Einloggen
Einloggen
Oder einloggen mit
GoogleGoogle
Twitter Twitter
Facebook Facebook
Apple Apple     
Registrieren
Oder einloggen mit
GoogleGoogle
Twitter Twitter
Facebook Facebook
Apple Apple     
  1. Startseite
  2. Aktien
  3. Deutschland
  4. Xetra
  5. Uniper SE
  6. News
  7. Übersicht
    UN01   DE000UNSE018   UNSE01

UNIPER SE

(UN01)
  Bericht
Realtime-Estimate Tradegate  -  19:27:52 27.01.2023
2.970 EUR   +0.88%
16:10Uniper-Betriebsrats-Chef warnt Bund vor Zerschlagung
RE
08:05Steigende Zinssätze sind ein Stachel im Fleisch der europäischen Banken
MR
07:32Morning Briefing International
AW
ÜbersichtKurseChartsNewsRatingsTermineUnternehmenFinanzenAnalystenschätzungenRevisionenDerivateFonds 
ÜbersichtAlle NewsAnalystenempfehlungenAndere SprachenPressemitteilungenOffizielle PublikationenBranchen-News

Uniper erhält weitere bis zu 25 Milliarden Euro durch Kapitalerhöhung

23.11.2022 | 16:54

(neu: Aktienkurs aktualisiert, Statement von Betriebsratschef)

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der strauchelnde Energiekonzern Uniper braucht eine weitere Kapitalspritze vom Bund. Die bislang geplante Barkapitalerhöhung von acht Milliarden Euro allein werde nicht ausreichen, um Uniper zu stabilisieren, teilte der Konzern am Mittwoch in Düsseldorf mit. Deshalb soll weiteres genehmigtes Kapital in Höhe von bis zu 25 Milliarden Euro durch Ausgabe neuer Aktien geschaffen werden. Der Ende September getroffenen Einigung mit der Bundesregierung auf ein Stabilisierungspaket sollen die Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung kurz vor Weihnachten zustimmen.

Für die verbliebenen Aktionäre bedeutet das eine weitere Verwässerung ihrer Anteile. Letztendlich könnten die Minderheitsaktionäre auf dem Rechtsweg eine materielle Entschädigung erhalten, schrieb Analyst Vincent Ayral von der US-Bank JPMorgan. Die im SDax-notierte Aktie fiel zwischenzeitlich an die zehn Prozent. Zuletzt stand sie als Index-Schlusslicht gut sechs Prozent im Minus bei 6,40 Euro. Damit wird zwar ein Teil der Kursgewinne der vergangenen Tage wieder pulverisiert, das Papier notiert aber immer noch auf dem höchsten Niveau seit drei Monaten.

"Die mit der Bundesregierung vereinbarten Kapitalmaßnahmen beenden die monatelange Unsicherheit für unser Unternehmen und unsere Kunden", sagte Konzernchef Klaus-Dieter Maubach laut Mitteilung. Jetzt sei klar, wie die enormen Kosten getragen werden können. Die beschlossene Kapitalerhöhung ist laut Uniper der Ersatz dessen, was der Konzern eigentlich über die ursprünglich von der Bundesregierung geplanten Gasumlage erhalten hätte. Dabei hätte der Uniper einen Großteil der Kosten an seine Kunden weitergeben können.

Der Düsseldorfer Konzern ist wegen des russischen Gas-Lieferstopps in Schieflage geraten, da sich die Gaspreise vervielfacht haben. Das aus Russland fehlende Gas muss das Unternehmen teuer auf dem Gasmarkt kaufen, um eigene Lieferverträge zu noch günstigeren Konditionen zu erfüllen, was zu Liquiditätsproblemen führt. Der Gas-Großhändler mit einer starken Abhängigkeit von Russland ist Lieferant für über 100 Stadtwerke und große Unternehmen und spielt damit eine zentrale Rolle für die Erdgasversorgung von Deutschland. Bei einer Insolvenz von Uniper wird ein Dominoeffekt befürchtet, der zahlreiche Uniper-Kunden ebenfalls in große Schwierigkeiten bringen würde.

Wegen der Liquiditätsprobleme hatten sich der Konzern, die deutsche Regierung, und Unipers bisheriger Mehrheitsaktionär Fortum aus Finnland vor zwei Monaten auf eine Verstaatlichung von Uniper verständigt. Dabei war unter anderem die Kapitalerhöhung über acht Milliarden Euro sowie der Erwerb der Uniper-Anteile von Fortum vorgesehen. Der deutsche Staat soll dafür jeweils einen Stückpreis von 1,70 Euro bezahlen. Anschließend soll der Bund etwa 98,5 Prozent der Anteile an Uniper besitzen.

Bis Ende September belief sich Unipers ausgewiesener Nettoverlust auf 40,3 Milliarden Euro. Zehn Milliarden Euro Verlust waren zum Ende des dritten Quartals bereits realisiert. Die Kosten für die Ersatzbeschaffung am Gasmarkt schätzt Uniper auf 19 Milliarden Euro. Hinzu kommen zu erwartende Bewertungseffekte bei Derivaten sowie Wertminderungen beispielsweise für die Beteiligung an der Gaspipeline Nord Stream 2.

Zur Zeichnung der nun beschlossenen weiteren Kapitalerhöhung ist ausschließlich der Bund berechtigt, das gesetzliche Bezugsrecht der anderen Aktionäre wird ausgeschlossen. Das genehmigte Kapital soll in Tranchen genutzt werden, wobei der erste Teil noch vor Jahresende 2022 für die geplante Barkapitalerhöhung benötigt wird. Die neuen Aktien sollen ebenfalls zu je 1,70 Euro an den Bund ausgegeben werden. Als Überbrückung wird die staatliche KfW-Bank eine Zwischenfinanzierung bereitstellen.

"Die Unterstützung der Bundesregierung ist für uns unverzichtbar, und wir zählen auch auf die Unterstützung der EU-Kommission", sagte Konzernchef Maubach. Nur so könne der Fortbestand von Uniper für die Zukunft gesichert werden. "Die Zustimmung unserer Aktionäre auf der nun anstehenden außerordentlichen Hauptversammlung zu den vorgeschlagenen Kapitalmaßnahmen ist dafür unerlässlich." Das beschlossene Stabilisierungspaket steht allerdings weiterhin unter dem Vorbehalt der erforderlichen behördlichen Einwilligung.

Uniper erwartet zwar, dass die erforderlichen Genehmigungen bis zur geplanten Zusammenkunft der Aktionäre im Dezember erteilt werden. Aber bislang ist die Konsultation mit der Europäischen Kommission noch nicht abgeschlossen. Deshalb wächst nun die Sorge, dass Brüssel das Stabilisierungspaket nur mit entsprechenden Auflagen genehmigt - oder gar eine Zerschlagung des Konzerns fordert.

"Uniper muss im Sinne seiner Beschäftigten, der Gesellschaft und nicht zuletzt für den deutschen Steuerzahler überlebensfähig bleiben und Zukunftschancen haben", sagte der Vorsitzende des Uniper-Konzernbetriebsrats, Harald Seegatz, der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Deshalb müsse Uniper als gesamter Konzern erhalten bleiben. "Nun setze ich darauf, dass auch die EU schnell das Genehmigungsverfahren vollzieht und dabei keine ungerechtfertigten Auflagen macht."

Abschließend müssen dann noch Unipers Aktionäre zustimmen. Sie sollen am 19. Dezember zusammenkommen. Das Datum war insofern bereits bekannt, als dass der Konzern Ende Oktober mitteilen musste, über die Hälfte seines Grundkapitals aufgezehrt zu haben. Dies zieht aktienrechtlich die Einberufung einer Hauptversammlung nach sich, um über die Lage des Unternehmens zu informieren. Die dafür einberufene Hauptversammlung wird aufgehoben und durch die neue Veranstaltung ersetzt./lew/tob/ksc/nas


© dpa-AFX 2022
Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
FORTUM OYJ -0.83%13.735 verzögerte Kurse.-10.88%
SDAX 0.53%13303.15 verzögerte Kurse.10.97%
UNIPER SE 0.95%2.972 verzögerte Kurse.13.76%
US DOLLAR / RUSSIAN ROUBLE (USD/RUB) 0.32%69.7209 verzögerte Kurse.-3.88%
Alle Nachrichten zu UNIPER SE
16:10Uniper-Betriebsrats-Chef warnt Bund vor Zerschlagung
RE
08:05Steigende Zinssätze sind ein Stachel im Fleisch der europäischen Banken
MR
07:32Morning Briefing International
AW
06:48PRESSESPIEGEL/Unternehmen
DJ
06:04Vorschlag zur Auflösung von Uniper stößt bei Arbeitnehmervertretern auf Kritik
MT
26.01.Dpa-AFX Presseschau für den 26. Januar - 2. Aktualisierung
DP
26.01.Deutsche Gasspeicher zu 83,8 Prozent gefüllt
DP
26.01.Morning Briefing International
AW
26.01.ÜBERBLICK/Anstehende Indexänderungen
DJ
24.01.ÜBERBLICK/Anstehende Indexänderungen
DJ
Mehr Börsen-Nachrichten
News auf Englisch zu UNIPER SE
13:30'Time for a fresh start at Fortum,' says Finnish minister
RE
08:05Rising interest rates have a sting in the tail for Europe's banks
RE
06:04Suggested Uniper Breakup Draws Flak from Employee Representative
MT
02:02Uniper employees criticize company breakup idea -Rheinische Post
RE
26.01.German gas storage facilities 83.8 percent full
DP
26.01.Hydrogen firm HH2E announces second major plant in Germany
RE
21.01.Uniper SE Announces CFO Changes
CI
20.01.Utilities Edge Higher Amid Cyclical Bias - Utilities Roundup
DJ
20.01.Uniper names Jutta Doenges new CFO
RE
20.01.Jutta Dönges appointed Chief Financial Officer at Uniper
DP
Mehr Börsen-Nachrichten auf Englisch
Analystenempfehlungen zu UNIPER SE
Mehr Empfehlungen
Finanzkennziffern
Umsatz 2022 176 Mrd. 191 Mrd. 176 Mrd.
Nettoergebnis 2022 -6 924 Mio -7 513 Mio -6 924 Mio
Nettoverschuldung 2022 5 277 Mio 5 727 Mio 5 278 Mio
KGV 2022 -0,30x
Dividendenrendite 2022 0,06%
Marktwert 24 522 Mio 26 611 Mio 24 524 Mio
Marktwert / Umsatz 2022 0,17x
Marktwert / Umsatz 2023 0,17x
Mitarbeiterzahl 11 209
Streubesitz 0,97%
Chart UNIPER SE
Dauer : Zeitraum :
Uniper SE : Chartanalyse Uniper SE | MarketScreener
Vollbild-Chart
Chartanalyse-Trends UNIPER SE
KurzfristigMittelfristigLangfristig
TrendsNeutralFallendFallend
Ergebnisentwicklung
Analystenschätzung
Verkaufen
Kaufen
Durchschnittl. Empfehlung VERKAUFEN
Anzahl Analysten 6
Letzter Schlusskurs 2,94 €
Mittleres Kursziel 2,33 €
Abstand / Durchschnittliches Kursziel -20,7%
Verlauf des Gewinns je Aktie
Vorstände und Aufsichtsräte
Klaus-Dieter Maubach Chief Executive Officer
Tiina Marjukka Tuomela Chief Financial Officer
Thomas Blades Chairman-Supervisory Board
David Bryson Chief Operating Officer
Patrick Wolff Chief Compliance Officer & General Counsel
Branche und Wettbewerber
01.01.Wert (M$)
UNIPER SE13.76%26 611
ABU DHABI NATIONAL ENERGY COMPANY-9.04%104 066
SEMPRA ENERGY2.87%50 451
ELECTRICITÉ DE FRANCE0.25%48 769
NATIONAL GRID PLC3.52%46 925
ENGIE-2.36%34 363