Log-in
E-Mail
Passwort
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Anmelden
Anmelden
Mitglied werden
Kostenlose Anmeldung
Neukunde
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON

MarketScreener Homepage  >  Aktien  >  Xetra  >  Deutsche Wohnen SE    DWNI   DE000A0HN5C6

DEUTSCHE WOHNEN SE

(DWNI)
  Report
ÜbersichtKurseChartsNewsRatingsTermineUnternehmenFinanzenAnalystenschätzungenRevisionenDerivate 
ÜbersichtAlle NachrichtenPressemitteilungenOffizielle PublikationenBranchennachrichtenMarketScreener AnalysenAnalystenempfehlungen

Kritik am Berliner Mietendeckel reißt nicht ab - Offener Brief

20.10.2019 | 15:06

BERLIN (dpa-AFX) - Die Einigung zum Berliner Mietendeckel ist auch überregional kritisch aufgefasst worden. Wirtschafts- und Bauverbände sowie mehrere Politiker zeigten sich am Wochenende skeptisch bis ablehnend. Am Montag sollte zudem ein Offener Brief von Unternehmen der Bau- und Wohnungswirtschaft, baunaher Branchen und von Einzelpersonen an die Mitglieder des Berliner Senats öffentlich gemacht werden. Es gehe um befürchtete "weitreichende negative Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft", hieß es in der Ankündigung der Unterzeichner. Berlins SPD-Fraktionschef Raed Saleh verteidigte unterdessen die Pläne und sprach von positiven Folgen für die Konjunktur, da die Bürger finanziell entlastet würden.

Der rot-rot-grüne Koalitionsausschuss hatte sich am Freitag darauf verständigt, die zuletzt stark gestiegenen Mieten in Berlin fünf Jahre einzufrieren. Ein Gesetz, das der Senat am Dienstag auf den Weg bringen will, soll die Mieten für 1,5 Millionen Wohnungen deckeln, die vor 2014 gebaut wurden. Daneben sind Obergrenzen bei Neuvermietungen abhängig von Baujahr und Ausstattung der Wohnung vorgesehen. Außerdem sollen Bestandsmieter die Möglichkeit haben, ihre Wohnkosten zu senken, wenn diese die Obergrenzen um mehr als 20 Prozent überschreiten.

Der Immobilienverband IVD sieht eine Rückkehr "zur sozialistischen Wohnungspolitik" und nennt den Schritt verantwortungslos, wie es in einer Mitteilung hieß. Man gehe von jahrelangen Rechtsstreitigkeiten und Verunsicherungen aus, dies werde den Berliner Wohnungsbau "lahmlegen".

Der Berliner Mieterverein hingegen begrüßte im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur den Kompromiss des Koalitionsausschusses. Er rechnete mit Entlastungen für Mieter. Geschäftsführer Reiner Wild sprach von "einer historisch einmaligen Chance, dass die Länder eine öffentlich-rechtliche Preisregelung für den Mietwohnungsbestand entwickeln". Es werde für viele Mieter die Möglichkeit geben, ihre Mieten zu senken. Wild sagte, er rechne aber auch mit erheblichem Widerstand der Vermieter bei Inkrafttreten des Gesetzes. "Es wird eine ganze Reihe von Auseinandersetzungen geben."

"Mietenwahnsinn" sei kein reines Berliner Problem, sagte der Linken-Bundesvorsitzende Bernd Riexinger der Zeitung "Neues Deutschland" (Montag). Auch anderswo hätten Menschen Probleme, ihre Miete weiter zu bezahlen oder bezahlbaren Wohnraum zu finden. "Deswegen müssen in vielen Bundesländern oder Stadtstaaten die Mieten gedeckelt werden", zitiert ihn das Blatt.

Die oppositionelle CDU-Fraktion ist der Ansicht, dass der Mietendeckel "unerfüllbare Erwartungen" wecke, man aber Enttäuschung und Politikverdrossenheit ernten werde. "Die Berliner CDU wird alle politischen und juristischen Mittel gegen dieses schlechte Gesetz in Bewegung setzen", bekräftigte CDU-Landeschef Kai Wegner am Sonntag.

FDP-Fraktionschef Sebastian Czaja teilte mit: "Es gibt nur eine Antwort auf dieses Gesetz: die Normenkontrollklage zum Wohle unserer Stadt."

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) kritisierte die Berliner Pläne in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" und verwies darauf, dass Hamburg den Mietenanstieg auf anderem Weg gebremst habe. So sei der Wohnungsmarkt durch den Bau von mehr als 50 000 neuen Wohnungen stark entlastet worden.

Der Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB), Christian Amsinck sagte, es sei "mehr als zweifelhaft, ob mit diesem Mietendeckel wohnungspolitisch irgendetwas erreicht wird". Die Einigung führe zu "maximaler Bürokratie, hoher Rechtsunsicherheit bei Mietern wie Vermietern und zu einer starken Belastung der Bauwirtschaft".

Die Handwerkskammer Berlin befürchtet, dass auch weniger saniert wird und beklagt, dass ein Mietendeckel keine Alternative zum Bau neuer Wohnungen" sei. Über solche Kritikpunkte sagte Wild vom Mieterverein: "Da ist jetzt viel Radau von Vermieterseite und von interessierten Wirtschaftsverbänden. Aber das ist alles Hokuspokus."/ggr/DP/he


© dpa-AFX 2019
Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
DEUTSCHE WOHNEN SE -0.43%41.82 verzögerte Kurse.14.83%
VONOVIA SE -0.68%55.78 verzögerte Kurse.16.21%
Alle Nachrichten auf DEUTSCHE WOHNEN SE
02.12.Aktien Frankfurt Schluss: Dax leidet unter Gewinnmitnahmen
AW
02.12.Aktien Frankfurt: Stärkerer Euro wird zum Bremsklotz für den Dax
AW
02.12.Endliche Ressource Boden in Gefahr? Streit über Baurecht
DP
02.12.Aktien Frankfurt: Starker Euro wird zum Bremsklotz für den Dax
AW
02.12.MÄRKTE EUROPA/Leichtes Minus - Euro auf Höchststand seit April 2018
DJ
02.12.Aktien Frankfurt Eröffnung: Starker Euro bremst den Dax
DP
02.12.Aktien Frankfurt Ausblick: Starker Euro bremst den Dax
AW
02.12.MÄRKTE EUROPA/Knapp behauptet - Euro auf höchstem Stand seit April 2018
DJ
01.12.MÄRKTE EUROPA/Anleger setzen auf den nächsten Aufschwung
DJ
01.12.XETRA-SCHLUSS/Aufwärts - Asien schürt den Optimismus
DJ
Weitere Nachrichten
News auf Englisch zu DEUTSCHE WOHNEN SE
30.11.DEUTSCHE WOHNEN SE : Release according to Article 41 of the WpHG [the German Sec..
EQ
26.11.DEUTSCHE WOHNEN SE : Release according to Article 40, Section 1 of the WpHG [the..
EQ
26.11.DEUTSCHE WOHNEN AG : JP Morgan gives a Buy rating
MD
25.11.DEUTSCHE WOHNEN SE : Release according to Article 40, Section 1 of the WpHG [the..
EQ
24.11.DEUTSCHE WOHNEN AG : Goldman Sachs from Sell to Neutral
MD
24.11.DEUTSCHE WOHNEN AG : Warburg Research keeps its Buy rating
MD
19.11.DEUTSCHE WOHNEN AG : Jefferies remains its Buy rating
MD
18.11.DEUTSCHE WOHNEN AG : Independant Research sticks Neutral
MD
16.11.DEUTSCHE WOHNEN AG : NorldLB remains Neutral
MD
16.11.DEUTSCHE WOHNEN AG : Receives a Buy rating from UBS
MD
Weitere Nachrichten auf Englisch
Finanzkennziffern
Umsatz 2020 881 Mio 1 068 Mio 953 Mio
Nettoergebnis 2020 1 246 Mio 1 510 Mio 1 347 Mio
Nettoverschuldung 2020 10 392 Mio 12 596 Mio 11 235 Mio
KGV 2020 12,7x
Dividendenrendite 2020 2,29%
Marktkapitalisierung 14 376 Mio 17 447 Mio 15 542 Mio
Marktkap. / Umsatz 2020 28,1x
Marktkap. / Umsatz 2021 29,0x
Mitarbeiterzahl 3 549
Streubesitz 94,9%
Chart DEUTSCHE WOHNEN SE
Dauer : Zeitraum :
Deutsche Wohnen SE : Chartanalyse Deutsche Wohnen SE | MarketScreener
Vollbild-Chart
Trends aus der Chartanalyse DEUTSCHE WOHNEN SE
KurzfristigMittelfristigLangfristig
TrendsFallendNeutralAnsteigend
Ergebnisentwicklung
Analystenschätzung
Verkauf
Kaufen
Durchschnittl. Empfehlung AUFSTOCKEN
Anzahl Analysten 23
Mittleres Kursziel 44,95 €
Letzter Schlusskurs 41,82 €
Abstand / Höchstes Kursziel 43,5%
Abstand / Durchschnittliches Kursziel 7,48%
Abstand / Niedrigstes Ziel -28,3%
Revisionen zum Gewinn/Aktie
Unternehmensführung
NameTitel
Michael Zahn Chief Executive Officer
Matthias Hünlein Chairman-Supervisory Board
Lars Urbansky Chief Operating Officer
Philip Grosse Chief Financial Officer
Andreas Kretschmer Deputy Chairman-Supervisory Board
Branche und Wettbewerber
01.01.Marktkapitalisierung (M$)
DEUTSCHE WOHNEN SE14.83%17 447
CHINA VANKE CO., LTD.-6.77%52 842
VONOVIA SE16.21%38 615
CHINA EVERGRANDE GROUP-27.31%27 769
CHINA MERCHANTS SHEKOU INDUSTRIAL ZONE HOLDINGS CO., LTD.-28.99%17 070
GREENLAND HOLDINGS CORPORATION LTD-6.76%12 182