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Deutlicher Anstieg bei der Corona-Inzidenz

29.09.2022 | 11:31

BERLIN (dpa-AFX) - Die Zahl der offiziell erfassten Corona-Neuinfektionen in Deutschland ist zuletzt kräftig gestiegen. So gab das Robert Koch-Institut (RKI) die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag mit 409,9 an. Vor einer Woche waren es demnach noch 281,1 gemeldete neue Fälle pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen gewesen (Vormonat: 242,5). Diesen Angaben zufolge ist die Sieben-Tage-Inzidenz nun binnen einer Woche um 46 Prozent gestiegen.

Ob es sich bereits um den Beginn einer neuen Welle handelt, dürfte sich mit Gewissheit erst im Rückblick genauer sagen lassen. An diesem Freitag wollen sich Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und RKI-Präsident Lothar Wieler zur Lage äußern. Generell liefern die offiziell gemeldeten Fallzahlen nur ein sehr unvollständiges Bild. Zum einen, weil für eine Lagebeurteilung auch die Krankheitsschwere und die Belastungen der Kliniken wichtig sind. Dazu wollte das RKI am Donnerstagabend in seinem wöchentlichen Lagebericht informieren.

Zum anderen sind die Grundlage der Inzidenzberechnung Labortestungen, die mittlerweile aber seltener als in vorherigen Phasen der Pandemie gemacht werden. Bei weitem nicht alle Infizierte lassen noch PCR-Tests machen, die aber nur in der Statistik zählen. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Bei den gemeldeten Neuansteckungen gibt es weiter deutliche regionale Unterschiede. Die höchsten Sieben-Tage-Inzidenzen haben laut RKI aktuell das Saarland mit 628,3 und Bayern mit 503,2 - die niedrigsten Zahlen gibt es in Hamburg mit 163,8 und Berlin mit 243,3.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 78 863 Neuinfektionen (Vorwoche: 56 978) und 94 Todesfälle (Vorwoche: 106) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 33 216 006 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden./ppz/DP/nas


© dpa-AFX 2022
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