 2019: 10,4 Mio.
EUR) - gezielte Kostenanpassungen dämpfen Auswirkungen der schwachen
Umsatzentwicklung spürbar

- Abbau des Working Capital führt zur Verringerung der Nettoverschuldung
ohne Leasingverbindlichkeiten auf 8,6 Mio. EUR (Q2 2020: 10,3 Mio. EUR)

- Weiterhin über dem Niveau der Vorjahresquartale liegender solider
Auftragsbestand von 74,2 Mio. EUR zum Quartalsende

- Prognosekorridor für 2020 weiter präzisiert: Umsatzziel aufgrund
anhaltender Marktschwäche auf 242 Mio. EUR bis 248 Mio. EUR angepasst, EBITDA
vor Sondereinflüssen zwischen 15 Mio. EUR und 18 Mio. EUR leicht über
Markterwartungen


Waldenburg, 12. November 2020 - R. STAHL, führender Anbieter von Produkten
und Systemen für den Explosionsschutz, veröffentlicht heute Geschäftszahlen
für das 3. Quartal 2020. Der Umsatz ging im Vergleich zum starken Vorjahr im
Zuge der insgesamt sehr schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung um 16,4 %
auf 59,6 Mio. EUR zurück (Q3 2019: 71,3 Mio. EUR) und bewegte sich damit auf
Höhe des Vorquartals. Durch gezielte Maßnahmen zur Anpassung insbesondere
der Personalkosten konnte die Ergebnisbelastung spürbar begrenzt und so im
Berichtsquartal ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 5,0 Mio. EUR erzielt
werden (Q3 2019: 10,4 Mio. EUR), entsprechend einer Marge von 8,3 % (Q3 2019:
14,5 %). Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Rückgang um 5,4 Mio.
EUR bzw. 52,0 %. Mit -0,1 Mio. EUR blieben die Sondereinflüsse im 3. Quartal
2020 wie schon im Vorquartal weiterhin auf rückläufigem, niedrigen Niveau
(Q3 2019: -1,4 Mio. EUR). Das Ergebnis je Aktie verringerte sich im 3. Quartal
2020 im Jahresvergleich auf -0,09 EUR (Q3 2019: 0,50 EUR).

Auch wenn von mehreren Kundenindustrien zunehmend Aussagen einer langsam
einsetzenden Erholung zu hören sind, war die Nachfrage nach
Explosionsschutzprodukten im Berichtsquartal noch immer unerwartet
verhalten. Während die Umsatzentwicklung in Deutschland aufgrund hoher
Auslieferungen in die Chemie-Industrie nahezu auf Vorjahresniveau lag, gaben
alle anderen Regionen aufgrund der hohen Umsatzanteile im Öl- und Gassektor
prozentual zweistellig nach. Dies schlug sich in zeitlichen Verschiebungen
von Aufträgen für Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen und einer
entsprechenden Kaufzurückhaltung im Tagesgeschäft für Komponenten und
Systeme nieder. Auch sind noch immer viele weltweite Großprojekte
eingefroren.

"Mit zunehmender Dauer der COVID-19-Pandemie zeigt sich, dass deren
wirtschaftliche Auswirkungen auf unsere Märkte tiefgreifender sind als noch
in der ersten Jahreshälfte von uns erwartet. Der schwachen Umsatzentwicklung
sind wir im abgelaufenen Quartal erneut mit gezielten Kostenanpassungen
begegnet, was den Ertragsrückgang spürbar gedämpft hat. R. STAHL ist heute
gegenüber konjunkturellen Schwächephasen deutlich besser aufgestellt als
noch vor einigen Jahren", sagte Dr. Mathias Hallmann, Vorstandsvorsitzender
von R. STAHL. "Auch wenn wir unser bisheriges Umsatzziel für das laufende
Jahr nicht mehr erreichen können, gehen wir für 2020 dennoch von einem
EBITDA vor Sondereinflüssen leicht über den Markterwartungen aus", so Dr.
Hallmann weiter.

Die Gesamtleistung ging im 3. Quartal 2020 um 14,5 % auf 60,7 Mio. EUR zurück
(Q3 2019: 71,0 Mio. EUR). Erfreulich entwickelte sich wiederum der
Materialaufwand, der sich analog dem Umsatz um 16,3 % auf 20,4 Mio. EUR
verringerte (Q3 2019: 24,4 Mio. EUR) und eine weiterhin niedrige, im
Jahresvergleich leicht verbesserte Materialaufwandsquote von 33,6 % der
Gesamtleistung ergab (Q3 2019: 34,3 % der Gesamtleistung). Der
Personalaufwand konnte durch Anpassung von Bonusrückstellungen, die
Umwandlung tariflicher Sonderzahlungsansprüche (T-ZUG) in Freizeit und eine
Vielzahl lokaler Maßnahmen an den weltweiten Standorten, darunter auch
Kurzarbeit, deutlich um 5,9 % auf 27,3 Mio. EUR verringert werden (Q3 2019:
29,1 Mio. EUR). Auch trugen um 0,4 Mio. EUR auf -0,1 Mio. EUR gesunkene
Abfindungen hierzu bei (Q3 2019: -0,5 Mio. EUR).

Durch Maßnahmen zur Liquiditätssicherung wurde das Working Capital im
Berichtszeitraum um 2,9 Mio. EUR verringert (Q3 2019: Aufbau um 1,0 Mio. EUR).
Insgesamt ergab sich im 3. Quartal trotz der Ergebnisschwäche ein Anstieg
des Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit um 1,2 Mio. EUR auf 7,3 Mio. EUR
(Q3 2019: 6,1 Mio. EUR), der zu einem Abbau der Nettoverschuldung (ohne
Pensionsrückstellungen und ohne Leasingverbindlichkeiten) auf 8,6 Mio. EUR zum
30. September 2020 führte (30. Juni 2020: 10,3 Mio. EUR).

Der Auftragsbestand ging zum Ende des Berichtszeitraums auf 74,2 Mio. EUR
zurück (30. Juni 2020: 79,7 Mio. EUR), bewegte sich aber weiterhin auf solidem
Niveau und über dem Quartalsdurchschnitt des Vorjahres.

Auf der Basis der geschäftlichen Entwicklung in den ersten zehn Monaten des
laufenden Jahres wird sich das für 2020 angepeilte Umsatzziel von mindestens
260 Mio. EUR aus heutiger Sicht nicht mehr erreichen lassen. Daher passt der
Vorstand seine Prognose für 2020 für den Umsatz auf einen Bereich von 242
Mio. EUR und 248 Mio. EUR an. Dennoch wird aufgrund der erzielten
Kostenanpassungen der bisherige Ausblick, 2020 ein EBITDA vor
Sondereinflüssen in Höhe eines niedrigen zweistelligen Millionenbetrags zu
erwirtschaften, bestätigt und nunmehr auf einen Korridor zwischen 15 Mio. EUR
und 18 Mio. EUR präzisiert. Damit würden die aktuellen Markterwartungen von
ca. 14 Mio. EUR leicht übertroffen. Darüber hinaus wird für 2020
unverändert
ein positiver Free Cashflow erwartet. Vor dem Hintergrund des deutlichen
Anstiegs der Pensionsrückstellungen als Folge eines niedrigeren
Rechnungszinsfußes wird die Prognose für die Eigenkapitalquote von bislang
22,5 % zum Ende des Berichtsjahres auf ca. 20 % angepasst.



Wichtige Kennzahlen des R. STAHL-Konzerns
für das 3. Quartal 2020 nach IFRS

  in Mio. EUR                       Q3    Q3  Verän-        9M      9M  Verän-
                                2020  2019   d. in      2020    2019   d. in
                                                 %                         %
  Umsatz                        59,6  71,3   -16,4     184,4   204,3    -9,7
  Deutschland                   15,5  15,7    -1,7      47,3    46,4    +2,0
  Zentralregion 1)              26,8  31,8   -15,8      84,6    91,5    -7,5
  Amerika                        6,0   9,6   -37,9      18,6    25,4   -26,6
  Asien/Pazifik                 11,3  14,1   -19,7      33,8    41,0   -17,5
  Auftragsbestand (30. Sep.)                            74,2    71,2    +4,2
  EBITDA vor Sondereinflüssen    5,0  10,4   -52,0      13,6    23,5   -42,0
  2)
  EBITDA-Marge vor               8,3  14,5             7,4 %  11,5 %
  Sondereinflüssen 2)              %     %
  EBITDA                         4,9   9,0   -45,9      13,1    19,4   -32,7
  EBIT                           0,8   4,6   -81,6       0,7     6,5   -88,7
  Konzernergebnis               -0,6   3,3   n. a.      -3,2     2,6   n. a.
  Ergebnis je Aktie (in EUR)     -0,0-  0,50   n. a.     -0,50    0,40   n. a.
                                   9
  Cashflow aus laufender         7,3   6,1   +19,7       9,8    16,2   -39,2
  Geschäftstätigkeit
  Abschreibungen                 4,0   4,4    -9,1      12,3    13,0    -4,8
  Investitionen                  3,7   3,2   +16,6       8,7     7,9   +10,2
                                                         30.     31.  Verän-
                                                        Sep.    Dez.   d. in
                                                        2020    2019       %
  Bilanzsumme                                          256,8   259,4    -1,0
  Eigenkapital                                          50,2    58,4   -14,0
  Eigenkapitalquote                                   19,6 %  22,5 %
  Nettoverschuldung 3)                                   8,6     4,2   >+100
  Nettoverschuldung inkl.                               36,1    36,0    +0,5
  Leasingverbindlichkeiten
  nach IFRS 16
  Mitarbeiter 4)                                       1.688   1.669    +1,1
1) Afrika und Europa ohne Deutschland

2) Sondereinflüsse: Restrukturierungsaufwand, außerplanmäßige
Abschreibungen, Aufwendungen für die Konzeption und Umsetzung von
IT-Projekten, M&A-Aufwand sowie Erträge und Verluste aus der Veräußerung
nicht-betriebsnotwendigen Anlagevermögens

3) ohne Pensionsrückstellungen und ohne Leasingverbindlichkeiten

4) ohne Auszubildende

Bei Prozent- und Zahlenangaben können Rundungsdifferenzen auftreten. Die
Vorzeichenangabe der Veränderungsraten richtet sich nach wirtschaftlichen
Gesichtspunkten: Verbesserungen werden mit "+" bezeichnet,
Verschlechterungen mit "-". Veränderungsraten >+100% werden als >+100%
angegeben, Veränderungsraten <-100% als "n. a." (nicht anwendbar).



Investoren- und Analysten-Telefonkonferenz der R. STAHL AG zum 3. Quartal
2020

Der Vorstand der R. STAHL AG, vertreten durch den Vorsitzenden Dr. Mathias
Hallmann, wird die Ergebnisse zum 3. Quartal 2020 am heutigen Tag

um 10:00 Uhr

im Rahmen einer Telefonkonferenz erläutern und anschließend für Fragen zur
Verfügung stehen. Die Telefonkonferenz findet in englischer Sprache statt.

Bitte wählen Sie zur Teilnahme zum angegebenen Zeitpunkt die folgende
Telefonnummer und geben Sie bitte die Teilnehmer-PIN ein sowie Ihren Vor-
und Nachnamen und den Namen Ihres Unternehmens nach Aufforderung an:

DE: +49 (0)89 20303 5709
UK: +44 (0)330 336 9125
US: +1 323-794-2588

Teilnehmer-PIN: 6087329#

Parallel zur Telefonkonferenz zeigen wir Ihnen eine Präsentation über das
Internet. Bitte loggen Sie sich hierzu auf der folgenden Webseite ein (ein
Passwort ist nicht erforderlich):

https://www.webcast-eqs.com/rstahl20201112/no-audio

Eine Aufzeichnung der Konferenz wird im Anschluss auf der
Unternehmenswebseite unter dem folgenden Link zur Verfügung stehen:

https://r-stahl.com/de/global/unternehmen/investor-relations/ir-news-und-publikationen/veranstaltungen-und-praesentationen/



Finanzkalender 2020

16. - 18. November Eigenkapitalforum,
Frankfurt am Main (virtuell)



Über R. STAHL - www.r-stahl.com
R. STAHL ist weltweit führender Anbieter von elektrischen und elektronischen
Produkten und Systemen für den Explosionsschutz. Sie verhindern in
gefährdeten Bereichen Explosionen und tragen so zur Sicherheit von Mensch,
Maschine und Umwelt bei. Das Spektrum reicht von Aufgaben wie
Schalten/Verteilen, Installieren, Bedienen/Beobachten, Beleuchten,
Signalisieren/Alarmieren bis hin zum Automatisieren. Typische Anwender sind
die Öl- & Gasindustrie, die chemische und pharmazeutische Industrie sowie
die Nahrungs- und Genussmittelbranche. 1.669 Mitarbeiter erwirtschafteten
2019 weltweit einen Umsatz von rund 275 Mio. EUR. Die Aktien der R. STAHL AG
werden im Regulierten Markt/Prime Standard der Deutschen Börse gehandelt
(ISIN DE000A1PHBB5).

Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Information enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf
Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung von R. STAHL beruhen.
Obwohl wir annehmen, dass die Erwartungen dieser vorausschauenden Aussagen
realistisch sind, können wir nicht dafür garantieren, dass die Erwartungen
sich auch als richtig erweisen. Die Annahmen können Risiken und
Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen
Ergebnisse wesentlich von den vorausschauenden Aussagen abweichen. Zu den
Faktoren, die solche Abweichungen verursachen können, gehören unter anderem:
Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, Wechselkurs-
und Zinsschwankungen, Einführung von Konkurrenzprodukten, mangelnde
Akzeptanz neuer Produkte oder Dienstleistungen und Änderungen der
Geschäftsstrategie. Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen durch
R. STAHL ist weder geplant noch übernimmt R. STAHL die Verpflichtung dafür.

Die Inhalte dieser Information sprechen alle Geschlechter gleichermaßen an.
Lediglich aus Gründen der Lesbarkeit und ohne jede Diskriminierungsabsicht
wird die männliche Form verwendet. Damit sind alle Geschlechter einbezogen.



Kontakt:
R. STAHL AG
Dr. Thomas Kornek
Leiter Investor Relations & Corporate Communications
Am Bahnhof 30
74638 Waldenburg (Württ.)
Deutschland

Tel. +49 7942 943-1395
investornews@r-stahl.com


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12.11.2020 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,
übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten,
Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen.
Medienarchiv unter http://www.dgap.de

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   Sprache:        Deutsch
   Unternehmen:    R. Stahl AG
                   Am Bahnhof 30
                   74638 Waldenburg
                   Deutschland
   Telefon:        +49 (7942) 943-0
   Fax:            +49 (7942) 943-4333
   E-Mail:         investornews@stahl.de
   Internet:       www.r-stahl.com
   ISIN:           DE000A1PHBB5
   WKN:            A1PHBB
   Börsen:         Regulierter Markt in Frankfurt (Prime Standard),
                   Stuttgart; Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf, Hamburg,
                   München, Tradegate Exchange
   EQS News ID:    1147450



   Ende der Mitteilung    DGAP News-Service
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1147450 12.11.2020

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