Log-in
E-Mail
Passwort
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Anmelden
Anmelden
Neukunde
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON

MarketScreener Homepage  >  Aktien  >  Swiss Exchange  >  Credit Suisse Group AG    CSGN   CH0012138530

CREDIT SUISSE GROUP AG

(CSGN)
  Report
ÜbersichtKurseChartsNewsRatingsTermineUnternehmenFundamentaldatenAnalystenschätzungenRevisionenDerivate 
News-ÜbersichtNewsPressemitteilungenOffizielle PublikationenBranchennachrichtenMarketScreener AnalysenAnalysten Empfehlungen zu

Notenbanken proben Revolution mit digitaler Währung

share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
23.01.2020 | 07:59
The financial district is photographed on early evening in Frankfurt

- von Oliver Hirt und Frank Siebelt

Aufgeschreckt von der geplanten Facebook-Währung Libra spielen Währungshüter rund um den Globus zur Zeit durch, welche Möglichkeiten staatliche Cyberwährungen bieten. Einzelne asiatische Länder könnten mit ihrem sogenannten digitalen Zentralbankgeld schon im laufenden Jahr an den Start gehen. Setzen sich Digitalwährungen auf breiter Front durch, droht den Banken neues Ungemach. Denn die Neuerungen haben das Potenzial, das Bankgeschäft umzupflügen, wie der französische Zentralbankchef Francois Villeroy de Galhau warnt. "Auf dem Spiel steht unsere Währung selbst."

Mit dem im Juni 2019 enthüllten Projekt stieß Facebook bei Währungshütern und Regulierern auf wenig Gegenliebe. In der bisher geplanten Form hat die Cyberwährung deshalb kaum mehr Chancen. "Die Angst der Zentralbanken, dass Libra das gesamte Finanzsystem aushebeln könnte, ist zu groß", erklärt Kaj Burchardi vom Berater BCG. Doch neben Libra gibt es hunderte von privaten Kryptowährungs-Projekten. "Ich bin überzeugt, dass ähnliche Währungen kommen und sich auch durchsetzen werden", sagt Regulierungs-Experte Hans Kuhn. "Das lässt sich nicht einmal in einem Polizeistaat verhindern."

DAS BESTE AUS BEIDEN WELTEN?

Bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel, der Denkschmiede der großen Notenbanken, ist inzwischen die Einsicht gereift, das Heft in die Hand nehmen zu müssen. "Sonst werden uns die Ereignisse überholen", mahnte BIZ-Chef Agustin Carstens. Auch die EZB will nicht in die Lage geraten, reagieren zu müssen. Ihre neue Präsidentin Christine Lagarde fordert, Notenbanken sollten bei der Entwicklung vorneweg gehen. Währungshüter räumen ein, dass das bestehende Zahlungssystem gravierende Mängel hat - etwa bei grenzüberschreitenden Zahlungen. Das hat mit der Konstruktion zu tun, bei der Mittler die Schlüsselrolle einnehmen: Transaktionen von Privatkunden und Firmen gehen über Konten bei Banken und Notenbanken. Eine einfache Überweisung durchläuft damit meist eine ganze Kette von Intermediären. Die Folge: Geldtransfers über Landesgrenzen hinweg sind langsam, teuer und auch fehleranfällig.

Dass es anders geht, haben Bitcoin und weitere private Kryptowährungen gezeigt, die auf der Blockchain basieren. Dank dieser Technologie, einem fälschungssicheren digitalen Transaktions-Register, sind vertrauenswürdige Mittler wie eine Bank oder eine Zentralbank nicht mehr notwendig. Transaktionen laufen direkt zwischen zwei Parteien. Der Nachteil von Bitcoin & Co: enorme Wertschwankungen. Der Wert eines ebenfalls auf Blockchain basierenden digitalen Zentralbankgeldes wäre dagegen so stabil wie derjenige von Banknoten.

VORNE DABEI SEIN ODER ÜBERROLLT WERDEN

Analysten zufolge ist es ganz entscheidend für Währungshüter, die technologische Entwicklung im Zahlungsverkehr mit voranzutreiben. "Sowohl Noten- als auch Geschäftsbanken sollten sich darüber im Klaren sein, dass die Chance, dieses neue System mitzugestalten, vor allem denjenigen offensteht, die von Beginn an dabei sind," meint DZ-Bank-Analyst Sören Hettler. Einer Erhebung der BIZ zufolgte beschäftigten sich Ende 2018 rund 70 Prozent der Notenbanken mit digitalem Zentralbankgeld - die meisten davon in einem frühen Stadium. "Inzwischen hat das Tempo zugenommen", sagt ein Notenbanker. Große Zentralbanken, darunter die EZB, die Schweizerische Nationalbank (SNB), die Bank von England, die Bank von Japan und die BIZ haben inzwischen eine Arbeitsgruppe gegründet, um sich noch enger zum Thema digitales Zentralbankgeld auszutauschen.

Die BIZ erforscht zusammen mit der SNB den Einsatz digitalen Zentralbankgelds für Finanzinstitute. Doch gemäß SNB-Präsident Thomas Jordan muss sich erst noch weisen, ob dieses im Handel und in der Abwicklung von Wertpapieren tatsächlich effizienter ist als das bestehende System. Experten zufolge dürften bis zu einer Realisierung in der Schweiz noch Jahre vergehen.

EZB-EXPERTE ENTWIRFT MODELL

Auch die Europäischen Zentralbank (EZB) denkt bereits über die mögliche Ausgestaltung eines digitalen Euro für alle nach. Ulrich Bindseil, EZB-Generaldirektor für Marktinfrastrukturen, stellte kürzlich ein vielbeachtetes Modell vor: Darin würde jeder Bürger im Währungsraum ein Konto für digitales Zentralbankgeld bei den Notenbanken bekommen können. Bis zu einer bestimmten Summe - etwa 3000 Euro, das durchschnittliche Haushaltseinkommen - würden dort attraktive Zinsen gezahlt, darüber hinaus aber nicht. Sonst droht die Gefahr, dass die Bürger ihre Sparkonten bei den Banken abräumen und ihr Geld auf das Digital-Konto legen. Das aber würde die Geschäfte der Banken schmälern und die gebeutelte Branche in die Bredouille bringen.

Ein solcher digitaler Euro für alle wäre für die Währungshüter eine enorme Aufgabe. Böte die EZB ein Digitalgeld-Konto für alle Einwohner und Firmen im Euro-Raum an, würde die Zahl der Konten bei den Euro-Notenbanken von aktuell rund 10.000 auf dann zwischen 300 bis 500 Millionen anschwellen. Bislang sind das aber nur Planspiele. Bundesbank-Präsident Jens Weidmann warnte unlängst davor, übereilt einen digitalen Euro einzuführen. Zunächst müssten positive Seiten und Risiken genau studiert werden. Banken sollten zunächst ihren Zahlungsverkehr schneller und effektiver gestalten, forderte er.

ASIEN SCHREITET VORAN

Andere Länder preschen bereits vor: "Am weitesten fortgeschritten sind China und Kambodscha, gefolgt von Schweden", sagt Cryptofinance-Chef Jan Brzezek. Auch Venezuela und Thailand nähmen Spitzenplätze ein. Es ist kein Zufall, dass Schwellen- und Entwicklungsländer Vorreiter sind. Denn sie wollen nicht nur die Effizienz im Zahlungsverkehr steigern, sondern auch Millionen von Menschen einen besseren Zugang zu Finanzdienstleistungen verschaffen. Kambodscha könnte bereits im laufenden Jahr ein Angebot für grenzüberschreitende Zahlungen ausrollen. Und auch China steht wohl kurz davor, eine staatliche digitale Währung auszugeben. Sowohl in China als auch in Kambodscha soll zwar die breite Bevölkerung das digitale Notenbankgeld nutzen können, aber nur über Geschäftsbanken.

Die meisten Zentralbanken wollen vorerst nichts von einem direkten Zugang der breiten Bevölkerung zu digitalem Zentralbankgeld wissen. Für BCG-Berater Burchardi könnte allerdings eine neue Finanzkrise ein Umdenken auslösen. "Wenn das Vertrauen in die Banken so weit erschüttert ist, dass ein Wiederaufbau schwierig ist, könnte dieses Modell schnell viel Zuspruch erhalten."

Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
BITCOIN - EURO 0.75%8135.2455 Schlusskurs.39.19%
BITCOIN - UNITED STATES DOLLAR 1.49%8920.0795 Schlusskurs.34.51%
CREDIT SUISSE GROUP AG -5.98%11.39 verzögerte Kurse.-6.26%
FACEBOOK -1.86%193.79 verzögerte Kurse.-3.92%
SCHWEIZERISCHE NATIONALBANK -3.81%5050 verzögerte Kurse.-0.37%
share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
Aktuelle News zu CREDIT SUISSE GROUP AG
12:55Credit Suisse belässt Microsoft auf 'Outperform'
DP
26.02.Aktien Schweiz Schluss: SMI beendet Verlustserie und schliesst leicht höher
AW
26.02.Credit Suisse senkt Dialog Semi-Ziel auf 54 Euro 'Outperform'
DP
26.02.Credit Suisse senkt Ziel für Danone auf 74 Euro - 'Neutral'
DP
26.02.Aktien Schweiz: SMI grenzt Verluste deutlich ein - Alcon zieht
AW
26.02.ULRICH SPIESSHOFER : Ehemaliger ABB-Chef Spiesshofer erhält hohe Abfindung
RE
26.02.CS-CFA-Indikator im Februar trotz Virussorgen nur leicht tiefer
AW
26.02.Smartphone-Banken für Shopping-Trips im Ausland am günstigsten
AW
26.02.Aktien Frankfurt Eröffnung: Kater am Aschermittwoch wegen Coronavirus
DP
26.02.Morning Briefing - Markt Schweiz
AW
Mehr News
News auf Englisch zu CREDIT SUISSE GROUP AG
26.02.CIBC profit beats forecasts and bank cuts workforce 5%
RE
26.02.Analysts lower Japan share market forecasts as virus spreads - Reuters poll
RE
26.02.Britain's Intu could get revised loan ahead of equity raise plans
RE
25.02.Goldman, Citi among banks curbing Italy trips over coronavirus fears - source..
RE
25.02.Goldman, Citi among banks curbing Italy trips over coronavirus fears - source..
RE
25.02.Scotiabank, Bank of Montreal capital markets strength drives earnings beat
RE
25.02.GLOBAL MARKETS LIVE: Boeing gets 2020’s first order, Expedia slashes 3000 job..
25.02.Swiss Market Watchdog Approves UBS, Credit Suisse Emergency Plans
DJ
25.02.UBS, CREDIT SUISSE'S EMERGENCY PLANS : financial watchdog
RE
25.02.UBS, Credit Suisse's emergency plans are effective - financial watchdog
RE
Mehr News auf Englisch
Finanzkennziffern (CHF)
Umsatz 2020 22 154 Mio
EBIT 2020 5 429 Mio
Nettoergebnis 2020 3 801 Mio
Schulden 2020 78 809 Mio
Div. Rendite 2020 2,45%
KGV 2020 7,83x
KGV 2021 7,03x
Marktkap. / Umsatz2020 4,89x
Marktkap. / Umsatz2021 4,77x
Marktkap. 29 515 Mio
Chart CREDIT SUISSE GROUP AG
Dauer : Zeitraum :
Credit Suisse Group AG : Chartanalyse Credit Suisse Group AG | MarketScreener
Vollbild-Chart
Trends aus der Chartanalyse CREDIT SUISSE GROUP AG
KurzfristigMittelfristigLangfristig
TrendsNeutralNeutralNeutral
Ergebnisentwicklung
Analystenschätzung
Verkauf
Kaufen
Durchschnittl. Empfehlung AUFSTOCKEN
Anzahl Analysten 22
Mittleres Kursziel 15,39  CHF
Letzter Schlusskurs 12,12  CHF
Abstand / Höchstes Kursziel 65,1%
Abstand / Durchschnittliches Kursziel 27,0%
Abstand / Niedrigsten Ziel -0,95%
Revisionen zum Gewinn/Aktie
Unternehmensführung
NameTitel
Thomas Gottstein Chief Executive Officer
Urs Rohner Chairman
James Walker Chief Operating Officer
David Richard Mathers Chief Financial Officer
John Ivan Tiner Independent Non-Executive Director
Branche und Wettbewerber