
Tommy Douziech
Senior-Analyst
SAP: Ein Cloud-Riese zum Schnäppchenpreis im KI-Zeitalter
Getragen vom Aufschwung seiner Cloud-Lösungen notierte SAP zuletzt nicht weit von seinen Börsenhochs entfernt. Seitdem hat die Aktie jedoch eine heftige Korrektur erlebt und ist auf deutlich attraktivere Bewertungsniveaus zurückgefallen. Die Geschäftszahlen zeichnen keineswegs das Bild eines Unternehmens in Schwierigkeiten. Während die Sorgen vor einer Verdrängung durch Künstliche Intelligenz allmählich nachlassen, entwickelt sich SAP zu einem besonders interessanten Wert, der deutlich unter seinem tatsächlichen Potenzial gehandelt wird.
Am 20. Juli 2026 um 17:17 Uhr

Zoetis: Qualität zum fairen Preis
Es gibt Phasen, in denen der Markt aufhört, Perfektion zu honorieren, und stattdessen wieder auf die Zahlen schaut. Solide Unternehmen, die über Jahre mit hohen Bewertungsaufschlägen gehandelt wurden, geraten dann wegen einer vorübergehenden Wachstumsdelle, einer enttäuschenden Quartalsbilanz oder schlicht einer Normalisierung ihrer Bewertungsmultiplikatoren unter Druck. Nicht jede dieser Aktien ist automatisch ein Kauf. Einige Unternehmen verfügen jedoch weiterhin über die Eigenschaften, die langfristig den Unterschied machen: ein robustes Geschäftsmodell, nachhaltige Wettbewerbsvorteile, eine hohe Cashflow-Generierung und eine disziplinierte Kapitalallokation.
Am 25. Juni 2026 um 17:56 Uhr
Chewy: Beat and Lower
Chewy hat den klassischen Fall von "Beat and Lower" geliefert: ein überzeugendes erstes Geschäftsquartal, aber eine gesenkte Jahresprognose. Das erklärt auch die heftigen Kursausschläge der Aktie. Nach Veröffentlichung der Quartalszahlen legte das Papier gestern vorbörslich zunächst um bis zu 7 % zu, drehte anschließend jedoch ins Minus und verlor rund 4 %, nachdem der Markt die neuen Prognosen verarbeitet hatte. Das ist keineswegs irrational: An der Wall Street zählt nicht das vergangene Quartal, sondern die künftige Entwicklung.
Am 12. Juni 2026 um 15:56 Uhr

Rechenzentren: Lässt KI den Stromzähler explodieren?
Man hielt die digitale Welt lange für leichtgewichtig. Ein Klick, eine Suchanfrage, ein Video oder ein von künstlicher Intelligenz generiertes Bild - all das schien irgendwo in der Cloud zu schweben, jener praktischen Metapher, die davon ablenkt, wie physisch diese Infrastruktur in Wahrheit ist. Denn die Cloud besteht aus Gebäuden, Kabeln, tausenden Servern - und einem ständig steigenden Hunger nach Strom. KI braucht nicht nur Talente, Nvidia-GPUs und geduldiges Kapital. Sie braucht Energie. Sehr viel Energie. Dieses Detail, lange in technischen Anhängen versteckt, entwickelt sich gerade zu einem zentralen wirtschaftlichen Thema. Der Wettlauf um Rechenzentren wirft längst nicht mehr nur Fragen nach Innovation oder digitaler Souveränität auf. Er stellt eine wesentlich banalere Frage: Wer bezahlt eigentlich die Stromrechnung der künstlichen Intelligenz?
Am 27. Mai 2026 um 17:04 Uhr
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