
Tommy Douziech
Senior-Analyst

Teradyne: KI füllt das Auftragsbuch, doch das Tempo lässt bereits nach
Teradyne hat Zahlen vorgelegt, die kaum Zweifel an der Stärke des aktuellen Halbleiterzyklus lassen. Der Spezialist für Testsysteme in der Halbleiterindustrie hat im zweiten Quartal die Erwartungen übertroffen, einen deutlich über den Konsensschätzungen liegenden Ausblick veröffentlicht und seine Aktie nach Börsenschluss um mehr als 10 % nach oben getrieben. Die Kennzahlen sind beeindruckend. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich jedoch ein differenzierteres Bild: Die Nachfrage im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz bleibt außergewöhnlich stark, doch der Höhepunkt des sequentiellen Wachstums scheint für das Unternehmen inzwischen überschritten zu sein.
Am 30. Juli 2026 um 09:36 Uhr
SAP: Ein Cloud-Riese zum Schnäppchenpreis im KI-Zeitalter
Getragen vom Aufschwung seiner Cloud-Lösungen notierte SAP zuletzt nicht weit von seinen Börsenhochs entfernt. Seitdem hat die Aktie jedoch eine heftige Korrektur erlebt und ist auf deutlich attraktivere Bewertungsniveaus zurückgefallen. Die Geschäftszahlen zeichnen keineswegs das Bild eines Unternehmens in Schwierigkeiten. Während die Sorgen vor einer Verdrängung durch Künstliche Intelligenz allmählich nachlassen, entwickelt sich SAP zu einem besonders interessanten Wert, der deutlich unter seinem tatsächlichen Potenzial gehandelt wird.
Am 20. Juli 2026 um 17:17 Uhr

Zoetis: Qualität zum fairen Preis
Es gibt Phasen, in denen der Markt aufhört, Perfektion zu honorieren, und stattdessen wieder auf die Zahlen schaut. Solide Unternehmen, die über Jahre mit hohen Bewertungsaufschlägen gehandelt wurden, geraten dann wegen einer vorübergehenden Wachstumsdelle, einer enttäuschenden Quartalsbilanz oder schlicht einer Normalisierung ihrer Bewertungsmultiplikatoren unter Druck. Nicht jede dieser Aktien ist automatisch ein Kauf. Einige Unternehmen verfügen jedoch weiterhin über die Eigenschaften, die langfristig den Unterschied machen: ein robustes Geschäftsmodell, nachhaltige Wettbewerbsvorteile, eine hohe Cashflow-Generierung und eine disziplinierte Kapitalallokation.
Am 25. Juni 2026 um 17:56 Uhr
Chewy: Beat and Lower
Chewy hat den klassischen Fall von "Beat and Lower" geliefert: ein überzeugendes erstes Geschäftsquartal, aber eine gesenkte Jahresprognose. Das erklärt auch die heftigen Kursausschläge der Aktie. Nach Veröffentlichung der Quartalszahlen legte das Papier gestern vorbörslich zunächst um bis zu 7 % zu, drehte anschließend jedoch ins Minus und verlor rund 4 %, nachdem der Markt die neuen Prognosen verarbeitet hatte. Das ist keineswegs irrational: An der Wall Street zählt nicht das vergangene Quartal, sondern die künftige Entwicklung.
Am 12. Juni 2026 um 15:56 Uhr
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