Log-in
E-Mail
Passwort
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Anmelden
Anmelden
Neukunde
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON

MarketScreener Homepage  >  Aktien  >  Xetra  >  Allianz SE    ALV   DE0008404005

ALLIANZ SE

(ALV)
  Report
ÜbersichtKurseChartsNewsRatingsTermineUnternehmenFundamentaldatenAnalystenschätzungenRevisionenDerivate 
News-ÜbersichtNewsPressemitteilungenOffizielle PublikationenBranchennachrichtenMarketScreener AnalysenAnalysten Empfehlungen zu

Milliardenspritze für die Bahn - was haben die Kunden davon?

share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
0
14.01.2020 | 15:04

BERLIN (dpa-AFX) - Bund und Bahn stecken in den kommenden zehn Jahren 86 Milliarden Euro und damit so viel Geld wie nie zuvor in die Sanierung des zum Teil maroden Schienennetzes. Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und die Bahn-Spitze sprachen am Dienstag bei der Unterzeichnung einer neuen Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung von einer historischen Modernisierungsoffensive. "Es wird das Jahrzehnt der Schiene", sagte Scheuer. "Ich erwarte, dass die Bahn diese Chancen nutzt." Sie müsse pünktlicher, effizienter und besser werden. Er habe eine "Ungeduld", dass es in überschaubaren Zeiten erhebliche Verbesserungen gebe.

An vielen Stellen im 33 000 Kilometer langen Schienennetz gibt es großen Investitionsbedarf wegen teils maroder Brücken und Anlagen. Auch viele Schienenstrecken sind in die Jahre gekommen. Dies ist auch ein Grund für Verspätungen bei der Bahn sowie andere Störungen. Die Deutsche Bahn spielt eine wichtige Rolle beim Klimaschutzprogramm der Bundesregierung. Ziel ist es, dass mehr Fahrgäste vom Auto und Flugzeug auf die klimafreundlichere Schiene umsteigen. Dazu wurde Anfang des Jahres die Mehrwertsteuer im Fernverkehr gesenkt, sodass Tickets günstiger geworden sind.

Mit den Milliardenmitteln soll das Schienennetz umfassend modernisiert werden. Der Bund trägt davon 62 Milliarden Euro, die Bahn 24 Milliarden Euro an Eigenmitteln. Durchschnittlich stehen damit laut Ministerium 8,6 Milliarden Euro pro Jahr zur Verfügung. Dies seien 54 Prozent mehr als im vergangenen Planungszeitraum. Die neue Vereinbarung hat eine doppelt so lange Laufzeit als die vorige. Dies soll auch der Bauwirtschaft mehr Planungssicherheit geben.

Bahn-Chef Richard Lutz sagte, für die Bahn habe ein entscheidendes Jahrzehnt begonnen. Ziel seien mehr Zuverlässigkeit und Komfort für die Kunden. Für mehr Pünktlichkeit sei eine leistungsfähige Infrastruktur eine unabdingbare Voraussetzung. Davon würden auch die Kunden profitieren. Er machte aber deutlich, dass Verbesserungen Zeit bräuchten. Die Einschränkungen für die Kunden durch mehr Baustellen sollten durch ein "kundenfreundliches Bauen" verringert werden.

Bahn-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla sagte: "Wir machen die Schiene richtig stark." Die neue Vereinbarung sei das Fundament für mehr Qualität und Stabilität im Bahnverkehr. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) sagte, für mehr Klimaschutz brauche es eine Mobilitätswende. Auch Scholz machte deutlich, die Bahn müsse nun Leistung erbringen.

Ob die neue Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung zwischen Bund und Bahn wirklich zu spürbaren Verbesserungen für die Kunden führt, ist umstritten. Der Ehrenvorsitzende des Fahrgastverbands Pro Bahn, Karl-Peter Naumann, kritisierte den Umfang der Vereinbarung. "Wir brauchen deutlich mehr", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "Es ist jahrelang nicht genügend Geld in den Erhalt des Netzes investiert worden."

Allein die Kosten für den Brückenbau hätten sich in den vergangenen fünf Jahren verdoppelt. Das werde durch die neue Vereinbarung zwischen Bund und Konzern nicht aufgeholt. Zudem fehlten Ingenieure. "Viele Verspätungsursachen bleiben deshalb bestehen", sagte Naumann. Die Fahrgäste spürten keine positiven Auswirkungen der Vereinbarung.

Der Geschäftsführer des Verkehrsbündnisses Allianz pro Schiene, Dirk Flege, sagte: "Die Zugreisenden müssen sich erst einmal auf viele Baustellen einstellen. Aber es ist gut, dass jetzt deutlich mehr in den Erhalt des Schienennetzes investiert wird." Dies sei eine Voraussetzung, dass die Züge künftig pünktlicher und zuverlässiger fahren werden. "Allerdings fährt der Bund den dringend notwendigen Ausbau des Schienennetzes nach wie vor auf Sparflamme. Ohne mehr Kapazitäten, ohne mehr Gleise wird sich die Lage für die Zugreisenden nicht spürbar verbessern." Die Bahn müsse zurück in die Fläche. Stillgelegte Strecken müssten reaktiviert werden.

Der Grünen-Verkehrspolitiker Matthias Gastel sprach von einer "Notoperation", die den drohenden Kollaps im deutschen Schienennetz abwenden solle. Durch die jahrzehntelange chronische Unterfinanzierung der Schiene gebe es einen Investitionsstau von mehr als 50 Milliarden Euro. "Es wird 15 bis 20 Jahre dauern, bis der von der Großen Koalition zu verantwortende Sanierungsstau beseitigt ist." Der FDP-Verkehrspolitiker Christian Jung sagte, mit dem Programm würden die Finanzprobleme der Bahn nicht gelöst. Es fehle an effektiver Kontrolle, es brauche einen personellen Neuanfang.

Die Bahn muss als Eigentümerin des Netzes im Gegenzug zu den staatlichen Zuschüssen Berichte über den Zustand und die Leistungsfähigkeit abgeben. Der Konzern ist hoch verschuldet, die Gütersparte schreibt Verluste. Dazu kamen in den vergangenen Monaten Machtkämpfe innerhalb der Führung. Die Bahntochter Arriva sollte verkauft werden, was aber scheiterte. Sie soll nun an die Börse gehen. Scheuer will im Frühjahr in einem Spitzentreffen über Grundsatzfragen bei der Bahn sprechen, dabei dürfte es vor allem um die komplexen Strukturen bei dem Konzern gehen./maa/DP/jha


© dpa-AFX 2020
share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
0
Aktuelle News zu ALLIANZ SE
16:33KORREKTUR/Spitzensteuern für Mittelverdiener? - Debatte um Steuerlast
DP
15:22ALLIANZ : Neuer Atlantia-Chef geht im Autobahn-Streit auf Regierung zu
RE
08:01Gründer - Smartphone-Bank N26 zählt 5 Millionen Kunden
RE
23.01.MÜLLER WÜRDIGT IMPFALLIANZ GAVI - ZI : 300 Millionen Kinder impfen
DP
23.01.Swiss Re ernennt Youngran Kim zur Technologie-Chefin der Gruppe
AW
23.01.Swisscom tritt Mobilfunkallianz Freemove bei
AW
23.01.HERBERT DIESS : VW-Chef Diess bedauert Weggang von Seat-Chef de Meo
RE
23.01.ALLIANZ SE : Veröffentlichung gemäß § 40 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europaweit..
EQ
23.01.Morning Briefing - International
AW
22.01.STERNENGLÜHEN IN ROM : Di Maio tritt als Parteichef zurück
DP
Mehr News
News auf Englisch zu ALLIANZ SE
17:06ALLIANZ : Amotekun - South West Professionals, Others Accuse AGF of Heating Up P..
AQ
14:58UPDATED : Amotekun is illegal, FG insists
AQ
23.01.PIMCO GLOBAL INCOME OPPORTUNITIES FU : Announces Monthly Distribution
AQ
23.01.ALLIANZ : Amotekun - Afenifere Accuses Tinubu of Doublespeak
AQ
23.01.ALLIANZ SE : Release according to Article 40, Section 1 of the WpHG [the German ..
EQ
23.01.NEWS HIGHLIGHTS : Top Financial Services News of the Day
DJ
22.01.NEWS HIGHLIGHTS : Top Financial Services News of the Day
DJ
22.01.NEWS HIGHLIGHTS : Top Financial Services News of the Day
DJ
22.01.NEWS HIGHLIGHTS : Top Company News of the Day
DJ
22.01.Insurers look to curb ransomware exposure as U.S. cyber rates rise
RE
Mehr News auf Englisch
Finanzkennziffern (EUR)
Umsatz 2019 137 Mrd.
EBIT 2019 11 765 Mio
Nettoergebnis 2019 7 869 Mio
Schulden 2019 22 952 Mio
Div. Rendite 2019 4,32%
KGV 2019 11,9x
KGV 2020 11,0x
Marktkap. / Umsatz2019 0,84x
Marktkap. / Umsatz2020 0,80x
Marktkap. 91 962 Mio
Chart ALLIANZ SE
Dauer : Zeitraum :
Allianz SE : Chartanalyse Allianz SE | MarketScreener
Vollbild-Chart
Trends aus der Chartanalyse ALLIANZ SE
KurzfristigMittelfristigLangfristig
TrendsNeutralAnsteigendAnsteigend
Ergebnisentwicklung
Analystenschätzung
Verkauf
Kaufen
Durchschnittl. Empfehlung AUFSTOCKEN
Anzahl Analysten 26
Mittleres Kursziel 238,35  €
Letzter Schlusskurs 220,95  €
Abstand / Höchstes Kursziel 17,7%
Abstand / Durchschnittliches Kursziel 7,88%
Abstand / Niedrigsten Ziel -9,48%
Revisionen zum Gewinn/Aktie
Unternehmensführung
NameTitel
Oliver Bäte Chief Executive Officer
Michael Diekmann Chairman-Supervisory Board
Christof Mascher Chief Operating Officer
Giulio Terzariol CFO, Head-Finance, Controlling & Risk
Gabriele Burkhardt-Berg Vice Chairman-Supervisory Board
Branche und Wettbewerber
01.01.Marktkap. (M$)
ALLIANZ SE0.07%100 423
CHUBB LIMITED-2.29%68 928
ZURICH INSURANCE GROUP2.49%61 093
MARSH & MCLENNAN COMPANIES2.53%57 648
AMERICAN INTERNATIONAL GROUP INC0.55%44 898
BAJAJ FINSERV1.50%21 230