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MÄRKTE USA/Börsen fest erwartet - Warten auf Fed

26.01.2022 | 14:50

NEW YORK (Dow Jones)--An der Wall Street zeichnen sich am Mittwoch zu Handelsbeginn Aufschläge ab, nachdem der bisherige Wochenverlauf von heftigen Marktturbulenzen gekennzeichnet ist. Für große Nervosität an den Märkten haben vor allem Spekulationen über den künftigen Zinskurs der US-Notenbank und die geopolitischen Spannungen rund um Russland und die Ukraine gesorgt. Der Terminkontrakt auf den S&P-500 legt aktuell um 1,6 Prozent zu.

Der Fokus der Anleger liegt auf den am Abend (20:00 Uhr MEZ) anstehenden geldpolitischen Beschlüssen der US-Notenbank angesichts der extrem hohen Inflation im Land. Eine erste Zinserhöhung wird zwar erst für März erwartet, jedoch besteht Unsicherheit darüber, wie viele Zinsschritte in diesem Jahr noch anstehen und wie stark diese ausfallen werden. Als eingepreist gelten am Markt bisher vier Zinserhöhungen. Jedoch wurde auch schon über fünf und sogar mehr spekuliert. Zudem erhofft man sich Hinweise über Tempo und Umfang des Abbaus der hohen Zentralbankbilanz. Mit Spannung wird daher auf Aussagen von US-Notenbankchef Jerome Powell auf der anschließenden Pressekonferenz gewartet.

Da die Märkte über die Auswirkungen einer übermäßigen Straffung der Finanzierungsbedingungen besorgt seien, werde der Fed-Präsident wahrscheinlich mit Bedacht agieren und nicht noch Öl ins Feuer gießen, so die Commerzbank. Dies gelte insbesondere für die Bilanzreduzierung (QT), die aufgrund der bereits fortgeschrittenen Zinserwartungen in den Fokus rückt. Obwohl die fundamentalen Faktoren eher für einen schnelleren Bilanzabbau sprechen, dürfte Powell seine Signale von der Senatsanhörung in der vergangenen Woche wiederholen (QT irgendwann später in diesem Jahr).

Konjunkturseitig stehen die Neubauverkäufe für Dezember kurz nach der Startglocke auf der Agenda. Zudem werden die wöchentlichen Daten zu den Rohöllagerbeständen der staatlichen Energy Information Administration (EIA) veröffentlicht. Die bereits am Vorabend vorgelegten privaten API-Daten hatten einen Rückgang um 872.000 Barrel ausgewiesen.

Für Bewegung bei Einzelwerten dürfte auch die laufende Berichtssaison sorgen. Erst nach Handelsschluss werden Intel, Tesla und Qualtrics Einblicke in den Geschäftsverlauf gewähren.

   Microsoft und Texas Instruments nach Zahlen gesucht 

Bereits am späten Dienstag hat Microsoft Geschäftszahlen für das zweite Geschäftsquartal vorgelegt und einen zuversichtlichen Ausblick gegeben. Der Technologieriese verdiente dank des starken Cloud-Geschäfts mehr als erwartet. Zudem knackte der Umsatz erstmals die Marke von 50 Milliarden Dollar. Die Aktie legt vorbörslich um 5,2 Prozent zu.

Der Chiphersteller Texas Instruments profitierte in seinem Schlussquartal 2021 von einer starken Nachfrage aus der Industrie und der Autowirtschaft und übertraf gewinnseitig die Erwartungen der Analysten. Auch der Ausblick überraschte positiv. Die Aktie rückt 4,7 Prozent vor.

Boeing (+1,9%) hat im vierten Quartal wegen einer hohen Belastung für die Verzögerungen beim 787 Dreamliner erneut einen Verlust verzeichnet. Auch der Umsatz sank entgegen den Markterwartungen in den drei Monaten ab.

Der Telekommunikations- und Medienkonzern AT&T (+2,2%) hat nach dem horrenden Verlust im Vorjahr wieder einen Gewinn erzielt, der höher ausfiel als von Analysten erwartet. Der Ausblick blieb allerdings hinter den Erwartungen zurück.

Für die Intel-Aktie geht es um 1,7 Prozent nach oben. Der Chipkonzern hat in einem Verfahren um eine milliardenschwere EU-Kartellstrafe aus dem Jahr 2009 einen Sieg errungen. Das Gericht der Europäischen Union (EuG) in Luxemburg erklärte die Entscheidung, mit der die Kommission seinerzeit eine Geldbuße von 1,06 Milliarden Euro verhängt hatte, teilweise für nichtig.

Abbott Laboratories (-1,2%) hat im vierten Quartal den Umsatz gesteigert und dabei die Markterwartungen übertroffen. Der Gewinn gab allerdings leicht nach.

Der Börsenbetreiber Nasdaq (+0,6%) hat seinen Umsatz und Gewinn im vergangenen Quartal sowohl dank Akquisitionen als auch organischem Wachstum gesteigert.

   Dollar vor Fed etwas fester 

Am Devisenmarkt zeigt sich der Dollar im Vorfeld der US-Notenbanksitzung etwas fester. Der Dollar-Index legt 0,2 Prozent zu. Für Commerzbank-Analystin Antje Praefcke ist am Abend bei der Bekanntgabe der Sitzungs-Ergebnisse eine restriktive Überraschung "wohl kaum drin". Für den Dollar sei damit kein sehr starker Aufwind zu erwarten.

Die Ölpreise legen zu. Die bereits am Vorabend vorgelegten privaten API-Daten hatten einen Rückgang der Lagerbestände um 872.000 Barrel ausgewiesen. Bei den Benzinbeständen wurde indessen ein Anstieg um 2,4 Millionen Barrel vermeldet. Marktteilnehmer verweisen zudem auf die anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten rund um Russland.

Am Anleihemarkt legt die Rendite zehnjähriger Papiere bei sinkenden Notierungen um 0,6 Basispunkte zu auf 1,78 Prozent.

=== 
US-Anleihen 
Laufzeit              Rendite   Bp zu VT  Rendite VT  +/-Bp YTD 
2 Jahre                  1,03       +1,6        1,01       29,9 
5 Jahre                  1,57       +1,9        1,56       31,5 
7 Jahre                  1,73       +0,6        1,72       28,6 
10 Jahre                 1,78       +0,6        1,77       27,0 
30 Jahre                 2,13       +0,7        2,12       22,5 
 
DEVISEN               zuletzt      +/- %    Mi, 8:03  Di, 17:30   % YTD 
EUR/USD                1,1272      -0,3%      1,1294     1,1281   -0,9% 
EUR/JPY                128,81      +0,1%      128,69     128,51   -1,6% 
EUR/CHF                1,0381      +0,1%      1,0374     1,0368   +0,1% 
EUR/GBP                0,8348      -0,3%      0,8366     0,8363   -0,7% 
USD/JPY                114,28      +0,4%      113,93     113,92   -0,7% 
GBP/USD                1,3506      -0,0%      1,3504     1,3490   -0,2% 
USD/CNH (Offshore)     6,3249      -0,1%      6,3272     6,3337   -0,5% 
Bitcoin 
BTC/USD             37.980,36      +3,2%   37.256,53  36.757,23  -17,9% 
 
ROHÖL                 zuletzt  VT-Settl.       +/- %    +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex               87,18      85,60       +1,8%       1,58  +16,4% 
Brent/ICE               89,46      88,20       +1,4%       1,26  +14,8% 
 
METALLE               zuletzt     Vortag       +/- %    +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)          1.847,29   1.848,03       -0,0%      -0,74   +1,0% 
Silber (Spot)           23,94      23,81       +0,6%      +0,13   +2,7% 
Platin (Spot)        1.057,55   1.028,87       +2,8%     +28,68   +9,0% 
Kupfer-Future            4,52       4,45       +1,5%      +0,07   +1,2% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/err/flf

(END) Dow Jones Newswires

January 26, 2022 08:49 ET (13:49 GMT)

Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
ABBOTT LABORATORIES 1.58%116.69 verzögerte Kurse.-17.09%
AT&T INC. -0.14%21.29 verzögerte Kurse.14.60%
COMMERZBANK AG 0.62%8.08 verzögerte Kurse.20.80%
INTEL CORPORATION 2.46%44.55 verzögerte Kurse.-13.50%
MICROSOFT CORPORATION 2.76%273.24 verzögerte Kurse.-18.76%
NASDAQ 3.12%155.64 verzögerte Kurse.-25.89%
QUALTRICS INTERNATIONAL INC. 4.41%14.68 verzögerte Kurse.-58.53%
SIGNA SPORTS UNITED N.V. 1.95%6.78 verzögerte Kurse.-20.05%
TESLA, INC. 7.33%759.63 verzögerte Kurse.-28.12%
TEXAS INSTRUMENTS 2.21%177.97 verzögerte Kurse.-5.57%
THE BOEING COMPANY 3.52%132.23 verzögerte Kurse.-36.55%
US DOLLAR / RUSSIAN ROUBLE (USD/RUB) 0.76%66.25 verzögerte Kurse.-14.60%
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