Einloggen
E-Mail
Passwort
Passwort anzeigen
Merken
Passwort vergessen?
Watchlisten für Ihre Werte
Registrieren
Registrieren
Mitglied werden
Kostenlos registrieren
Abonnent werden
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON

ENBW ENERGIE BADEN-WÜRTTEMBERG AG

(EBK)
  Bericht
ÜbersichtKurseChartsNewsTermineUnternehmenFinanzenDerivate 
ÜbersichtAlle NewsAnalystenempfehlungenAndere SprachenPressemitteilungenOffizielle PublikationenBranchen-News

Bundesnetzagentur kürzt Renditen für Strom- und Gasnetzbetreiber

20.10.2021 | 12:36
ARCHIV: Hochspannungsleitungen und Strommasten in der Nähe von Berlin, Deutschland, 7. November 2006. REUTERS/Pawel Kopczynski

- von Tom Käckenhoff und Vera Eckert

Düsseldorf/Frankfurt (Reuters) - Die Betreiber von Strom- und Gasnetzen bekommen nach einer Entscheidung der Bundesnetzagentur ihre Investitionen künftig mit einem niedrigeren Zinssatz vergütet als bislang.

Der Regulierer gab am Mittwoch die neuen Eigenkapitalzinssätze bekannt, die für die Gasnetzbetreiber im Jahr 2023 beginnt, und für Stromnetzbetreiber im Jahr 2024. Für Strom- und Gasnetzbetreiber legte die Behörde einen Eigenkapitalzinssatz für Investitionen in Neuanlagen von 5,07 Prozent vor Körperschaftsteuer fest nach derzeit 6,91 Prozent. Für Altanlagen gelte ein Zinssatz von 3,51 Prozent vor Körperschaftsteuer nach bisher 5,12 Prozent. Von den Versorgern und der Gewerkschaft Verdi kam scharfe Kritik. Betroffen sind hunderte Stadtwerke und Regionalversorger, aber auch Energieriesen wie E.ON und EnBW.

"Die gesunkenen Zinssätze spiegeln das geringere Zinsniveau an den Kapitalmärkten wider. Investitionen in die Netze bleiben dauerhaft attraktiv", sagte Netzagentur-Präsident Jochen Homann. Die Renditen der Netzbetreiber würden von den Netznutzern bezahlt, also Verbrauchern, Industrie und Gewerbe. "Diese dürfen nicht unnötig belastet werden." Die Netzbetreiber hatten vor zu hohen Kürzungen gewarnt und auf die Milliardensummen verwiesen, die im Zuge der Energiewende für den Netzausbau benötigt würden.

"Wir haben einerseits im europäischen Vergleich durch die Energiewende den größten Investitionsbedarf in die Netze. Wir bekommen nun aber eine - ebenfalls im europäischen Vergleich - extrem niedrige Kapitalverzinsung", kritisierte der Karlsruher Versorger EnBW. Das passe nicht zusammen.

"Die heute von der Bundesnetzagentur veröffentlichte Absenkung des Eigenkapitalzinssatzes um mehr als ein Viertel sendet ein völlig falsches Signal", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung des Stromlobbyverbandes BDEW und des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU). Dieser Zinssatz gefährde die Leistungsfähigkeit der Netzbetreiber und die Investitionen in die Netzinfrastruktur, die für Klimaschutz und Versorgungssicherheit notwendig seien.

LICHTBLICK - MILLIARDENGESCHENK AN DIE VERSORGER

Die Entscheidung bedeute eine deutliche Absenkung gegenüber der heutigen Verzinsung für Netz-Investitionen, erklärte die Gewerkschaft Verdi. Damit steige der Kostendruck bei Strom und Gasnetzen weiter. Dadurch gebe es weniger Spielraum für gute Arbeitsbedingungen, Tarifsteigerungen und den dringend benötigten Aufbau von Beschäftigung. Im November vergangenen Jahres hatten Verdi und über 70 Betriebsratsvorsitzende von Stadtwerken und Regionalversorgern in einem Brief an die Politik und die Bundesnetzagentur davor gewarnt, mit einer zu hohen Absenkung Investitionen in die Netze abzuwürgen und Arbeitsplätze zu gefährden.

Die Strom- und Gasnetze spielen eine Schlüsselrolle bei der Energiewende. Strom aus Windenergieanlagen in Norddeutschland an Land und auf See muss beispielsweise über lange Strecken zu den großen industriellen Verbrauchern im Süden der Republik transportiert werden. Gasleitungen sollen wenn möglich Wasserstoff transportieren, mit dem die Chemie-, Stahl- und Zementindustrie ihre Produktion klimafreundlich aufstellen können. Das alles kostet Milliardensummen.

Dagegen gehen dem Hamburger Ökostromversorger LichtBlick die Senkungen nicht weit genug. Rund ein Viertel der Stromkosten eines Haushaltes entfalle auf die Finanzierung der Stromleitungen. Das sei ein schlechter Tag für alle Stromkunden. "Die Bundesnetzagentur verteilt ohne Not Milliardengeschenke an Konzerne und Stadtwerke."


© Reuters 2021
Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
E.ON SE 0.53%11.1 verzögerte Kurse.21.80%
ENBW ENERGIE BADEN-WÜRTTEMBERG AG -1.07%74.2 verzögerte Kurse.38.93%
RWE AG -0.14%35.14 verzögerte Kurse.1.85%
Alle Nachrichten zu ENBW ENERGIE BADEN-WÜRTTEMBERG AG
10:42ENBW ENERGIE BADEN WÜRTTEMBERG : Trinkwasserpreis in Stuttgart steigt 2022 um 1,5 Prozent
PU
10:07Heidelberger Druck übernimmt Ladesäulentechnologie von EnBW
DP
02.12.ENBW ENERGIE BADEN WÜRTTEMBERG : kündigt Nachranganleihen aus 2016
PU
01.12.ENBW ENERGIE BADEN WÜRTTEMBERG : und Vattenfall einigen sich auf die Übertragung einer Str..
PU
25.11.Energiewirtschaft - Ampel muss rasch Weg für Investitionen ebnen
RE
24.11.AMPEL-KOALITION : Kohleausstieg 'idealerweise' schon bis 2030
DP
24.11.EINFACH ANSCHLIESSEN UND LOSLADEN : EnBW bietet AutoCharge an eigenen Schnellladepunkten im..
PU
21.11.HASELOFF : Bei Kohleausstieg 2030 Atomstrom importieren
DP
19.11.ENBW ENERGIE BADEN WÜRTTEMBERG : Anwohner profitieren vom Solarpark
PU
19.11.GROSSE NACHFRAGE : EnBW erhöht Bürgerbeteiligung am Solarpark Maßbach
PU
Weitere Nachrichten und Newsletter
News auf Englisch zu ENBW ENERGIE BADEN-WÜRTTEMBERG AG
10:39Heidelberger Druckmaschinen Buys EnBW's Charging Station Technology
MT
02.12.ENBW ENERGIE BADEN WÜRTTEMBERG : exercises first call right on subordinated bonds from 201..
PU
24.11.Energy policy goals of Germany's next government
RE
15.11.EnBW To Raise Household Gas Customers In 2022
MT
15.11.Germany's EnBW will raise household gas prices in 2022, not power
RE
12.11.Biggest solar park without state funding inaugurated
PU
12.11.EnBW Energie Baden-W?rttemberg AG Provides Earnings Guidance for the Year 2021
CI
12.11.EnBW Energie Baden-W?rttemberg AG Reports Earnings Results for the Third Quarter and Ni..
CI
12.11.EnBW Keeps Positive FY21 Outlook As Nine-Month Profit Tumbles
MT
12.11.EnBW continues to make progress in third quarter and reaffirms earnings growth for 2021
PU
Weitere Nachrichten und Newsletter auf Englisch
Analystenempfehlungen zu ENBW ENERGIE BADEN-WÜRTTEMBERG AG
Mehr Empfehlungen
Finanzkennziffern
Umsatz 2020 19 900 Mio 22 383 Mio 20 725 Mio
Nettoergebnis 2020 596 Mio 671 Mio 621 Mio
Nettoverschuldung 2020 8 770 Mio 9 864 Mio 9 134 Mio
KGV 2020 25,4x
Dividendenrendite 2020 1,79%
Marktkapitalisierung 20 314 Mio 22 910 Mio 21 157 Mio
Marktkap. / Umsatz 2019 1,06x
Marktkap. / Umsatz 2020 1,20x
Mitarbeiterzahl 23 527
Streubesitz 0,37%
Chart ENBW ENERGIE BADEN-WÜRTTEMBERG AG
Dauer : Zeitraum :
EnBW Energie Baden-Württemberg AG : Chartanalyse EnBW Energie Baden-Württemberg AG | MarketScreener
Vollbild-Chart
Chartanalyse-Trends ENBW ENERGIE BADEN-WÜRTTEMBERG AG
KurzfristigMittelfristigLangfristig
TrendsFallendNeutralAnsteigend
Ergebnisentwicklung
Vorstände und Aufsichtsräte
Frank Mastiaux Chairman-Management Board & CEO
Thomas Andreas Kusterer Chief Financial Officer
Lutz Peter Feldmann Chairman-Supervisory Board
Hans-Josef Zimmer Chief Technical Officer
Bernd-Michael Zinow Member-Supervisory Board
Branche und Wettbewerber
01.01.Wert (M$)
ENBW ENERGIE BADEN-WÜRTTEMBERG AG38.93%22 910
NEXTERA ENERGY15.55%174 925
DUKE ENERGY CORPORATION5.53%77 865
ENEL S.P.A.-18.77%77 047
IBERDROLA, S.A.-14.85%69 379
SOUTHERN COMPANY-0.47%68 527