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Europas Börsen auf Erholungskurs - Omikron-Angst schwindet

06.12.2021 | 10:14
ARCHIV: DAX-Logo auf dem Handelsparkett der Börse in Franfurt am Main, Deutschland, 29. Dezember 2017. REUTERS/Ralph Orlowski

Frankfurt (Reuters) - Die nachlassende Furcht vor einem Rückschlag für die Weltwirtschaft durch die neu entdeckte Omikron-Variante des Coronavirus gibt Europas Börsen Auftrieb.

Dax und EuroStoxx50 stiegen am Montag um jeweils ein knappes Prozent auf 15.308 beziehungsweise 4111 Punkte und machten damit ihre Verluste vom Freitag wieder wett.

"Ein Bericht aus Südafrika, wonach Omikron einen milden Krankheitsverlauf zur Folge hat, lässt die Anleger zum Wochenauftakt hoffen", sagte Analyst Christian Henke vom Brokerhaus IG. "Schnäppchenjäger versuchen ihr Glück. Allerdings ist die Datenlage zurzeit noch dünn." Daher sei fraglich, ob die beiden Indizes ihre Gewinne verteidigen könnten.

Außerdem schwebe die erneut drohende Zahlungsunfähigkeit des Immobilienkonzerns China Evergrande als Damokles-Schwert über dem Markt, warnte Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets.[L8N2SR1MX] "Auch wenn es der Regierung in Peking in den letzten beiden Jahrzehnten immer erstaunlich gut gelang, platzende Spekulationsblasen am Immobilienmarkt und deren Folgen ohne Ansteckungseffekte für die Weltwirtschaft zu verwalten, ist nicht gesagt, dass es auch dieses Mal gelingt." Evergrande-Titel stürzten in Hongkong um bis zu 20 Prozent ab und waren mit 1,80 Hongkong-Dollar so billig wie nie.

ROHÖL GEFRAGT - SAUDI-ARABIEN HEBT DIE PREISE AN

Am Rohöl-Markt griffen Anleger in der Hoffnung auf eine anhaltend robuste Nachfrage ebenfalls wieder zu. Mut machten ihnen Preiserhöhungen Saudi-Arabiens für asiatische Kunden, sagten Börsianer. Außerdem schwinde wegen der stockenden Atomgespräche des Westens mit dem Iran die Aussicht auf eine rasche Rückkehr iranischen Erdöls auf den Weltmarkt. Die Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um 2,2 Prozent auf 71,44 Dollar je Barrel (159 Liter). Dies verhalf dem Index für die europäische Öl- und Gasbranche zu einem Kursplus von 1,6 Prozent.

Deutlich abwärts ging es dagegen erneut für Bitcoin. Die Cyber-Devise fiel um zehn Prozent auf 48.242 Dollar, nachdem sie am Wochenende zeitweise 22 Prozent eingebrochen war. "Die Sorgenliste bestehend aus der Coronavirus-Mutation Omikron, dem finanziell angeschlagenen Immobilienkonzern China Evergrande und dem wachsenden Unbehagen der US-Notenbank Federal Reserve angesichts einer hohen Inflation hält Kryptowährungen weiterhin im Klammergriff fest", sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. Im Sog von Bitcoin gab Ethereum 3,7 Prozent nach.

OFFENBAR GEPLATZTE ÜBERNAHME DRÜCKT DELIVEY HERO

Am deutschen Aktienmarkt stiegen Investoren bei Delivery Hero aus. Die Titel des Essenslieferanten waren mit einem Minus von 1,7 Prozent Schlusslicht im Dax. Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge ist die Übernahme des saudi-arabischen Essenlieferanten Chefz am Widerstand der dortigen Wettbewerbshüter gescheitert.

Gefragt waren dagegen die Papiere von Adritz, die sich in Wien um bis zu 4,6 Prozent verteuerten. Der Anlagenbauer zog einen Großauftrag zur Ausrüstung mexikanischer Wasserkraftwerke an Land. Der Wert der Bestellung liegt den Angaben zufolge mit mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich.


© Reuters 2021
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Umsatz 2021 548 Mrd. 70 310 Mio 64 192 Mio
Nettoergebnis 2021 9 661 Mio 1 241 Mio 1 133 Mio
Nettoverschuldung 2021 449 Mrd. 57 673 Mio 52 655 Mio
KGV 2021 2,46x
Dividendenrendite 2021 2,11%
Marktkapitalisierung 23 636 Mio 3 036 Mio 2 771 Mio
Marktkap. / Umsatz 2021 0,86x
Marktkap. / Umsatz 2022 0,68x
Mitarbeiterzahl 163 119
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